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Pandemie, Krieg, Inflation: Geldanlage in Krisenzeiten

28. Dezember 2023 by Wolfgang Walter

Warum ändert sich das Anlageverhalten in Österreich?

Pandemie, Krieg in der Ukraine und Klimakrise führten weltweit zu Lieferengpässen, stark ansteigenden Preisen bei Energie, Güter und Dienstleistungen, und katapultiere die Inflation in Österreich nahe der Zehn-Prozent-Marke. All das zwingt Österreichs Anleger zum Umdenken: Das geliebte Sparkonto wirft zu wenig Rendite ab, Immobilien und Edelmetalle wollen oder können sich viele nicht leisten, und bei Investments an den Aktienmärkten hat so mancher weiter seine Bedenken.

Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation veränderten alles

Der Krieg in der Ukraine hat Corona weitgehend aus den Schlagzeilen gedrängt. Die massiven Sanktionen treffen längst nicht nur die Verursacher der Krise. Die ohnehin hohen Energiepreise explodieren förmlich und haben massive Auswirkungen auf unseren Alltag.

Aber auch die Spuren der Corona-Pandemie treten in der Wirtschaft immer deutlicher zutage. Viele Branchen wie Gastronomie, Veranstaltungswirtschaft oder Messewesen leiden massiv, Industrie und verarbeitendes Gewerbe kämpfen mit Lieferengpässen, Energieknappheit und Produktionsausfällen.

Schließlich machen die Kosten der Transformation zur klimaneutralen Wirtschaft viele teurer und tragen dazu bei, dass die Preise auf breiter Front stark ansteigen. So hat der Euroraum seit geraumer Zeit mit historischen Inflationsraten, um die zehn Prozent, zu kämpfen. Weiters tragen Faktoren wie der demografische Wandel oder die Umkehr der Globalisierung dazu bei, dass mit einer längerfristigen Inflationsentwicklung zu rechnen ist.

Was heißt das alles für Anleger? Schon lange ist klar, dass früher erfolgreiche, einfache Anlagestrategien nicht ausreichen, um mit dem Gesparten die Kaufkraft zu erhalten. Sie schwindet bei anhaltend niedrigen Zinsen zusehends. Alternativen zu Sparbuch und Festgeld sind gesucht: Doch welche kommen infrage? Und was gilt es dabei zu beachten? Ein kleiner Überblick.

Steigende Zinsen – gut oder schlecht für Sparer und Kreditnehmer?

In ihrem Kampf gegen die Inflation heben Notenbanken wie Fed und EZB die Zinsen fast monatlich an. Allerdings werden diese nur zu den Teilen weitergegeben, wo auch Banken mal wieder die Nutznießer sind. Also kaum auf den Giro- und Sparkonten der Konsumenten, sodass diese von einer nennenswerten Guthabenverzinsung profitieren. Dafür aber bei allen Finanzierungen, wenn wir beispielsweise Geld bei den Banken für Konsumgüter oder Immobilien leihen.

Somit wird der Österreicher liebstes Kind – das Sparkonto und die Immobilie – für viele von uns wieder zum Problemfall. Zwar scheinen die Preise von Wohnungen und Häuser ihren Zenit erreicht zu haben, die Zinsen für deren Finanzierung steigen aber aktuell deutlich. Konnten Häuslebauer noch Anfang des Jahres 500.000 Euro mit einem Zinssatz von 1,5 Prozent (gut 600 Euro) finanzieren, liegt dieser aktuell bei rund 4 Prozent (rund 1.600 Euro) – eine dreifach höhere monatliche Belastung!

Die Folge: Für viele Familien wird der Traum vom Eigenheim zunichtegemacht, die Kapitalanlage ist für Anleger trotz gestiegener Rendite weiter nur selten attraktiv. Im Kampf gegen die eigene Teuerungsrate bleibt nur eine einzige Alternative: Wertpapiere wie Aktien und Fonds. Ausgerechnet diesen Anlagen stehen viele Österreicherinnen und Österreicher – vor allem in Krisenzeiten – skeptisch gegenüber.

Langfristig locken gute Renditen

Und dies ist ein ausgemachter Fehler. Denn, wer in Sachen Geldanlage an der Börse einen langen Atem beweist, hat über die Jahre beste Chancen auf sehr hohe Renditen. Krisenzeiten wie jetzt mit korrigierenden Aktienmärkten sind ideal zum langfristigen Inflationsausgleich und die eigene Altersvorsorge.

