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Energetische Sanierung – Geld sparen bei steigenden Energiekosten

21. Mai 2024 by Wolfgang Walter

Was müssen Sie 2024 zum Thema energetische Sanierung wissen?

Bis zum Jahr 2040 soll Österreich klimafit werden – so das ehrgeizige Ziel der aktuellen Bundesregierung. Die energetische Sanierung bestehender Gebäude ist dabei ein wichtiger Baustein, um Emissionen im Wohnbereich nachhaltig zu senken. Welche Maßnahmen zur energetischen Sanierung zählen, wie Sie diese planen und finanzieren – und was sie letztendlich kostet.

Inhaltsverzeichnis

Energetische Sanierung – um was geht es?
Die einzelnen Bereiche einer energetischen Sanierung im Überblick
Kosten der energetischen Sanierung – was kommt da auf mich zu?
Energetische Sanierungen finanzieren – welche Möglichkeiten habe ich?
Mein Haus energetisch sanieren: Ja oder nein? Und wie gehe ich vor?
Wann lohnt sich eine energetische Sanierung finanziell überhaupt?
Gesetzliche Vorschriften – muss ich mein Haus energetisch sanieren?
Fazit, Video & FAQ

Hintergrundwissen zum Thema Energetische Sanierung

Energetische Sanierung – um was geht es?

Mit einer energetischen Sanierung sollen in Österreich vor allem ältere Gebäude durch Modernisierung klimafit gemacht werden, um deren Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüftung zu senken. Dies können Käufer und Hausbesitzer zum einen durch eine thermische Verbesserung der Gebäudehülle, zum anderen durch Sanierung oder Ersatz des bestehenden Heizungssystems erreichen.

Die einzelnen Bereiche einer energetischen Sanierung im Überblick

Im Einzelnen umfasst eine klassische energetische Komplettsanierung klassischerweise folgende Bereiche:

Fassade bzw. Außenwände

Da über die Fassade von alten Bestandsgebäuden besonders viel Wärme verloren geht, ist die Dämmung der Außenwand einer der effizientesten Maßnahmen mit dem höchsten Energiesparpotenzial – allerdings ist diese auch vergleichsweise aufwändig und teuer. In der Praxis erfolgt eine Fassadendämmung auf drei Arten:

  • Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Dabei werden klassische Dämmstoffplatten an der Außenseite der Fassade als thermischer Schutz aufgebracht.
  • Hinterlüftete Vorhangfassade: Hierbei wird an der Außenwand eine Unterkonstruktion befestigt, welche die Fassade trägt und im Zwischenraum für Luftzirkulation sorgt.
  • Innendämmung: Diese erfolgt in der Regel bei denkmalgeschützten Gebäuden, bei denen eine Dämmung an der Außenseite nicht möglich ist.

Tipp: Im Zuge einer Fassadendämmung oder eines Fenstertausches sollte stets die Belüftung angepasst werden, um Feuchtebildung im Inneren zu vermeiden. Eine automatische Wohnraumlüftung ist hier eine sinnvolle Ergänzung.

Dachflächen

Eine äußerst wirksame Maßnahme ist die Dämmung der Dachflächen, um den Verlust an Heizwärme zu minimieren. Auch hier gibt es in der Praxis drei Möglichkeiten:

  • Aufsparrendämmung: Hier wird das Dämmmaterial zwischen Sparren und Dacheindeckung eingebracht, wobei das Dach neu eingedeckt werden muss – mit zusätzlichen Kosten.
  • Zwischensparrendämmung: Hier befindet sich das Dämmmaterial zwischen den Dachsparren. Diese Methode ist deutlich günstiger, allerdings weniger effektiv.
  • Untersparrendämmung: Hier wird das Dämmmaterial unter den Dachsparren befestigt, was Kosten spart aber die Raumhöhe entsprechend verringert.

Tipp: Eine Alternative zur Dachdämmung kann die Dämmung der obersten Geschoßdecke sein. Diese Variante erfordert deutlich weniger Aufwand und spart Kosten, eignet sich allerdings meist nur unbewohnte Dachgeschoßflächen.

Fenster und Türen

Ein Fenstertausch lohnt sich vor allem bei Gebäuden aus den 90er Jahren oder älter. Denn moderne Fenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung dämmen um ein Vielfaches besser als die unbeschichteten Isolierverglasungen der damaligen Zeit. Wurden die Fenster bereits in späterer Zeit getauscht und weisen lediglich kleine Mängel auf, kann der Tausch von defekten Dichtungen oder Beschlägen bereits ausreichen. Weiters kann – je nach Zustand und Isolierungsgrad der Austausch von Außentüren sinnvoll sein.

Tipp: Eine Fenstersanierung sollte erst im Anschluss einer Fassadendämmung erfolgen. Isolieren die Fenster besser als die Außenwand, besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Als Faustregel gilt: Der U-Wert der Außenwand sollte niemals höher sein als der U-Wert der Fenster sein. (U-Wert = Wärmetransport nach außen pro qm und Sekunde bei einem Grad Celsius Temperaturunterschied)

Kellerdecke

Auch die Dämmung der Kellerdecke dient der Verringerung des Wärmeverlusts beheizter Wohnräume an unbeheizte Keller oder Erdreich zu minimieren. Diese Maßnahme ist relativ kostengünstig und bringt raschen Erfolg.

Tipp: Wird der Keller beheizt und als Wohnraum genutzt, sollten die Außenwände und der Fußboden des Kellers gedämmt werden, um Wärmebrücken innerhalb der Gebäudehülle zu vermeiden.

Heizungssystem

Eine Verbesserung oder der Tausch einer Heizung nimmt innerhalb der energetischen Sanierung einen besonderen Stellenwert ein. Prinzipiell können hier drei verschiedene Maßnahmen auf dem Plan stehen:

  • Verbesserung von Einzelteilen: Diese umfasst beispielsweise den Austausch alter Heizkessel und Heizungspumpen, die Dämmung von Heizungsrohren oder ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage.
  • Erweiterung der Heizungsanlage: Dieser kann beispielsweise durch Installation zusätzlicher Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen erfolgen.
  • Kompletter Tausch des Heizungssystem: In der Regel werden hier alte Öl-, Gas- oder Kohleheizungen durch nachhaltigere Heizungssysteme wie Wärmepumpe, Fernwärme, Solaranlage oder Pellets ersetzt.

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Kosten der energetischen Sanierung – was kommt da auf mich zu?

Je nach Größe, Alter und Beschaffenheit des Gebäudes können sich die Kosten einer energetischen Sanierung deutlich unterscheiden. Für Immobilien mit einer oder zwei Wohneinheiten müssen Besitzer einen finanziellen Aufwand von rund 10.000 bis 150.000 Euro einkalkulieren – je nachdem, für welche Sanierungsmaßnahmen sie sich im Einzelnen entscheiden.

Durchschnittliche Kosten der energetischen Sanierung je nach Einzelmaßnahme

Sanierungsmaßnahme Anfallende Kosten
Dämmung der Außenwände 12.000 Euro bis 40.000 Euro
Dachdämmung 10.000 Euro bis 20.000 Euro
Dämmung der obersten Geschoßdecke 5.000 Euro bis 10.000 Euro
Austausch der Fenster 10.000 Euro bis 50.000 Euro
Austausch der Haustür 1.000 Euro bis 5.000 Euro
Dämmung der Kellerdecke 2.000 Euro bis 20.000 Euro
Heizkessel-Tausch 10.000 Euro bis 25.000 Euro
Neue Heizung (Wärmepumpe) 10.000 Euro bis 30.000 Euro
Neue Heizung (Pellets) 20.000 Euro bis 30.000 Euro
Photovoltaik-Anlage 7.000 Euro bis 35.000 Euro
Automatische Wohnraumlüftung 2.000 Euro 5.000 Euro

Beispiel Sanierungskosten: Wenn Sie ein Einfamilienhaus mit 150 qm teilweise oder komplett thermisch sanieren möchten, müssen Sie mit durchschnittlichen Kosten von 500 Euro bis 1.000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Dabei entscheiden Alter und Zustand des Gebäudes maßgeblich darüber, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie teuer diese ausfallen.

Beispiel Kostenersparnis: Demgegenüber steht bei einem 150 m2 großen Haus mit Baujahr 1970 und Ölheizung eine Energiekostenersparnis von bis zu 50 Prozent, was eine Heizkosteneinsparung zwischen 2.200 und 3.100 Euro bedeutet.

Tipp: In der Regel werden Einzelmaßnahmen einer energetischen Sanierung kombiniert angewandt. Jede einzelne hilft bereits, die laufenden Energiekosten zu senken und den Wert der Immobilie zu steigern. Welche Sanierungsmaßnahme für Sie sinnvoll, leistbar und finanzierbar ist, sollten Sie zusammen mit einem Energieberater vor Ort erkunden.

Energetische Sanierungen finanzieren – welche Möglichkeiten habe ich?

Energetische Sanierungen sind eine teure Angelegenheit. In den meisten Fällen übersteigen die entstehenden Kosten das eigene Budget. Staatliche Förderungen und spezielle Sanierungskredite können helfen die Belastung zu senken und Kosten vorzufinanzieren.

Förderprogramme zu Sanierungen

Für die Sanierung eines Gebäudes gibt es 2024 sowohl Förderungen vom Bund als auch von den Bundesländern. Es zahlt sich auf jeden Fall aus, sich hier genau zu informieren. Selbst Gemeinden fördern in vielen Fällen die energetische Sanierung mit einem gewissen Zuschuss. Hier ein Auszug der wichtigsten Förderungen:

  • Der Sanierungsbonus: Im Privatbereich werden mit dem Programm Sanierungsbonus 2024 die Dämmung von Außenwänden, Dach, oberster Geschoßdecke und Kellerboden gefördert. Ebenso die Sanierung bzw. der Austausch der Fenster und Außentüren. Dabei ist beim Sanierungsbonus für Private eine Förderung von 9.000 Euro bis zu 42.000 Euro möglich.
  • „Raus aus Öl und Gas„: Mit diesem Förderprogramm wird der Austausch fossiler Heizungssysteme wie Öl, Gas, Kohle, Koks, Nacht- und Direktspeicheröfen durch eine nachhaltige Alternative mit Holz, Wärmepumpe oder Fernwärme bezuschusst. Für einen Heizungstausch ist eine Förderung von 15.000 bis zu 23.000 Euro möglich, dazu kann zusätzlich noch ein Solarbonus von max. 2.500 Euro Die Förderungen sind grundsätzlich auf maximal 75 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt. Hierzu gibt es auf der Website kesseltausch.ateinige Informationen.
  • „Sauber Heizen für Alle“: Mit dem Förderprogramm „Sauber Heizen für Alle“ unterstützt der Bund gemeinsam mit den Ländern auch 2024 zusätzlich einkommensschwache Haushalte bei der Umstellung von fossil betriebenen Raumheizungen auf nachhaltige klimafreundliche Heizungssysteme.

Finanzierung durch Kreditaufnahme

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, einen Teil der Investitionen zu finanzieren. Welche Art des Kredits in Frage kommt, hängt ab vom benötigten Betrag und davon, ob Sie aktuell noch einen Wohnbaukredit zurückzahlen.