Beispiel aus der jüngeren Historie: Die vergangenen 100 Jahre der weltweiten Aktienmärkte haben gezeigt, dass 99 Prozent aller Krisen keine Relevanz auf langfristige Geldanlagen hatten. Wer beispielsweise kurz vor der Lehman-Pleite 2008 in den Markt eingestiegen ist und seine Aktien gehalten hat, kann sich heute über eine solide Rendite von rund 200 Prozent freuen – vornehmlich mit US-Werten.

Energie und Konsumgüter bleiben eine sichere Bank

Um kurz- und mittelfristig auf die hohe Inflation zu reagieren, können Anleger ihr Portfolio entsprechend ausrichten und beispielsweise in Aktien und Aktienfonds von Unternehmen investieren. Unternehmen können steigende Kosten mit höheren Preisen an ihre Kunden weitergeben. Steigen die Gewinne der Aktiengesellschaften, laufen auch die Aktienkurse nach oben. Dies gilt insbesondere für Unternehmen der Konsumgüterbranche, Energieförderkonzerne oder – angesichts der veränderten Sicherheitslage – neuerdings auch im Bereich der Rüstungsindustrie.

Aussichtsreiche Branchen in der Krise

Bei lebenswichtigen Dingen wie Energie und Lebensmittel haben Konsumenten kaum eine Möglichkeit, auf Konsum zu verzichten. Ähnlich ist es bei Rohstoffen, deren Preise im Zuge der geopolitischen Spannungen auf breiter Front steigen. Neben Öl und Gas sind es gerade für die europäische Industrie wichtige Metalle wie Kupfer, Nickel, Aluminium oder Platin, die in Russland gefördert werden. Steigende Rohstoffkosten spielen aber auch Bergbaukonzernen in die Karten. Aktien solcher Unternehmensbranchen erhalten gerade in Krisenzeiten deutlichen Rückenwind.

Tipp: Wer als Anleger nicht in Einzelwerte investieren möchte, kann mit Fonds, Indexfonds (ETFs) und Zertifikaten auf steigende Kurse ganzer Branchen oder Regionen setzen. Vorteil: Das Portfolio ist weit gestreut und deutlich krisensicherer. Zudem lässt sich – beispielsweise im Falle von ETFs – durch günstigere Handelskosten die eigene Rendite weiter erhöhen.

Nachhaltig investieren und anlegen

Trotz der aktuellen Krisenlage sollten sich Anleger natürlich die Frage stellen, mit welchen Unternehmensbeteiligungen sie sich am sichersten und wohlsten fühlen. Nicht jeder will bedingungslos in internationale Großkonzerne mit oft fragwürdigen Geschäftsmodellen investieren.

So ist vielen Anlegern neben einer rein ökonomischen Rendite auch der ökologische und gesellschaftliche Fußabdruck ihrer Geldanlage wichtig. Grün investieren liegt längst im Trend: mit grünen Fest- und Tagesgeldkonten, saubere Anleihen, nachhaltigen Aktien, Aktienfonds oder ETFs sowie Energiewende-Investments und Mikrofinanzfonds. Viele dieser nachhaltigen Anlageformen versprechen bei der richtigen Strategie mittlerweile sogar einen größeren Anlageerfolg.

Wichtig: Grüne Investments sind heute in vielfältigster Art und Weise am Markt vertreten und sie haben ähnlich unterschiedliche Risiken wie konventionelle Geldanlagen. Auch hier gilt die Grundregel: höhere Renditen haben meist höhere Risiken. Entscheidend ist, wie nachhaltig Unternehmen und deren Produkte tatsächlich sind. Hierfür gibt es – noch – keine Mindeststandards.

Tipp: Seriöse Anbieter wenden in der Regel sogenannte ESG-Kriterien an. Environmental Social Governance steht für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. In der Praxis werden hier die beiden zwei Anlageansätze vermeiden oder fördern miteinander kombiniert – je nach Nachhaltigkeitsverständnis des Anbieters oder Emittenten.

Immobilien und Gold als sicherer Hafen?