  • Kredit bei laufenden Wohnbaukredit: Hier könnte eine Umschuldung sinnvoll sein. So haben Sie die Möglichkeit auf eine Finanzierung mit Fixzinssatz umzustellen und können diese gleichzeitig um die benötigte Summe aufstocken.
  • Kredit mit kleinerer Summe bis 50.000 Euro: In diesem Fall könnte bereits ein zinsgünstiger Ratenkredit bei einer Direktbank in Frage kommen.
  • Kredit mit größerer Summe über 50.000 Euro: In diesem Fall empfiehlt sich ein klassischer Hypothekarkredit, bei dem Sie Ihre zu sanierende Immobilie als Sicherheit einsetzen.
  • Kredite für Senioren: Dieser Sonderfall betrifft insbesondere ältere Hausbesitzer. Viele Banken in Österreich haben bisher nur Wohnbaukredite mit einem Tilgungsziel bis zum Alter von 75 oder 80 Jahren vergeben. Seit Mai 2023 wurde der Zugang zu Seniorenkrediten deutlich vereinfacht. Mit entsprechenden Sicherheiten durch eine Immobilie ist somit auch die Kreditaufnahme im hohen Alter möglich.

Mein Haus energetisch sanieren: Ja oder nein? Und wie gehe ich vor?

Ein pauschaler Ratschlag in Sachen energetischer Sanierung ist sehr schwer. Schließlich kommt im Einzelfall immer darauf an, in welchem Allgemeinzustand sich ein Gebäude befindet, welche Sanierungsarbeiten nötig sind und inwiefern diese als sinnvoll erscheinen. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, eine sowieso notwendige Renovierung – beispielsweise das Streichen der Außenfassade oder die Erneuerung des Daches mit der energetischen Sanierung zu verbinden.

Weiters gilt vielfach die Regel: Zuerst die Hülle, dann die Technik. Insbesondere bei älteren Gebäuden aus den 70er und 80er Jahren sollte die thermische Sanierung der Gebäudehülle sowie der Tausch von Fenstern und Türen an erster Stelle stehen – hiermit kann aus Erfahrung der größte Energie- und Sanierungseffekt erzielt werden. Der Tausch einer eventuell noch funktionierenden Heizungsanlage kann dann später erfolgen.

Checklisten: So planen Sie Ihre energetische Sanierung

Um Ihre Sanierung richtig zu planen, sollten Sie in folgenden Schritten vorgehen:

  • Überlegen Sie zu Beginn, welche Teile Ihres Hauses energetisch überholt werden sollten.
  • Berechnen Sie alle anfallenden Kosten im Detail.
  • Prüfen Sie sämtliche Förderungsmöglichkeiten von Bund, Land und Gemeinde.
  • Suchen Sie sich, wenn nötig, einen passenden Sanierungskredit.
  • Steigern Sie den Wert Ihrer Immobilie und tun Sie sich und der Umwelt etwas Gutes.
  • Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Energieprofi beraten.

Wann lohnt sich eine energetische Sanierung finanziell überhaupt?

Trotz aller klimapolitischer Notwendigkeit interessiert Hausbesitzer zuforderst: Lohnt sich eine energetische Sanierung überhaut für mich? Eine berechtigte Frage, denn eine exakte Kosten-Nutzen-Rechnung ist für Laien nur sehr schwer zu erstellen. Hierbei müssen sämtliche Faktoren – von Anschaffungskosten, über den aktuellen Heizwärmebedarf bis hin zur künftigen Entwicklung der Energiekosten – miteinbezogen werden.

Grundsätzlich lohnt sich die energetische Sanierung umso mehr, je schlechter der energetische Zustand des Hauses aktuell ist. Wenn das Gebäude in den letzten 20 bis 30 Jahren nicht saniert wurde, sollte man auf jeden Fall über das Thema energetische Sanierung nachdenken. Bei sehr alten Gebäuden mit schlecht gedämmten Wänden, undichten Fenstern sowie ineffizienter Heizung ist die potenzielle Ersparnis durch Sanierung größer. Den Heizwärmebedarf und aktuellen energetischen Zustand (Klassifizierung von A bis G) können Sie – falls vorhanden – dem Energieausweis Ihres Hauses entnehmen.

Weiters können folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Angestrebter Energiestandard
  • Art und Umfang der Sanierungsmaßnahmen
  • Verfügbare Förderungen und Kredite
  • Lage, Art, Wohnfläche und Nutzung des Hauses
  • Klimatische Bedingungen am Wohnort
  • Sowie ggf. Auflagen des Denkmalschutzes

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Gesetzliche Vorschriften – muss ich mein Haus energetisch sanieren?

Eine generelle gesetzliche Pflicht zur Energetischen Sanierung von Häusern gibt es in Österreich aktuell nicht. Allerdings sollten Hausbesitzer oder potenzielle Käufer älterer Immobilien zwei Dinge beachten:

Beim Thema Heizungstausch ist mit dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz im Jahr 2022 in Österreich bereits tatsächlich eine Pflicht beschlossen worden. Ab 2025 soll beispielsweise der verpflichtende Tausch von besonders alten Kohle- und Ölheizungen schrittweise starten und mit umfassenden finanziellen Förderungen abgefedert werden. Betroffen hiervon sind zuallererst Ölheizungen aus dem Baujahr 1980 und älter.

Beim Thema genereller Energieverbrauch von Häusern ist Vorschlag zur Änderung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) aus dem Jahr 2023 ebenfalls eine Gesetzgebung auf EU-Ebene im Gange. Mit der Novellierung der Gebäuderichtlinie sollen energetische Mindeststandards geschaffen werden. Die Überarbeitung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) wird aktuell zwischen dem EU-Parlament und dem EU-Rat diskutiert. Ziel ist hier die Klimaneutralität bis 2050 (Net Zero) zu sein. Mögliche Sanktionen für Immobilieneigentümer, die diese Ziele nicht fristgerecht erreichen, werden dann im Rahmen der Umsetzung in nationales Recht bereits diskutiert.

Fazit zum Thema

Die eigene Immobilie fit für die Zukunft machen und durch energetische Sanierung langfristige Kosten sparen. Dieses Ziel sollte jeder Hausbesitzer oder potenzieller Hauskäufer in Österreich auf dem Schirm haben und möglichst früh planen.

Umfragen zeigen: Auch wenn der Umweltgedanke immer mehr im Vordergrund steht – der finanzielle Aspekt spielt für Konsumenten letztlich die größte Rolle. Umso wichtiger ist es, die geplanten Sanierungsmaßnahmen genau durchzurechnen, um zu ermitteln, welche nötig sind und ob sie sich finanziell lohnen.

Letztlich aber stellt sich weniger die Frage, ob eine energetische Sanierung sinnvoll ist, sondern wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Nachhaltige, umweltfreundliche Heizungssysteme sowie gut gedämmte Wände und Fenster werden in Zukunft auf dem Immobilienmarkt immer wichtiger werden – auch um einen Werterhalt Ihrer Immobilie sicherzustellen. Und mit Förderprogrammen und der passenden Finanzierung erhalten Sie den notwendigen finanziellen Spielraum, um die Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt umzusetzen.

Video: Dachsanierung – das ist Österreich Folge 16

Quelle: Das ist Österreich / YouTube

FAQ Energetische Sanierung

Welche Maßnahmen gehören zur energetischen Sanierung?

Eine energetische Sanierung kann die Dämmung der Fassade, des Daches, der obersten Geschoßdecke, der Kellerdecke und der Keller-Außenwände sowie Sanierung bzw. Austausch von Fenstern und Außentüren umfassen. Weiters zählen die Verbesserung und Austausch des Heizungssystems sowie der Einbau einer Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung dazu.

Welche Maßnahmen der energetischen Sanierung werden gefördert?

Die Bundesregierung in Österreich fördert die Dämmung von Außenwänden, Dach, oberster Geschoßdecke und Kellerboden sowie Sanierung bzw. Austausch von Fenstern und Außentüren mit dem Sanierungsbonus. Weiters gibt es vom Bund Förderungen für den Austausch eines fossilen Heizungssystems („Raus aus Öl und Gas“) sowie das Förderprogramm „Sauber Heizen für Alle“ für finanziell schwache Haushalte.

Bis wann müssen ältere Häuser gedämmt werden?

Aktuell gibt es keine gesetzlich festgelegte Frist, die Hausbesitzern in Österreich eine Sanierung bestehender Wohngebäude durch Dämmung vorschreibt. Anders sieht es bei Neubauten aus: Hier existieren diverse Vorgaben für nachhaltiges Bauen zur Einhaltung bestimmter Energiestandards.

Was kostet es ein Haus energetisch zu sanieren?

Die Kosten der energetischen Sanierung können sehr unterschiedlich sein – je Alter, Zustand und Umfang der Maßnahmen es sich handelt. Der komplette Fenster- und Türentausch kostet beispielsweise zwischen 5.000 und 50.000 Euro, die Dämmung der Fassade schlägt mit 50 bis 250 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Der finanzielle Aufwand für eine Komplettsanierung beträgt bei einem 150 m2 Haus bis zu 150.000 Euro.

Was versteht man unter einer „größeren Renovierung?

Werden mehr als 25 Prozent der Gebäudehülle renoviert, handelt es sich laut österreichischem Institut für Bautechnik (OIB) um eine sogenannte größere Renovierung. Als eine solche Ausnahme gilt bereits, wenn die Gesamtkosten der Renovierung weniger als 25 Prozent des Gebäudewerts ausmachen.

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Variable Hypothekarkredite – ein Problem für immer mehr Kreditnehmer in Österreich

21. Mai 2024 by Wolfgang Walter

Was macht variable Hypothekarkredite so gefährlich?

Aufgrund steigender Kosten und schärferer Kreditregeln werden Immobilienkredite in Österreich zunehmend zur Hürde. Vor allem Baufinanzierungen mit variablen Zinsen machen Konsumenten zu schaffen: Seit der Zinswende stieg die monatliche Belastung teils um ein Vielfaches – für viele Haushalte unbezahlbar. Ein Alarmzeichen, dem Banken und Politik mit Lockerungen begegnen wollen – bislang ohne Erfolg.

Inhaltsverzeichnis

Variable Kredite für Haus und Wohnung – in Österreich sehr beliebt
Variable Hypothekarkredite – Zinswende wurde für viele Häuslebauer zum Alptraum
Variable Wohnkredite rückwirkend zu Fixzinskrediten umwandeln – Politik zeigt sich offen
Umwandlung variabler Hypothekarkredite – kontroverse Diskussionen und rechtliche Bedenken
Laufende Baukredite umschulden und mit Fix-Zinsen langfristig absicher
Immobilienkredit – in 5 Schritten zur sicheren Hausfinanzierung
Fazit, Video & FAQ

Hintergrundwissen zum Thema variable Hypothekarkredite als Problem

Variable Kredite für Haus und Wohnung – in Österreich sehr beliebt

Österreich ist ein Spitzenreiter bei der Vergabe variabel verzinster Kredite. Rund 500.000 Haushalte haben in Österreich haben einen variablen verzinsten Kredit laufen. Das gilt nicht zuletzt für den Immobilienbereich. Wer vor Jahren einen Fixzinskredit für Haus und Wohnung abschloss, wurde fast schon belächelt. Waren hier die Zinsen trotz des damaligen Nullzinsumfeldes doch durchweg höher als bei einem flexiblen Kredit mit variabler Verzinsung – den gab es fast schon für null Prozent.

Doch warum ist das Produkt so beliebt, das in Wahrheit nicht nur für Kunden, sondern auch für Banken Risiken birgt? Österreichs Geldinstitute sind bei der Vergabe von Krediten mit variablen Zinssätzen im europäischen Vergleich recht großzügig – um es vorsichtig auszudrücken. Und die Konsumenten greifen zu. Durchaus überraschend, denn gemeinhin gelten Österreicherinnen und Österreicher bei Finanzgeschäften wie Aktien als risikoscheu und spekulieren ungern. Es könnte so etwas wie Folklore der Bevölkerung sein, dass sie bei Krediten trotz Warnungen extrem risikofreudig sind und in einer Art Schnäppchenmentalität nach dem letzten zehntel Prozentpunkt schielen.

Auch Banken mögen’s variabel: Für die Banken sind variable Kredite interessant, weil sie ihnen eine einfache Form der Absicherung bieten und im Idealfall – wie aktuell – sprudelnde Gewinne ermöglichen. Schnell, einfach und immer am Bedarf des aktuellen Marktes orientiert – wie einst bei den Fremdwährungskrediten ab Mitte der 1990er-Jahre. Deren Geschichte ist hinreichend bekannt und auch in Sachen variabler Hypothekarkredite haben viele Bankkunden und deren Geldhäuser nicht mitbedacht, dass Zinsen eben auch steigen können.

Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. So stiegen die Zinsen variabler Kredite im Schatten der Leitzinserhöhungen ab 2022 sprunghaft an – heute sind Fixzins-Angebote günstiger als variable Kredite. Während immer mehr Schuldner von variablen Hypothekarkrediten nun in Probleme geraten, profitieren Banken weiter. Ein ungleicher Wettbewerb, der mittlerweile nicht nur zu Ausfällen bei Kreditrückzahlungen führt, sondern 2022 auch die Finanzmarktaufsicht (FMA) auf den Plan gerufen hat: Mit der Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (Kim Vo) zur Begrenzung systemischer Risiken bei Immobilienkrediten und auch zum Schutz der Käufer und Käuferinnen. Diese hat dazu geführt, dass Konsumenten deutlich schwerer an Baufinanzierungen kommen und die Vergabe neuer Wohnkredite stark eingebrochen ist. Die Bankenbranche argumentiert nun, dass die Schuldendienstquote von 40 Prozent gelockert gehört. Ein schwacher Trost für alle Häusle Besitzer, die aktuell einen teuren variablen Baukredit bedienen müssen.

Variable Hypothekarkredite – Zinswende wurde für viele Häuslebauer zum Alptraum

Nicht nur die umstrittene Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung macht potenzielle Häuslebauer zu schaffen. Es ist vor allem ein Thema, das für viele aktuelle Kreditnehmer variabler Finanzierungen zum wahren Alptraum wurde: die Zinswende am Immobilienmarkt mit immens gestiegenen monatlichen Raten.

Variable Kreditzinsen seit 2022 von 0 auf 4,50 gestiegen: Lag im Jänner 2022 der 3-Monats-Euribor als Referenzzinssatz vieler Immobilienfinanzierungen noch bei minus 0,6 Prozent, stieg der Referenzzinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) innerhalb von 24 Monaten auf aktuell 4,50 %. Der höchste Stand seit über einem Jahrzehnt.

Immense Mehrbelastung bei variablen Wohnkrediten: Haushalte, die aktuell einen variablen Immobilienkredit abbezahlen, spüren diese finanzielle Mehrbelastung besonders stark: Im Vergleich zu 2021 hat sich die monatliche Kreditrate für einen variablen Wohnkredit über 300.000 Euro von monatlich knapp 1.000 Euro auf über 1.600 Euro erhöht. Ein Zinsanstieg über mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Abschluss des Kredits.

Zinsen variabler Immobilienkredite kratzen an 5-Prozent-Marke: Mittlerweile kratzt die variable Verzinsung von Immobilienkrediten in der Regel an der 5-Prozent-Marke oder liegt sogar vielfach darüber. Das schlägt sich voll durch auf die Kreditrate durch und ein baldiger Rückgang ist nicht in Sicht.

Fixzins-Angebote derzeit günstiger als variable Kredite: Aktuell kosten Fixzinskredite sogar weniger als der variable Kredit: Im Schnitt – je nach Laufzeit und Kreditsumme um bis zu einem Prozentpunkt. Kreditnehmer, die einen variablen Hypothekarkredit bedienen müssen oder ihren Fixzinskredit einst auf einen vermeintlich günstigeren variablen Kredit umgestellt haben, sollten eine Umschuldung in Betracht ziehen.

Variable Wohnkredite rückwirkend zu Fixzinskrediten umwandeln – Politik zeigt sich offen

Das alles ist für Kreditnehmer nicht nur ärgerlich und für manche sogar existenzbedrohend. Es führt seit geraumer Zeit auch zu einer landesweiten Diskussion um den Umgang variabel verzinsten Krediten.

So zeigt sich einem Vorstoß der Grünen aus 2023 gegenüber, wonach privaten Kreditnehmern eine rückwirkende Umwandlung eines variabel verzinsten Immobilienkredits ermöglicht werden soll, mittlerweile ein breiter politischer Konsens in Österreich. Man wolle gemeinsam Konsumenten und vor allem Familien unter die Arme greifen, die infolge der Zinswende am Markt in arge finanzielle Bedrängnis gekommen sind.

Konkret soll laut dem vorliegenden Entwurf für einen Initiativantrag die rückwirkende Konvertierung für alle variablen Hypothekar- oder Immobilienkredite gelten, die ab dem 21. März 2016 abgeschlossen wurden. Der Konvertierungsanspruch soll ein Umstellen ermöglichen, als ob Kreditnehmer und Bank bereits vor dem unvorhergesehenen Zinsanstieg einen fixen anstatt eines variablen Kreditsatzes vereinbart hätten – somit würden diese also rückwirkend zu den damaligen Fixzins-Konditionen abgeschlossen. Weiters müssten fix und variabel verzinster Kredit gegenübergestellt werden, um Konsumenten Vergleiche der Vertragsbedingungen zu ermöglichen.

Die Banken sollen den Kreditkunden innerhalb von zwei Monaten ein Umstiegs-Angebot vorlegen, bei Nichtbefolgung sieht der Vorschlag Verwaltungsstrafen für die Banken vor. Der konkrete Fixzinssatz soll von der Finanzmarktaufsicht (FMA) festgelegt werden, damit Banken keine Angebote mit beliebig hohen Zinssätzen offerieren. Die Möglichkeit zur Umwandlung soll einmalig bis Ende 2024 in Anspruch genommen werden können.

Umwandlung variabler Hypothekarkredite – kontroverse Diskussionen und rechtliche Bedenken

Dieser Vorstoß, von dem, laut Studien rund 500.000 Haushalte betroffen sein könnten, sorgt in Österreich seit Monaten für kontroverse Diskussionen unterschiedlichster Gruppen.

Eine nötige Gesetzesänderung würde einen weitreichenden Eingriff in die Privatautonomie von Kreditnehmer und Kreditgeber darstellen, bei dem auch verfassungsrechtliche Grenzen klar überschritten werden. Weiters hätte bei Betrachtung der Inflation sowie der Zinsentwicklung seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) klar sein müssen, dass spätestens ab dem Jahr 2021 die Zinsen auch voll auf den Immobilienbereich durchschlagen würden.

Weder Banken noch Kreditvermittlern sei in diesem Kontext mangelnde Aufklärung vorzuwerfen. Mit einer Zwangsumwandlung würden aufsichtsrechtliche und gesetzliche Prinzipien der Kreditwürdigkeitsprüfung außer Kraft gesetzt und ein künstlicher, nicht annähernd dem Markt entsprechender Zinssatz festgesetzt. Weiters würde es die Steuerung der Refinanzierungsstruktur von Banken schwer bis unmöglich machen, und letztendlich zu deutlich höheren Liquiditätskosten und somit auch zu teureren Krediten für alle Konsumenten in Österreich führen.

Schließlich – so ein weiterer Hauptkritikpunkt – seien, trotzt des aktuell angespannten Finanzierungsumfeldes, die Raten ausgefallener Kredite für die Finanzierung von Wohnraum nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau. Hierzu hätten auch die freiwillig gesetzten Maßnahmen der österreichischen Banken, wie die Aussetzung von Verzugszinsen und Mahnspesen, beigetragen.

Laufende Baukredite umschulden und mit Fix-Zinsen langfristig absichern

Angesichts der vielfach angespannten Lage bei laufenden Finanzierungen raten Immobilienexperten das Zinsänderungsrisiko mit dem Umstieg auf einen Fixzins-Kredit ausschalten. Die aktuell niedrigeren Fixzins-Konditionen werden so langjährig gesichert, weitere Erhöhungen der Kreditrate sind nicht mehr zu befürchten.

Und der Umstieg auf einen Fixzinskredit kann sich lohnen: Wer derzeit einen variablen Immobilienkredit mit rund fünf Prozent effektiv bezahlt und auf eine 20-jährige Fixzinsbindung zu 3,5 Prozent umschuldet, reduziert seine monatliche Kreditrate um rund 150 Euro. Über die gesamte Kreditlaufzeit gerechnet sind das gut 35.000 Euro weniger Zinskosten, die eingespart werden können.

Wichtig zu wissen: Bei einer Kreditumschuldung können Nebenkosten und Pönalen anfallen. Allerdings lässt sich ein Pönale in vielen Fällen vermeiden – etwa dann, wenn man von einem variablen Kredit auf einen fixverzinsten Kredit umschuldet und eine Kündigungsfrist von sechs Monaten einhält.

Tipp: Haushalte mit variablen Wohnkrediten sollten dringend einen Kassasturz machen und prüfen, ob sie die dauerhaft höheren Zinsen stemmen können. Ist das nicht der Fall, sollten betroffene Haushalte auch jetzt noch auf einen Fixkredit umsteigen, solange sie die Kreditvergabekriterien noch erfüllen.

Immobilienkredit – in fünf Schritten zur sicheren Hausfinanzierung

Egal, ob Umschuldung oder Neufinanzierung: In Sachen Immobilienkredit sollte gerade angesichts gestiegener Zinsen und hoher Kosten besonders gut geplant werden. Mit diesen fünf Schritten gelangen Sie zu einer sicheren Haus- oder Wohnungsfinanzierung, die sich dauerhaft trägt:

Schritt 1 – Finanzierungsbedarf erkunden: Die wenigsten Haushalte in Österreich können die komplette Hausfinanzierung aus Eigenmitteln bestreiten. Daher sollten Sie in einem ersten Schritt erkunden, welcher Finanzierungsbedarf durch Kredite und Förderungen für Ihr Vorhaben erforderlich ist.

Schritt 2 – Haushaltsrechnung durchführen: Daher stellt sich die Frage, wie viel Hauskredit Sie sich für die Finanzierung leisten können. Hier hilft Ihnen eine exakte Haushaltsrechnung, in der Sie alle monatlichen Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen – nur so wissen Sie, wie viel Geld pro Monat für die Rückzahlung Ihrer Kreditrate übrigbleibt. Ein Sicherheitspuffer von etwa zehn Prozent sollte dabei eingeplant werden.

Schritt 3 – Finanzierungsplan erstellen: Ist Ihr Finanzierungsbedarf ermittelt, gilt es die richtige Finanzierung zu finden. Hierfür stehen Immobilienkredite oder Bauspardarlehen parat, beides zweckgebundene Kredite bzw. Darlehen, welche hypothekarisch besichert werden. Weiters sollten Sie eine mögliche Wohnbauförderung zum Hauskredit in Ihrem Bundesland erkunden.