Wie Sparkonten bieten Aktien keine Garantien für den Inflationsschutz. Drehen die Notenbanken – wie aktuell der Fall – deutlich an der Zinsschraube, um eine länger andauernde Inflation zu stoppen, verteuert sich die Refinanzierung für Unternehmen. Weiters könnten Investoren dann von Aktien in attraktiver werdende festverzinsliche Papiere wie Anleihen umschichten, was ebenfalls die Aktienmärkte auf Talfahrt schicken kann.

Immobilien:

Neben Aktien gelten vor allem Immobilien und Gold als Schutz vor stark steigenden Preisen. Beide Assets stellen wertstabile Sachwerte dar, einen automatischen Inflationsschutz bieten jedoch auch sie nicht. Zwar sind die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen – wie auch die Mieten. Betrachtet man allerdings Anlagezeiträume von Immobilieninvestoren über die Jahre und Jahrzehnte hinweg, lässt sich kein Zusammenhang zwischen Mieten, Immobilienpreisen und Inflation nachweisen. Zudem steigen seit geraumer Zeit die Zinsen für Baukredite wieder deutlich an – der Effekt des billigen Baugeldes verpufft zusehends.

Gold:

Das gelbe Edelmetall gilt seit jeher als Angstwährung und sicherer Hafen, in den sich Anleger gerade in Krisenzeiten zurückziehen können. Zu sorglos sollten Anleger bei Investments aber nicht sein. Zwar hat Gold als Anlageklasse früher häufig bei erhöhter Inflation überdurchschnittlich performt. In den Jahren 2021 und 2022 war dies jedoch nicht der Fall. Hier waren Aktien und Fonds die klar bessere Anlagewahl. Auch in Sachen Gold haben Studien gezeigt, dass Inflationsrate und Goldpreis über Jahrzehnte betrachtet nicht unmittelbar zusammenhängen. Zudem unterliegt der Goldpreis deutlichen Schwankungen und das Edelmetall liefert weder Zinsen wie Anleihen noch Dividenden wie Aktien. Aber auf lange Sicht kann ein Investment gute Renditen erzielen – Ende 2023 stieg der Preis pro Feinunze auf über 2.000 US-Dollar.

Fazit

Wie Sparkonten bieten Aktien keine Garantien für den Inflationsschutz. Drehen die Notenbanken – wie aktuell der Fall – deutlich an der Zinsschraube, um eine länger andauernde Inflation zu stoppen, verteuert sich die Refinanzierung für Unternehmen. Weiters könnten Investoren dann von Aktien in attraktiver werdende festverzinsliche Papiere wie Anleihen umschichten, was ebenfalls die Aktienmärkte auf Talfahrt schicken kann.

Video: Keine Angst in der Krise – Geldanlage und Inflation

Quelle: Börse Stuttgart / YouTube

FAQ

Welche Geldanlage eignet sich in Krisenzeiten?

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich die Widerstandsfähigkeit eines gut gemischten Portfolios. Ein bisschen Risiko in Form von Aktien, gerne über Indizes via ETF gestreut, ein bisschen Sicherheit in Form von Tages-, Festgeld oder Anleihen als Liquiditätspuffer und ein bisschen Immobilien und Edelmetalle.

Was macht eine Geldanlage krisensicher?

Die Investition in Festgeld, Spar- und Tagesgeldkonten ist innerhalb der europäischen Union im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung bis mindestens 100.000 € abgesichert.

Dennoch ist die Sicherheit der Anlagen unterschiedlich zu bewerten. Eine Anlage bei einem österreichischen Bankinstitut ist sicherer zu bewerten als eine Anlage bei manch anderer europäischen Bank.

Das hat vor allem mit der Landesbonität zu tun.

  • Sollte die Bank in finanzielle Schwierigkeiten geraten, muss sie die Kundengelder zunächst aus dem Eigenkapital bedienen.
  • Sollte das nicht ausreichen, kommt der Sicherungsfonds aller Banken in dem betreffenden Land für weitere Kundengelder auf.
  • Sollte auch das nicht reichen, ist in letzter Instanz der Staat gefordert.
  • Hat dieser aber nicht ausreichend Geld, kann Ihr Kapital trotz Einlagensicherung verloren gehen.

Wie wirkten sich die letzten Wirtschaftskrisen auf Geldanlagen aus?