Schritt 4 – Kreditvergleich nutzen: Wissen Sie, wie viel und welchen Kredit Sie benötigen, ist es Zeit für den Kreditvergleich. Im online Immobilienkredit-Rechner erhalten Sie mit wenigen Angaben eine erste Einschätzung zur monatlichen Kreditrate und der Finanzierungs­wahrscheinlichkeit für Ihr Vorhaben. Unsere Finanzierungsexperten helfen Ihnen bei der Wahl des Finanzierungswunsches und holen für Sie die Kreditangebote passender Banken ein.

Schritt 5 – Kreditangebot auswählen: Jetzt können Sie das für Sie optimale Angebot auswählen und mit der Immobilienfinanzierung starten. Dabei unterstützen Sie unsere Finanzierungsexperten auch weiterhin – vom Abschluss des Kreditangebots bis zur Auszahlung Ihres Immobiliendarlehens.

Fazit zum Thema

Galten in Österreich variable Immobilienkredite lange Zeit als günstigere Möglichkeit, an das begehrte Eigenheim zu kommen, hat sich die Lage aufgrund der Zinswende am Markt dramatisch verändert. Kreditnehmer sehen sich teils mehrfach gestiegener Monatsraten bei der Finanzierung von Haus oder Wohnung gegenüber – für viele ist die finanzielle Belastbarkeit längst überschritten.

Das für Sommer 2023 angedachte Hilfspaket für ins Straucheln geratene Kreditnehmer kommt nun doch nicht. Zugute hätten die Gelder vor allem Jungfamilien kommen sollen. Stattdessen gibt es laut Bankenbranche individuelle Angebote für junge Kreditnehmer – gepaart mit den verschärften Kreditvergabekriterien (KIM-Verordnung) für private Wohnimmobilienkredite.

So bleibt Konsumenten, die sich einer überbordenden finanziellen Belastung in Sachen variablem Immobilienkredit gegenübersehen – bis auf weiteres – nur der Gang zur Bank oder zu einem der zahlreichen Konsumentenschutzvereine, um Alternativen aufzuspüren. Oder eine mögliche Umschuldung zu einem günstigeren Online-Darlehen. Unsere Finanzierungsexperten beraten Sie hierzu unverbindlich und kostenlos.

Video: Oberbank TV – fixe oder variable Zinsen?

https://youtu.be/bt6P00dHVNI

 

Quelle: Oberbank AG /YouTube

FAQ Variable Hypothekarkredite

Was ist ein variabler Kredit?

Bei Darlehensformen mit variablem Zinssatz orientieren sich die Banken an den allgemeinen Leitzinsen der Notenbanken – in der Regel dem EURIBOR bzw. der Europäischen Zentralbank (EZB).
Hierbei können Zinsobergrenzen mit einem geringen Zinsaufschlag beim Abschluss festgelegt werden, um das Risiko bei steigenden Zinsen deutlich zu verringern. Bei vielen Immobilienfinanzierungen war dies nicht der Fall, wodurch variable Hypothekarkredite in den vergangenen Jahren deutlich teuer wurden.

Wie hoch ist der variable und fixe Zinssatz bei Immobilienkrediten in Österreich?

Die Zinssätze für variable Wohnkredite liegen aktuell bei 5,0 % p.a. oder darüber. Fixzinskredite sind mittlerweile günstiger – diese gibt es derzeit ab rund 3,50 % p.a. Seit 2022 haben sich die Zinsen allgemein wesentlich erhöht.

Ist ein variabler Zinssatz zur Baufinanzierung gut?

Ein variabler Zins kann die bessere Wahl sein, wenn man bereit ist, das Risiko einer möglichen Zinserhöhung zu tragen. Sange Zeit waren variable Wohnkredite günstiger als Baudarlehen mit Fixzinsen. Seit der Zinswende hat sich das Bild gedreht: Aktuell müssen Bauherren mit variablen Immobiliendarlehen deutlich tiefer in die Tasche greifen – wer vor Jahren einen Fixzinskredit abgeschlossen hat, profitiert hingegen weiter vom garantierten günstigen Zinssatz.

Werden variable Zinsen sinken oder steigen?

Steigen bzw. sinken die Leitzinsen, so steigt bzw. sinkt auch der variable Zinssatz. Die Kreditrate passt sich also bei variabler Verzinsung während der gesamten Kreditlaufzeit dem neuen Zinsniveau an. Experten gehen davon aus, dass die variablen Zinsen bis Mitte 2024 weiter weiterhin auf dem aktuell hohen Niveau verharren – allerdings ist im Laufe des Jahres mit leicht sinkenden Zinsen zu rechnen.

Warum lohnt sich eine Hypothek?

Die Vorteile einer Hypothek liegen auf der Hand. Weil Banken eine Kreditsicherheit in Form der Hypothek bekommen, fallen die Zinsen auf eine Hypothek in der Regel niedriger aus als die auf eine normale Finanzierung. Zudem ist in den meisten Fällen eine vorzeitige Rückzahlung der Hypothek möglich. Hypothekarkredite sind in Österreich die übliche Form der Immobilienfinanzierung.

Was ist Kim V?

Mit der Kreditimmobilienmaßnahmen-Verordnung (KIM-V) sollten die systemischen Risiken bei Immobilienkrediten verringert und der Schutz von Käufern erhöht werden. Seit Einführung im August 2022 werden die Entscheidungen des Gremiums für Finanzmarktstabilität (FMSG) in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert – denn damit wird sowohl die Kreditvergabe für Eigentum als auch leistbares Wohnen weiterhin erheblich erschwert.

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Heizungserneuerung – Kosten, Förderung & Finanzierung

11. Mai 2024 by Wolfgang Walter

Welche Heizung wird seit 2021 in Österreich gefördert?

Mit dem „raus aus dem Öl“-Bonus wird der Ersatz fossiler Heizsysteme mit Öl, Gas, Kohle, Strom und Allesbrenner durch klimafreundliche Technologien wie Holzheizung, Wärmepumpe und hocheffiziente Nah- oder Fernwärme gefördert. Für Private ab dem 1. Jänner 2024 mit bis zu 75 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Gut so, denn eine neue Heizung kann teuer werden.

Inhaltsverzeichnis

Förderungsaktion um 650 Millionen Euro
Förderaktion „raus aus Öl und Gas“ für Private
Förderaktion für Betriebe & Vereine
Förderungen in den Bundesländern
Kosten und Finanzierung
Fazit, Video & FAQ

Wenn Sie Strom- & Gaspreise vergleichen wollen, besuchen Sie gerne die Seite von durchblicker.at

Hintergrundwissen zum Thema Heizungserneuerung

Um die Klimaziele für 2040 zu erreichen, sollen österreichweit in den kommenden Jahren fossile Heizsysteme mit Öl, Gas, Kohle, Strom und Allesbrenner durch klimafreundliche Technologien ersetzt werden. Im Fokus stehen dabei Holzheizungen, Wärmepumpen sowie die hocheffiziente Nah- und Fernwärme.

Das Ganze ist nicht billig. Finanzielle Unterstützung bietet eine bundesweite Sanierungsoffensive durch Österreichs digitales Amt (oesterreich.gv.at), welche für die Jahre 2021 und 2022 neu gestartet ist.

Heizungserneuerung: Förderungsaktion um 650 Millionen Euro

Die in den Vorjahren stark nachgefragte Förderungsaktion „raus aus Öl und Gas“ wird auch 2021 und 2022 fortgesetzt und im Rahmen der bundesweiten Sanierungsoffensive neu aufgelegt. Die Förderungsaktion soll Privaten und Betrieben den Umstieg von einer fossil betriebenen Raumheizung auf ein nachhaltiges Heizungssystem erleichtern. Bis zu 7.500 Euro an Bundesförderung sind pro Antrag möglich.

Ziel Klimaneutralität 2040: Mit dem Fonds setzt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) einen weiteren konsequenten Schritt zur geplanten Klimaneutralität Österreichs im Jahr 2040.

Budget von 650 Millionen: Für die Förderungsaktion „raus aus Öl und Gas“ und die Sanierungsoffensive 2023/2024 stehen Privaten und Betrieben insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind allein 400 Millionen Euro für den Kesseltausch und die Förderungsaktion „raus aus Öl“ vorgesehen.

Sanierungsoffensive 2021/2022: Im Rahmen der Sanierungsoffensive 2021/2022 werden weiters thermische Gebäudesanierungen für Privatpersonen per Sanierungsscheck unterstützt. Auch für Betriebe, Vereine und konfessionelle Einrichtungen sowie für Gemeinden steht die thermische Gebäudesanierung zur Verfügung.

Heizungserneuerung: Förderaktion „raus aus Öl und Gas“ für Private

Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser: Die Förderungsaktion für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser richtet sich an Eigentümer, Bauberechtigte und Mieter solcher Immobilien. Die Einreichung erfolgt in zwei Schritten mit Registrierung und anschließender Antragstellung. Registrierungen können bei ausreichenden Budgetmittel bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) bis längstens 31. Dezember 2024 online durchgeführt werden. Nach erfolgreicher Registrierung muss der Antrag innerhalb von sechs Monaten online gestellt werden.

Mehrgeschossiger Wohnbau: Die Förderungsaktion für den mehrgeschossigen Wohnbau richtet sich an Gebäudeeigentümer bzw. bevollmächtigte Vertreter wie beispielsweise Hausverwaltungen eines Immobilienkomplexes mit mindestens drei Wohneinheiten. Anträge können hier ebenfalls so lange gestellt werden, wie Budgetmittel vorhanden sind, längstens 31. Dezember 2024. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online direkt bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC).

Tipp: Eine Förderung ist nur für Gebäude im Inland möglich. Es können nur Leistungen gefördert werden, die ab 1. Jänner 2023 erbracht wurden. Informationen zu Registrierung, Antragstellung, Förderungsdetails und Formularen finden Sie auf den Seiten der KPC.

Heizungserneuerung: Förderaktion „raus aus Öl“ für Betriebe, Vereine und konfessionelle Einrichtungen

„Raus aus dem Öl“-Bonus zur betrieblichen Nutzung: Mit der Förderaktion „raus aus Öl“ wird der Umstieg fossiler Heizsysteme auf klimafreundliche Technologien überwiegend betrieblicher Nutzung gefördert. Somit können Gesuche für Förderungsmittel mit Maßnahmen zum umwelt- und klimafreundlichen Heizen von Unternehmen und unternehmerisch tätige Organisationen, aber auch von Vereinen und konfessionellen Einrichtungen eingereicht werden.

Die Antragstellung muss nach der Umsetzung des Projekts zum umweltfreundlichen Heizen online bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) erfolgen. Sie ist allerdings nur bis sechs Monate nach Rechnungslegung möglich – beginnend mit dem Datum der Schlussrechnung der Hauptanlagenteile bzw. -komponenten.

Tipp: Ausführliche Informationen zu Antragstellung, Förderungsdetails und nötigen Formularen finden Interessenten auf den Seiten der KPC.

Heizungserneuerung: Förderungen für Heizungen in den Bundesländern

Investitionen in nachhaltige Heizungssysteme wird weiters je nach Bundesland mit unterschiedlichen Landesförderungen unterstützt. In den meisten Bundesländern gibt es diese Landesförderung zusätzlich zur Bundesförderung. Somit lassen sich die Förderungsmöglichkeiten kombiniert, was eine zusätzliche Ersparnis in Sachen Heizungserneuerung bedeutet. Folgende Fördersätze gelten in den einzelnen Ländern:

Förderung Burgenland: bis zu 10.600 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 3.100 € Landesförderung

Förderung Kärnten: bis zu 13.500 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 6.000 € Landesförderung

Förderung Niederösterreich: bis zu 10.500 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 3.000 € Landesförderung

Förderung Oberösterreich: bis zu 11.400 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 3.900 € (Landesförderung für den Kessel, Öltankentsorgung)

Förderung Salzburg: bis zu 12.000 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 4.500 € Landesförderung

Förderung Tirol: bis zu 15.500 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 8.000 € Zusatz- & Landesförderung (bei 25 % Einmal-Zuschuss)

Förderung Steiermark: bis zu 11.200 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 3.700 € Landesförderung

Förderung Vorarlberg: bis zu 11.500 Euro

  • bis zu 7.500 € Bundesförderung
  • bis zu 4.000 € Landesförderung

Heizungserneuerung: Kosten und Finanzierung

Ob Neubau, Umrüstung auf einen anderen Brennstoff, Installation effizienterer Wärmeabgabesysteme, Sanierung des kompletten Heizsystems eines Gebäudes oder die Kombination mehrerer Heizungen: Möglichkeiten gibt es zahlreich.

Kosten unterschiedlicher Heizungsanlagen: Die vielfältigen Fördermöglichkeiten von Bund und Land sind das eine. Die Frage nach den tatsächlichen Kosten einer neuen Heizungsanlage für Konsumenten aber entscheidend. Die ersten Kosten, die beim Austausch einer Heizungsanlage auf Sie zukommen, sind die Anschaffungskosten sowie die Einbaukosten der Heizung. Hier gilt:

  • Stellen Sie unbedingt einen Vergleich der einzelnen Heizungssysteme auf.
  • Informieren Sie sich über variable Heizungsanlagen, die Sie mit verschiedenen Energiespendern speisen können.
  • Schließlich sind auch kombinierte Heizungssysteme mit mehr als einem Wärmeerzeuger eine interessante Option – beispielsweise moderne Hybrid-Wärmepumpen oder ein Holzkessel mit Pellet-Funktion.

In der folgenden Tabelle haben wir die durchschnittlichen Investitionskosten verschiedener Heizungssysteme zusammengestellt (Haus mit 130 bis 150 Quadratmeter und durchschnittlicher Dämmung)

Anschaffungskosten der gängigsten Heizsysteme im Vergleich

Energieträger & Heizsystem 

Anschaffungskosten 

Weitere Infos

Ölheizung 

15.000 bis 25.000 Euro 

Alte Ölheizungen sind ökologisch bedenklich und verbrauchen sehr viel Energie. Unbedingt auf moderne Brennwerttechnik setzen!

Gasheizung 

15.000 bis 25.000 Euro 

Gasheizungen können als Zentral- oder Etagenheizung installiert werden. Auch hier gilt: energetisch veraltet!

Pelletheizung 

15.000 bis 25.000 Euro 

Pelletheizungen hingegen werden gefördert. Besonders interessant: Die Kombination von Pelletheizung und Solarthermie!

Hackschnitzel – Heizung 

25.000 bis 40.000 Euro 

Hackschnitzelheizungen sind leider sehr teuer. Sie amortisieren sich aber rasch durch sehr niedrige Heizkosten!

Wärmepumpe (Sole-Tiefensonde oder Flächenkollektoren) 

12.000 bis 19.000 Euro 

In Sachen Wärmepumpe ist zu bedenken, dass Tiefenbohrungen sehr teuer und nicht überall möglich bzw. erlaubt sind. Für die Variante mit Flächenkollektoren brauchen Sie den entsprechenden Platz!

Wärmepumpe (Luft) 

10.000 bis 15.000 Euro 

Die Luft – Wärmepumpe ist die kostengünstigste Variante unter den Wärmepumpen. Sie benötigt weiters am wenigsten Platz!

Heizen mit Strom 

500 bis 5.000 Euro 

Elektroheizungen sind günstig in der Anschaffung, der Betrieb von Nachtspeicheröfen aber sehr teuer und ineffizient. Setzen Sie beim Heizen mit Strom lieber auf moderne Infrarotheizkörper!

Sanierungskredite zur Finanzierung: Der kurze Vergleich zeigt: Je nach Heizsystem und Größe der Anlage können die Anschaffungskosten mögliche Förderungen deutlich übersteigen. Für viele Hausbesitzer bedeutet dies die Suche nach einer günstigen Finanzierung. Hier bieten sich neben speziellen Sanierungs- und Modernisierungskredite der Banken und Sparkassen beispielsweise auch Sanierungsdarlehen der österreichischen Förderbank Austria-Wirtschafts-Service (AWS) an. Sanierungskredite ähneln dem hypothekarisch besicherten Immobilienkredit, bieten jedoch mögliche Landesförderungen – in Form von Einmal-Zuschüssen oder als laufender Zuschuss bei der Kreditrückzahlung

Tipp: Günstige Sanierungskredite sind an gewisse Voraussetzungen hinsichtlich Einkommen, Verwendungszweck sowie Wohnsitz (Erst- und Zweitwohnsitz) gebunden. Grundsätzlich hängen diese von der gewählten Bank und dem jeweiligen Bundesland ab. Es muss sich allerdings stets um eine förderwürdige Investition handeln:

Alternativen zum Sanierungskredit: Alternativ zum Sanierungskredit können Sie eine Heizungserneuerung auch per Hypothekarkredit, Bauspardarlehen oder Konsumkredit finanzieren. Hier gelten jeweils folgende Besonderheiten:

  • Hypothekarkredit: Geeignet für kostspielige Sanierungsmaßnahmen, Wahl zwischen variabler und fixer Verzinsung möglich.
  • Bauspardarlehen: Besparter Bausparvertrag als Voraussetzung. Aktuelle Zinsobergrenze bei sechs Prozent auf 20 Jahre, beschränkte Finanzierungssumme.
  • Konsumkredit: Ideal bei kleineren Finanzierungssummen. In der Regel kürzere Laufzeiten mit fixen Zinssätzen.

Tipp: Ein Vergleich der Anbieter von Sanierungskrediten oder alternativen Finanzierungen und deren Konditionen lohnt sich immer. Je nach Summe und Laufzeit lassen sich rasch mehrere Hundert Euro sparen.

Fazit zum Thema Heizungserneuerung

Viele private und gewerbliche Heizungsanlagen in Österreich werden heute noch mit fossilen Energieträgern wie Öl, Gas, Kohle, Strom und Allesbrenner betrieben. Um die angestrebte Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 tatsächlich zu erreichen, muss eine zügige Umstellung auf klimafreundliche Technologien erfolgen.

Hierzu gibt es vom Bund und in den Ländern zahlreiche Investitionsanreize, die eine Heizungserneuerung in Altbauten, beim Um- und Anbau oder im Zuge einer Sanierung und Modernisierung von Gebäuden finanziell erleichtern.

Je nach Auslegung und Größe einer modernen Wärmepumpe, einer hocheffizienten Nah- und Fernwärme oder einer Heizung mit nachhaltigen Rohstoffen übersteigen die Anschaffungs- und Installationskosten mögliche Förderungen oft deutlich.

Gerade für viele Privathaushalte bedeutet dies eine zusätzliche Kreditaufnahme. Bei der Suche nach einer geeigneten Finanzierung gibt es auch hier vielfältige Möglichkeiten – vom bezuschussten Sanierungskredit bis zum klassischen Konsumkredit oder Bauspardarlehen. Bevor Sie eine Finanzierung abschließen, gilt jedoch: Konditionen genau vergleichen und zusätzlich sparen.


Video: Förderungen aktuell – raus, aus dem Öl

Quelle: Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ / YouTube

FAQ Heizungserneuerung

Wie lange hält eine Heizung im Durchschnitt?

Moderne Heizungen besitzen eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Allerdings hängt diese von der Pflege und der regelmäßigen Wartung ab. Vernachlässigen Sie Ihre Heizung, wird sie keine 20 Jahre im Einsatz sein. Bei guter Pflege kann sie auch über 30 Jahre gute Dienste leisten.

Wie viel kostet eine konventionelle Heizungsanlage?

Die Preise von Gasbrennwertheizungen sind mit 6.000 und 10.000 Euro deutlich preisgünstiger als die von Ölheizungen. Fällt die Wahl auf Öl, müssen Sie für die neue Heizung Kosten zwischen 7.000 bis 12.000 Euro einkalkulieren. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen die Kosten für die neue Heizung bei 6.500 bis 9.000 Euro (Ölheizung) bzw. 5.000 bis 8.500 Euro (Gasheizung).

Was kostet eine neue Heizung mit Solar?

Soll es stattdessen eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung sein, steigt die Summe um 8.000 bis 12.000 Euro. Noch einmal 1.000 bis 2.500 Euro extra zahlen Konsumenten, die weder einen Gasanschluss noch einen Gastank haben. Eine neue Gasheizung mit Solar kostet damit je nach Größe zwischen 18.000 und 20.500 Euro

Wie lange darf man in Österreich noch mit Öl heizen?

Seit 2020 sind bei Neubau keine Ölheizungen mehr erlaubt. Seit 2021 sind Ölkessel beim Heizungswechsel untersagt. Ab 2025 gilt: Ölkessel, die älter als 25 Jahre alt sind, müssen getauscht werden. Ab 2035 soll es keine Ölheizungen mehr in ganz Österreich geben.

Welche Heizungssysteme werden in Österreich gefördert?

In Österreich gefördert werden thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung, klassische Raumheizung, betrieblich und öffentlich genutzte Schwimmbadbeheizung sowie die Prozesswärme (Nah- oder Fernwärme).

Welche Heizung wird ab 2024 mit dem „raus aus dem Öl“-Bonus gefördert?

Mit dem neu aufgesetzten „raus aus dem Öl“-Bonus wird der Ersatz fossiler Heizsysteme (Öl, Gas, Kohle, Strom und Allesbrenner) durch eine klimafreundliche Technologie (Holzheizung, Wärmepumpe und hocheffiziente Nah- oder Fernwärme) mit überwiegend betrieblicher Nutzung gefördert.

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Provisionen für Finanzberater bei Geldanlage und Versicherung

3. Mai 2024 by Viktor Kisman

Wie viel Provision bekommt ein Finanzberater?

Finanzberater prüfen die finanziellen Verhältnisse und Möglichkeiten ihrer Kunden. Je nach Vertrag und Produkt erhalten sie dafür Vertriebs- und / oder Bestandsprovisionen von bis zu 20 Prozent und mehr pro Jahr. Bei einem Jahresbeitrag von 1.000 Euro sind das 200 Euro – viel Geld, dass Sie sich mit günstigen Alternativen oft sparen können. Bei Altersvorsorgeverträgen wiederum fallen 2,5 % der „eingezahlten Beiträge“ als Provision an. Klingt nicht nach viel, aber: 40 Jahre Einzahlung zu 200 Euro im Monat ergeben 96.000 Euro Einzahlung insgesamt und damit 2.400 Euro Provision. Diese wird übrigens dem Berater sehr zeitnah ausgezahlt, nicht zeitlich gestreckt.

Hauptsache Provision? So sinnvoll ist ein Finanzberater

Mehr als die Hälfte der Deutschen setzt regelmäßig auf den Rat eines vermeintlich unabhängigen Beraters. Sei es der nette Kundenberater am Bankschalter oder der befreundete Versicherungsmakler. Den alten Slogan „Wir beraten Sie kostenlos!“ glaubt heute kaum noch ein Kunde – schließlich will man es mit einem gut ausgebildeten, informierten und kompetenten Finanzvermittler zu tun haben. Und diese sollen dann kostenlos arbeiten?

Aber wann lohnt es sich wirklich, einen Profi zu fragen? Dies hängt zum einen entscheidend von den Finanz- und Versicherungsprodukten ab, die Sie aktuell benötigen. Und natürlich, wie unabhängig der Fachmann am Ende ist – also von der Art des Beraters und seinen geforderten Provisionen. Unser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick zu gängigen Provisionen wichtiger Versicherungen und Geldanlageprodukten, und zeigt Ihnen mögliche günstige Alternativen auf.

Provisionen bei Versicherungen zur Altersvorsorge

Fast alle Verbraucher sind beim Thema private Altersvorsorge überfordert, können die Unterschiede zwischen den Produkten kaum überblicken und vertrauen daher dem Versicherungsvermittler, der sie berät. Gerade das macht private Rentenversicherungen für Vermittler besonders lukrativ. Verbraucher unterschätzen oftmals die Provisionen für private Altersvorsorgeprodukte, vor allem die Höhe der in den Verträgen einkalkulierten Provision für den Versicherungsvermittler ist kaum geläufig. Umfragen zufolge besteht bei vielen Verbrauchern jedoch ein Interesse an Nettoprodukten – sie wären auch bereit, ein Honorar zu zahlen. Gäbe es solch kundenfreundliche Provisionsregelungen, wäre das ganze Thema der Altersvorsorge plötzlich sehr einfach.

Vertriebsprovision

Für Vermittlung und Abschluss eines Vertrags erhält der Finanzberater eine Provision. Der Gesetzgeber hat die Provision für Rentenversicherungsprodukte wie Riester, Rürup und private Rentenversicherung) auf 2,5 Prozent der Einzahlung begrenzt. Klingt nicht viel, über die Jahre läppert sich das aber, wenn man den Nominalwert betrachtet.

Beispielrechnung: Ein 32-jähriger Versicherungsnehmer spart monatlich 150 Euro in seine Altersvorsorge ein. Bis er mit 67 in Rente geht, hat er in 35 Jahren insgesamt 63.000 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt, bei einer Provision von 2,5 Prozent erhält der Versicherungsvermittler insgesamt 1.575 Euro an Provision. Das entspricht den Einzahlungen des Sparers von über zehn Monaten!

Bestandsprovision

Versicherungen zahlen ihren Maklern oder Agenturen bzw. Banken auch eine Bestandsprovision, dass der Kunde bzw. dessen Versicherung sich weiterhin im Bestand befindet und nicht gekündigt wird. Das betrifft bspw. Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen, aber auch viele weitere. Makler bzw. Agentur stehen dafür regelmäßig und kostenfrei für Fragen zu bestehenden Versicherungen zur Verfügung. Bestandsprovisionen richten sich nach dem Jahresbeitrag. Der Provisionssatz liegt bei 20 bis 25 Prozent. Zudem kann der Vermittler diese Provision Jahr für Jahr einsammeln, solange Sie als Kunde dem Versicherer die Treue hält.

Provisionen bei weiteren Versicherungen

Auch bei sonstigen Versicherungen muss grundsätzlich zwischen Abschluss- und Bestandsprovisionen unterschieden werden. Durch die Vertriebs-/ Abschlussprovision erhält der Vermittler einmalig einen gewissen Prozentsatz der Beitrags- bzw. Versicherungssumme kurz nach Vertragsabschluss. Mit der Bestandsprovision erhält der Vermittler einen prozentualen Anteil des Jahresbeitrags für die Betreuung – solange wie Ihr Vertrag läuft.

In der Praxis gestalten sich die Vertriebs- und Bestandsprovisionen in den verschiedenen Versicherungsbereichen höchst unterschiedlich.

Hier einige gängige Beispiele:

Sachversicherungen: Bei Sachversicherungen, etwa private Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz-, Unfall- oder Wohngebäudeversicherungen, sind oftmals 20 Prozent des Jahresbeitrags im ersten Jahr nach Abschluss fällig. Danach zahlen Sie als Kunde aus Ihren Beiträgen oft eine geringere Bestandsprovision, in der Regel zehn bis 15 Prozent vom Jahresbeitrag. Es gibt auch Verträge, bei denen nur eine jährliche Bestandsprovision von etwa 20 bis 25 Prozent des Jahresbeitrags an den Vermittler gezahlt wird.

Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen: Auch bei Lebensversicherung und BU wird ein Großteil der Provision einmalig an den Vermittler bei Vertragsabschluss bezahlt. Berater erhalten eine Abschlussprovision von 2,5 bis fünf Prozent der Beitrags- bzw. Bewertungssumme. Eine Lebensversicherung mit 100 Euro Monatsbeitrag über 30 Jahre angelegt, kostet beispielsweise bei fünfprozentiger Provision dem Kunden gleich zu Vertragsbeginn 1.800 Euro. Allerdings muss der Vermittler die Provision bei Storno innerhalb der ersten fünf Jahre anteilig zurückzuerstatten.
Zusätzlich zur Abschlussprovision gibt es vielfach eine Betreuungsprovision von rund einem Prozent des Jahresbeitrags – im Beispiel wären das also weitere 12 Euro.

Krankenversicherung: Für die Vermittlung einer privaten Krankenversicherung gibt es hingegen eine gesetzliche Provisions-Obergrenze. Versicherer dürfen maximal neun Monatsbeiträge bei Abschluss zahlen. Zusätzlich bekommt der Versicherungsberater maximal vier Prozent des Jahresbeitrags als laufende Betreuungsprovision. Kostet Ihre PKV beispielsweise monatlich 500 Euro, kann der Vermittler bei Abschluss auf eine Provision von 4.500 Euro hoffen. In den Folgejahren bekommt er dann für jedes weitere Vertragsjahr zusätzlich 244 Euro.

Kfz-Versicherung: Auch der stark umworbene Kfz-Bereich hat eine Sonderstellung inne. Für die zu den Sachversicherungen zählende Kfz-Police erhält der Vermittler in der Regel nur eine laufende Bestandsprovision von sieben bis neun Prozent des Jahresbeitrags.

Provisionen bei der Geldanlage

Auch Anlageberater der Banken und Fondsvermittler streichen Provisionen für ihre Dienste ein, was vielfach zu hohen Kostenbelastungen bei der Geldanlage führt. Wird ein Finanzprodukt abgeschlossen, machen Sie in der Regel anfänglich ein Minus, da die mit dem Kauf verbundenen Kosten als Abschlusskosten von Ihrem Guthaben abgezogen werden. Wie sieht nun die Kostenbelastung bei verschiedenen Geldanlagen in der Praxis aus?

Abschlussprovisionen

Produktanbieter zahlen Provisionen an Banken oder Vermittler für den Vertrieb ihrer Produkte. Klassische Sparprodukte wie Konten, Karten, Sparpläne sowie Tages- und Festgelder sind – bis auf das Filialgeschäft – heute völlig kostenlos zu haben. Anders sieht es allerdings bei Aktien, Fonds und Zertifikaten aus: Hier werden Abschlussprovisionen als Ausgabeaufschlag oder auch Agio prozentual fällig – die Höhe der Kosten hängen also vom Anlagebetrag ab. Investieren Sie beispielsweise 100.000 Euro in einen Fonds und die Provision beträgt zwei, drei oder fünf Prozent, gehen bis zu 5.000 Euro sofort an die Bank oder den Vermittler. Die Abschlussprovisionen variieren hier von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich.

Bestandsprovisionen und Vertriebsfolgeprovisionen

Mit den Abschlusskosten geben sich Banken und Vermittler allerdings auch für die meisten Geldanlageprodukte nicht zufrieden. Zusätzlich werden auch sogenannte Bestandsprovisionen oder Vertriebsfolgeprovision von Kunden verlangt. Die Bestandsprovisionen zahlen die Produktanbieter jedes Jahr an die Banken und Vermittler, solange sich Ihr Produkt im Depot befindet. Für einen Aktienfonds können das beispielsweise jährlich schnell 0,5, ein oder mehr Prozent der Anlagesumme sein. Halten Sie als Anleger Ihren Fonds entsprechend lange, summieren sich die Bestandsprovisionen mit der Zeit auf stattliche Summen, die selbst hohe Abschlussprovisionen übersteigen können. Stehen hier keine konkreten Leistungen seitens des Vermittlers zur Verfügung, ist das rausgeworfenes Geld. Vor allem bei Versicherungspolicen auf Fondsbasis werden sehr hohe Bestandsprovisionen eingenommen.

Laufende Kosten – Verwaltungsgebühr und Transaktionskosten

Den Großteil der Kosten verursachen allerdings die Produktgeber mit den laufenden Kosten selbst – mit Verwaltungsgebühren und Transaktionskosten der Produkte.

Verwaltungsgebühr: Verwaltungsgebühren – oft auch Managementgebühren genannt – werden jährlich in Höhe eines festgelegten Prozentsatzes berechnet und Ihnen als Anleger vom Kapital abgezogen. Darin enthalten sind die Kosten für das Management und die Betriebskosten, sowie die Bestandsprovisionen für den Vermittler. Die laufenden Kosten von beispielsweise aktiv gemanagten Fonds liegen schnell zwei Prozent und mehr pro Jahr auf das angelegte Vermögen.

Transaktionskosten: Zusätzlich entstehen durch jedes Handeln an der Börse sogenannte Transaktionskosten. Diese verschlingen im Schnitt weitere 0,5 bis ein Prozent Ihrer Anlagerendite. Zusätzlich nimmt sich das Fondsmanagement – zumindest am europäischen Markt – auch gerne eine Erfolgsprämie, die sogenannte Performance Fee. Diese schlägt durchschnittlich um weitere 0,5 Prozent zu Buche. Kombinieren Sie aktive Fonds zusätzlich mit Versicherungsprodukten, entstehen noch weitere Kosten auf Versicherungsebene, was Ihre Rendite pro Jahr um über ein bis zwei Prozent verringert. So bleibt Anlegern unterm Strich vielfach nicht einmal die Hälfte der möglichen Rendite.

Günstige Alternativen – ETFs und Honorarberatung

Viele Verbraucher sind der Meinung, dass sich die Qualität der Finanzberatung über den Preis regelt. Was nichts kostet, ist nichts wert – so lautet der Glaube in Bezug auf Geldanlageprodukte und Versicherungen. Leider handelt es sich hier um einen fatalen Irrtum. Die Folge: Versicherungen werden überteuert abgeschlossen, von möglichen Renditen bei der Geldanlage bleibt nur ein Bruchteil beim Anleger hängen.

Indexfonds / ETFs ohne Provision

Eine ganze Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt: Fonds mit niedrigen Kosten steigern Ihre Rendite deutlich. Auch bringt passives Investieren mit Indexfonds dauerhaft einen Rendite- steigernden Effekt gegenüber aktiven Anlagestrategien.

Sind Sie also auf der Suche nach kosteneffizienten Lösungen, so kommen Sie als Anleger an den, vergleichsweise günstigen Indexfonds und ETFs nicht vorbei. Deren Handel erfordert kein aktives Management und produziert folglich keine hohen Transaktionskosten. Sie bilden einfach passiv einen gängigen Index wie beispielsweise den DAX 30, den ATX oder den Dow Jones, bestimmte Branchen oder Länder sowie festverzinsliche Wertpapiere wie beispielsweise europäische Staatsanleihen ab. Dadurch fallen die Kosten der Fonds deutlich geringer aus. Baut Sie sich als Anleger ein breit diversifiziertes Weltportfolio auf Indexbasis, so liegen die laufenden Kosten eines solchen Depots bei lediglich 0,20 bis 0,30 Prozent pro Jahr – je nach Ihrer persönlichen Risikoneigung. Hier entfallen also sowohl prozentuale Abschlusskosten als auch die teils teuren Bestandsprovisionen komplett weg.

Günstige Finanzprodukte und Versicherungen mit Honorarberatung

Zur passenden Versicherung ohne Provision – auch das geht, mittels einer sogenannten Honorarberatung. Anstelle einer Provision für die Vermittlung einer Versicherung oder eines Auftrags erhält ein unabhängiger Berater ein Honorar vom Endkunden selbst. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Honorarberater Ihnen als Kunde nicht etwa Produkte und Dienstleistungen verkauft, von denen er selbst vorrangig profitiert, sondern die, die für seinen Kunden am nützlichsten sind. Honorarberater gibt es sowohl in der Finanz- als auch in der Versicherungswirtschaft.

Die Honorarberatung für Finanzprodukte ist gesetzlich geregelt, erfordert einen Sachkundenachweis sowie eindeutige Information über Provisionen oder Kooperationen mit Anbietern von Finanzanlageprodukten.
Bei der Honorarberatung zu Versicherungsprodukten gilt hingegen, dass der Versicherungsberater eine Gewerbeerlaubnis vorweisen muss. In seiner Eigenschaft als Berater darf er dann keine Vermittlung – sprich Verkauf – einer Versicherung vornehmen. Die Honorarberatung für Versicherungen wird deshalb in Deutschland zumeist von Versicherungsmaklern angeboten.

Vorteile und Nachteile der Honorarberatung

Da der Honorarberater vom Kunden bezahlt wird, kann er eine neutrale Beratung gewährleisten – unabhängig von der Umsetzungsbereitschaft des Kunden und ohne Abschlussdruck.

Der Berater stellt lediglich Informationen bereit, die tatsächliche Umsetzung des angeratenen Konzepts liegt am Ende beim Kunden. Die Honorierung erfolgt also auch ohne tatsächliches Investment- oder Vorsorgeergebnis.

Gerade bei hochwertigen Verträgen kann der Kunde tatsächlich viel sparen – er muss keine zusätzlichen Provisionskosten schultern und die Höhe des Honorars ist bei teuren Verträgen verhältnismäßig günstig.

Es besteht ein Unverbindlichkeitsrisiko, das allein der Kunde trägt. Schließt er den empfohlenen Vertrag nicht ab, oder erhält er die aktuellen Konditionen nicht mehr, muss der Kunde dennoch das volle Honorar zahlen.

Kosten entstehen dem Kunden nur dann, wenn der Honorarberater wirklich tätig wird.

Der Honorarberater arbeitet eigenständig und unabhängig. Mitunter muss der Kunde länger auf eine Beratung warten.

Auswahlmöglichkeiten und Transparenz sind deutlich größer als bei der Provisionsvermittlung.

Neben den Honorarkosten werden zusätzlich 20 Prozent Umsatzsteuer fällig.

Wichtig: Die Honorarberatung ist eine recht junge Form der Finanz- und Versicherungsberatung und die Begriffe Honorarberater und Honorarberatung sind nicht gesetzlich geschützt. Darum sollten Sie darauf achten, ob Sie es wirklich mit einem unabhängigen Berater zu tun haben.

Verbraucher-Tipp Finanzberatung: Werden Sie selbst zu Fachmann und Fachfrau

Vieles geht günstiger: Professionelle Finanz – und Anlageberatung ist nicht immer nötig. Als Privatkonsument können Sie Ihre Finanzen in vielen Fällen problemlos auch selbst managen. Wollen Sie sich beispielsweise mit verschiedenen Anlagestrategien beschäftigen, klassische Sparkonten und Ihr erstes Depot anlegen oder Sachversicherungen für den täglichen Bedarf abschließen, wird das in jedem Fall mehrere Tage Recherche bedeuten – aber es ist möglich und meist günstiger.

Mehr wissen bringt Vorteile: Abgesehen davon, dass Sie damit jede Menge Geld sparen, hat das Ganze einen prima Nebeneffekt: Sie werden zum eigenen Profi in Sachen Versicherung und Geldanlage: Produkte am Markt kennenlernen, verstehen, wie diese funktionieren und fühlen, ob sie zu Ihrem Versicherungsbedarf oder Ihren Geldanlagezielen passen.

Beratung kritisch hinterfragen: Die Devise lautet kritisch bleiben. Wie Sie selbst wollen Finanzberater ihr Geld verdienen – das sollten Sie stets im Hinterkopf behalten. Daher ist es letztlich immer gut, mehrere Angebote von verschiedenen Beratern einzuholen – sei es direkt vor Ort oder durch Recherche in Vergleichsportalen.

Fazit: Wann ein Berater tatsächlich sinnvoll sein kann

Guter Rat ist Gold wert, lautet bekanntlich ein alter Spruch. Aber wann ist ein Rat ein guter Rat? Und wann sollten Sie vorsichtig sein und besser selbst Ihre Finanzen in die Hand nehmen? Um das zu prüfen, sollten Finanz-Neulinge immer eines im Hinterkopf behalten: Lange nicht jeder Berater arbeitet wirklich unabhängig, sprich ohne fette Provisionsaussichten oder gar einen Anbieter im Rücken.

Die meisten einfach Anliegen – beispielsweise die Suche nach einem günstigen Girokonto, eine klassische Spar- oder Fondsanlage oder der Abschluss einer Haftpflichtversicherung – lassen sich problemlos auch online und ganz ohne externe Beratung erledigen. Hier helfen Ihnen unsere Vergleichsrechner. 

Andererseits gibt es auch solche Anliegen, bei denen der Rat des Fachmanns tatsächlich hilfreich sein kann. Beispielsweise der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenkasse, bei dem man mit hunderten von Angeboten und komplizierten Klauseln konfrontiert wird, ist Beratung für die richtige Entscheidung durchaus angebracht.

Auch wer die eigene Altersvorsorge plant oder mit dem Gedanken eines Immobilienkaufs spielt, sollte durchaus einen Experten zurate ziehen. Schließlich müssen hier in der Regel langfristige Entscheidungen vereinbart und hohe Summen finanziert werden.

Wiederum spezielle Fälle sind schließlich auch solche Kunden, die kaum wissen, was sie mit ihrem ganzen Geld machen sollen: Weil sie beispielsweise eine Immobilie verkauft oder eine große Summe geerbt haben. Für diesen Kunden ist eine spezielle Vermögensverwaltung durch einen Profi anzuraten.

FAQ Provisionen für Finanzberater

Was ist eine Vermittlerprovision?

Der Begriff Provision ist definiert als das Entgelt, das ein Unternehmer für einen vermittelten Geschäftsabschluss bezahlt. Hierfür wird die Beteiligung von drei Geschäftsparteien zugrunde gelegt: Unternehmer, Vermittler und Kunde.

Welche Arten von Provisionen gibt es?

Vermittlerprovision: Diese wird vom Produktanbieter oder der Plattform einmalig an die Berater gezahlt, wenn Sie das Produkt kaufen oder den Vertrag abschließen.
Bestandsprovision: Diese wird vom Produktanbieter oder der Plattform an die Berater gezahlt, solange Sie das Produkt halten.

Was kostet eine Stunde Finanzberatung?

Die Kosten einer Finanzberatung hängen ab vom Stundensatz des Beraters. Üblicherweise liegen die Kosten pro Stunde zwischen 70 und 130 Euro. Bei einer klassischen Honorarberatung wird der Finanzberater direkt vom Kunden bezahlt.

Wie hoch ist die Provision für Versicherungsmakler?

Oft fließt die angedachte Laufzeit des Versicherungsvertrages in die Berechnungen der Versicherungsmakler Provision mit ein. Bei Krankenversicherungen erhalten Versicherungsmakler im Durchschnitt beispielsweise eine Courtage in Höhe von sieben Monatsbeiträgen.

Wie verdient ein unabhängiger Finanzberater sein Geld?

Finanzberater prüfen die finanziellen Verhältnisse und Möglichkeiten ihrer Kunden. Sie arbeiten ein Vermögen bildendes Konzept aus, welches immer individuell auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten ist. Prozentual verdienen sie dann ihr Honorar für die geleistete Arbeit.

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Neubau oder Bestandsimmobilie – was lohnt sich wann?

2. Mai 2024 by Wolfgang Walter

Wo liegen die Vor- und Nachteile von Bestandsimmobilien oder Neubauten?

Bestandsgebäude wurden im Vergleich zu Neubauten meist auf größeren Grundstücken errichtet, wer Glück hat, entgeht einer teuren Sanierung. Neu errichtete Wohnobjekte punkten mit einer sehr guten Energieeffizienz und bieten hohe Flexibilität. Welche Vorteile beide Varianten haben und welche Rolle die Art der späteren Nutzung der Immobilie spielt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Baufinanzierung oder Ratenkredit vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Neubau: Energieeffizienz & Flexibilität
Bestandsimmobilie: Charme & Größe
Neubau oder Bestand: Kostenvergleich
Vor- und Nachteile
Mehr Kostenkontrolle
Fazit, Video und häufige Fragen

Neubauimmobilie – Energieeffizienz und Flexibilität

Wenn Sie sich für eine Neubauimmobilie entscheiden, stellt sich vorderst die Frage: Haus oder Eigentumswohnung. Auch ob das Objekt bereits fertig gebaut ist oder noch gebaut wird, spielt eine wichtige Rolle. Um in einen Neubau zu investieren, haben Sie also vier Möglichkeiten:

  • ein bestehendes Haus als Neubau kaufen
  • geplantes Haus als Neubau vom Bauträger erwerben
  • eine bestehende Neubauwohnung kaufen
  • geplante Eigentumswohnung vom Bauträger erwerben

Individuell nach Wunsch: Ist Ihre Immobilie erst noch in Planung, können Sie bei der räumlichen Gestaltung sowie bei Ausstattungsmerkmalen und der Auswahl der Baumaterialien meist Ihre persönlichen Wünsche mit einbringen. Bei einem Haus sind die Gestaltungsmöglichkeiten sehr groß, bei einer Neubauwohnung hingegen eher eingeschränkt. Im Regelfall werden Mehrparteienimmobilien bereits fertig geplant und dann die einzelnen Eigentumswohnungen im Objekt zum Erwerb angeboten. Auch wenn Sie als Käufer den Grundriss der Neubauwohnung vielleicht nicht mehr beeinflussen können, lassen sich Inneneinrichtung und Ausstattung vollständig selbst bestimmen. Manche Bauträger bieten dir dafür gleich die passenden Optionen an.

Modern und kosteneffizient: Weiters haben Sie einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch
und müssen sich in den ersten Jahren keine Sorgen um teure Reparaturen machen. Zudem sind Neubauten mit moderner Technik ausgestattet und erreichen eine deutlich höhere Energieeffizienz. Mit dem Kauf einer Passiv- oder Niedrigenergieimmobilie sparen Sie auf lange Sicht zusätzlich Nebenkosten. Auch der Wiederverkaufswert liegt ungleich höher.

Höherer Preis je nach Lage: Hingegen liegt der Kaufpreis eines Neubaus vom Bauträger in den meisten Fällen deutlich höher als der Erwerb einer vergleichbaren Bestandsimmobilie gleicher Lage. Da in beliebten Gegenden und Ballungsräumen kaum noch Grundstücke für Einfamilienhäuser vorhanden sind, müssen Interessenten sehr tief in die Tasche greifen oder Richtung Peripherie ausweichen. Hingegen stehen die Chancen auf den Kauf einer Neubauwohnung in Zentrumsnähe sehr gut – auch bei Eigentumswohnungen gilt: je zentraler, desto höher die Nachfrage und umso höher die Preise.

Bestandsimmobilie – Charme und Größe

Ob Eigentumswohnung oder Haus – Bestandsimmobilien müssen nicht erst gebaut werden, sie sind sofort bezugsfertig und je nach Baujahr und Zustand fallen lediglich einige Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten an.

Bezugsfertig und günstiger: Einer der Hauptvorteile von Bestandsimmobilien ist deren Bezugsfertigkeit direkt nach dem Kauf. Weiters sind Wohnräume und zugehörige Grundstücke in der Regel größer als die aktuell erhältlichen Parzellen. Zudem haben ältere Immobilien ihren eigenen Charme – etwa als stilvolle Jahrhundertwende-Villen gemütliche Bauernhäuser oder Altbauwohnungen. Schließlich müssen Käufer gebrauchter Häuser und Wohnungen meist deutlich weniger in die Kassa greifen als beim Neubau.

Sanierung und Unterhalt beachten: Zu beachten sind allerdings Kosten für etwaige Reparatur- und Sanierungsarbeiten – insbesondere, wenn gravierende Baumängel erst nach dem Kauf zutage treten, sind diese nur schwer kalkulierbar. Je älter Haus oder Wohnung sind, desto mehr Geld sollten Sie für überraschende Instandhaltungsarbeiten parat haben. Weiters gilt es vor dem Kauf einer Eigentumswohnung Hausgeld, Sonderumlagen sowie Regelungen zu Sonder- und Gemeinschaftseigentum von der jeweiligen Wohnungseigentümergemeinschaft zu erkunden.

Hohes Potenzial für Wertsteigerung: Im Gegensatz zu Neubauten von der Stange steigen Bestandsimmobilien in guten Lagen teils überdurchschnittlich im Wert. Wohnraum ist vor allem in Großstädten sehr begehrt und selbst wenn nach dem Erwerb zunächst höhere Kosten auf Eigentümer zukommen, kann die Wertsteigerung der Immobilie diese Mehrausgaben rasch kompensieren.
Wichtig: Vor dem Kauf einer Bestandswohnung sollten Sie bereits wissen, ob Sie Ihre Immobilie zu eigenen Wohnzwecken erwerben oder diese als Renditeobjekt zur eigenen Altersvorsorge dienen soll.

Neubau oder Bestand – die Frage nach den Kosten

In Sachen Kosten unterscheiden sich Neu- und Bestandsimmobilien teils deutlich. Dies gilt sowohl für Grund und Boden, Baukosten sowie anfallende Nebenkosten:

Grundstück und Nebenkosten

Während beim Kauf älterer Immobilien die Erschließungs- und Grundstückskosten bereits im Endpreis enthalten sind, müssen diese beim Neubau hinzugerechnet werden. Dabei sind Grundstückspreise sehr regionsabhängig: wo Bestandsimmobilien hohe Preise erzielen, sind auch die Grundstücke recht teuer – und umgekehrt. In ländlichen Gegenden gibt es den Quadratmeter mit etwas Glück oft unter 100 Euro, in Toplagen schießen die Preise gut und gerne auf 1.000 Euro und mehr.

Egal ob Bestandsimmobilie oder Neubau, Interessenten sollten weiters auf die anfallenden Nebenkosten achten. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Kosten für Baugenehmigung, Vermessungsarbeiten, Lageplan oder Bodengutachten
  • Erschließung des Grundstücks mit Wasser, Abwasser, Strom und Gas
  • Kosten für Rodungen, Trockenlegungen oder Abriss bestehende Gebäude
  • Preis für eine befestigte Baustraße oder Zufahrtswege
  • laufenden Kosten für Baustrom und -wasser und nötige Bauversicherungen
  • Gutachter- und Architektenhonorare

Festpreisangebote vom Bauträger

Ratgeber zum Download


Wer sich beim Neubau eines Einfamilienhauses an einen Bauträger oder Fertigteilhaushersteller wendet, kann in der Regel mit einem Festpreisangebot rechnen, dass das gesamte Projekt finanziell übersichtlicher und günstiger gestaltet. Wichtig dabei: Achten Sie genau darauf, was in dem genannten Festpreis enthalten ist. Begriffe wie schlüsselfertig und bezugsfertig können je nach Anbieter höchst unterschiedlich ausgelegt werden.

Architektenhaus mit Kostenschätzung

Ein klassisches Architektenhaus hingegen basiert auf einer Kostenschätzung des beauftragten Architekten. Ihr Architekt wird Ihnen zum Thema Kosten in der Regel keinen konkreten Festpreis nennen, sondern bestenfalls eine ungefähre Kalkulation pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Quadratmeterpreis eines durchschnittlichen Einfamilienhauses in Österreich liegt aktuell etwa zwischen 1.000 Euro und 2.000 Euro – je nach Haustyp, Bauweise, Ausstattung und persönlichen Bedürfnissen. Allerdings gibt es in der Praxis nach oben hin preislich kaum Grenzen, denn jedes Extra lässt die Kassa klingeln. Weiters enthalten die Preisspannen keine Außenanlagen, sie beziehen sich ausschließlich auf die zu errichtende Immobilie.

Neubau vs. Bestandsimmobilie: Vor- und Nachteile im Überblick

                Gebäudeart  Vorteile  Nachteile
Neubauimmobilie  keine Instandhaltungs-kosten in den ersten Jahren

technisch auf dem neuesten Stand

hohe Energieeffizienz und geringere Energiekosten

Option der Mitgestaltung

Neubauwohnungen auch in Zentrumsnähe von Städten vorhanden

Meist höherer Kaufpreis

Neubauten sind nicht immer sofort bezugsfertig

Höherer Organisations-aufwand beim Bau

Infrastruktur meist erst in der in Entwicklung

 

Bestandsimmobilie  Meist niedrigerer Kaufpreis

Immobilie mit persönlichem Charme

höhere Chancen für Objekte in Ballungsräumen

meist gut ausgebaute Infrastruktur

Sanierungs- und Instandhaltungskosten schwer kalkulierbar

Risiko unbekannter
Baumängeln

Meist geringfügige Umgestaltungsmöglichkeit

weitere Kosten durch energetische Baumaßnahmen

Mehr Kostenkontrolle: Eigenleistung, Ausstattung, Faktor Zeit

Wer mehr Zeit als Geld hat und sich etwas einschränkt, kann zusätzlich an der Kostenschraube drehen und die Finanzierung seines Eigenheims dadurch deutlich günstiger gestalten.

Eigenleistung: Ein hoher Anteil an Eigenleistung spart die immensen Lohnkosten für Handwerker und Facharbeiter. Hier gilt natürlich: viele Hände erreichen auch viel. Eine große Familie, ein umfangreicher Freundeskreis oder fleißige Kollegen sind klar von Vorteil. Als Eigenleistung eignen sich sämtliche nicht sicherheitsrelevanten Arbeiten – vom Außenputz über Fliesenlegen bis zur Wand- und Deckengestaltung. Allerdings sollten Sie Ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen und mögliche Einsparpotentiale vorab vom Architekten oder Bauträger erstellen lassen.

Ausstattung: Mehr Geld als durch Eigenarbeit lässt sich mit einer kostengünstigen Ausstattung sparen. Möglichkeiten ergeben sich insbesondere im Bereich Küche, Bad, Fenster und Türen sowie Elektrik: Einfache Nasszelle mit schlichten Fliesen und preiswerten Armaturen statt Wellnessoase mit Whirlpool, gebrauchte intakte Einbauküche statt 40.000-Euro-Küche aus dem Möbelprospekt oder zweckmäßige Steckdosen, Schalter und Lampen statt Designerware – das alles wirkt wahre Kostenwunder.

Zeitfaktor: Schließlich bringt auch der Faktor Zeit bares Geld. Wer die eben genannten Dinge erst mit den Jahren durch ein Luxusambiente ersetzt oder seine Immobilie erst nach und nach mit teurem Pool, Gartensauna und Designerterrasse verschönert, überfordert das begrenzte Budget samt hoher Kreditkosten nicht schon von Beginn an.

Kurzes Fazit

Wohnung oder Haus, Neubau oder Bestandsimmobilie: Für viele ist es eine Glaubensfrage, für die allermeisten von uns letztlich aber eine Kostenfrage. Mögen Bestandsimmobilien ein hohes Charmepotenzial besitzen, ein großer Garten und die Wohnung mit Deckenstuck den Jugendtraum erfüllen – am Ende gilt es eine intakte Immobilie zu erwerben und mögliche Folge- bzw. Instandsetzungskosten von Beginn an einzukalkulieren.

Gleiches gilt für den Bau oder Kauf neuer Wohnungen und Häuser nach individuellen Wünschen. Der Faktor Energieeffizienz ist heute wichtiger denn je, der Faktor Nebenkosten allerdings auch – gerade hier verschätzen sich so manche Häuslebauer in Österreich leider gewaltig.


Video: Neubau oder Bestandsimmobilie?

Quelle: Jörg Somborn Baufinanzierungen / YouTube

 

FAQ Neubau und Bestandsimmobilie

Was gilt als Neubau in Österreich?

Der Begriff Neubau gilt in der Regel bis zum Zeitpunkt der ersten umfassenden Sanierung – meistens aber nur fünf Jahre lang. Als Neubauwohnungen werden im österreichischen Mietrechtsgesetz Objekte bezeichnet, die nach dem 30.06.1953 (Mietwohnungen) bzw. nach dem 08.05.1945 (vermietete Eigentumswohnungen) errichtet wurden.

Ist eine Kernsanierung ein Neubau?

Ein kernsaniertes Haus oder eine kernsanierte Wohnung kommen einem Neubau gleich. Beim Erwerb solcher Immobilien ersparen sich Bauherren viel Aufwand, Ärger und letztlich auch hoher Kosten in den folgenden Jahren. 

Was ist besser – Alt- oder Neubau?

Neubauten haben gegenüber einem Altbau den Vorteil, dass sie eine merkliche modernere Technik, effiziente Dämmung und letztlich eine hohe Energieersparnis in Aussicht stellen. Sie kosten allerdings in der Anschaffung um einiges mehr als Bestandsbauten.

Warum Sanierung von Bestandsimmobilie statt Neubau?

Bei einer Sanierung kann man die vorhandene Bausubstanz mitsamt ihrer grauen Energie weiter nutzen. Natürlich werden auch hier im Rahmen des Umbaus Ressourcen verbraucht, aber deutlich weniger, als wenn ein Gebäude abgerissen, der Bauschutt entsorgt und auf dem Grundstück schließlich ein Neubau errichtet wird

Werden Immobilien wieder günstiger in Österreich?

Wohnungen und Häuser dürften heuer etwas billiger werden. In Österreich rechnen Experten mit einer Verbilligung um fünf Prozent, nachdem im Vorjahr die Preise im Schnitt um zehn Prozent zugelegt haben. Nach Jahren drastisch steigender Immobilienpreise dürfte es 2023 zu einer ersten Beruhigung am Markt kommen.

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