Die Aktienmärkte haben sich nach den Krisen wieder erholt, allerdings in unterschiedlicher Geschwindigkeit.

  • Nach dem Ende der Dotcom-Blase und dem 11. September hat es knapp 3 Jahre gedauert, bis die Talsohle erreicht war und erst nach weiteren 4 Jahren konnten die Indizes wieder die Vorkrisenstände erreichen.
  • In der letzten Finanzkrise erreichten die Börsen den Tiefststand nach 18 Monaten. 2013 wurden die alten Höchststände erreicht.
  • Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch über ein Jahr später nicht an den Börsen angekommen. Nach einem kurzfristigen Einbruch im März 2020 erholten sich die Aktienkurse sehr schnell und standen im März 2021 auf Allzeithochs.
  • Der seit Februar 2022 andauernde Ukrainekrieg belastete die Börsen von Beginn an. Der ATX beispielsweise rutschte in der ersten Kriegswoche erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Punkten. Eine zusätzliche Belastung entstand durch die hohe Inflation!

Wie kann ich mein Geld vor dem Crash retten?

Mit einem vernünftig diversifizierten Depot. Hierzu gehören: Aktien, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen guter Schuldner wie Österreich, Deutschland, Schweiz, Norwegen, Kanada, Australien Brasilien und Südkorea; Immobilien und Gold. Gold ist die ultimative Absicherung gegen ein wie auch immer geartetes Extrem-Krisenszenario.

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Seniorenkredite Österreich – seit Mai 2023 leichter zum Kredit

28. Dezember 2023 by Wolfgang Walter

Was soll sich bei der Vergabe von Seniorenkrediten in Österreich ändern?

Dass ältere Menschen in Österreich häufig keinen Kredit mehr erhalten, ist ein offenes Geheimnis. Justizministerin Alma Zadić, Sozialminister Johannes Rauch sowie Seniorenrats-Präsidentin Ingrid Korosec haben dieser Altersdiskriminierung bei der Kreditvergabe an Seniorinnen und Senioren den Kampf angesagt. Eine neue Kredit-Novelle wird die Kreditaufnahme künftig erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen.

Baufinanzierung oder Ratenkredit vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Hierauf müssen Sie achten
Erleichterungen seit Mai 2023
Der Weg zum richtigen Kredit
Verwendungszwecks
Fazit, Video und häufige Fragen

Hintergrundwissen zum Thema Seniorenkredite in Österreich 2024

Seniorinnen und Senioren in Österreich haben es schwer in Sachen Kreditvergabe – selbst dann, wenn sie Sicherheiten bieten können. Damit wird ab Mai 2023 Schluss sein, denn durch eine Novelle des Hypothekar- und Immobiliengesetzes kommen deutliche Erleichterungen für die sogenannten Seniorenkredite. Dennoch bieten bereits jetzt viele Kreditinstitute in Österreich Finanzierungen auch altersunabhängig an, sofern deren Rückzahlung gesichert ist.


Kredite im Alter – hierauf müssen Sie achten

Ob und bis zu welchem Alter man Kredite bekommt, hängt meist von der Kreditart ab. Während durch Wertpapiere besicherte Lombardkredite in der Regel altersunabhängig sind, und bei gewährten Überziehungsrahmen am Girokonto die monatlichen Geldzuflüsse im Vordergrund stehen, spielt bei Konsumkrediten und Immobilienfinanzierungen in Österreich das Alter durchaus eine wichtige Rolle.

Höchstalter beachten: Die meisten Banken in Österreich haben Altersgrenzen, bis wann eine Finanzierung abbezahlt werden muss. Bei Wohnbaukrediten ist es üblich, dass die letzte Rate mit dem 80. Geburtstag beglichen sein sollte. Klassische Konsumkredite setzen hingegen in der Regel Altershöchstgrenzen von 75 Jahren voraus. Bausparkassen in Österreich haben wiederum vorwiegend kein oder ein sehr hohes Endalter. Weiters besteht die Möglichkeit einer Finanzierung bei ausländischen Kreditinstituten, die in Österreich aktiv sind. Hier sollten Sie aber die Vorgaben bezüglich der monatlichen Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben (Haushaltsrechnung) beachten.

Voraussetzungen kennen: Als Pensionist an Kredite in Österreich zu kommen, ist allerdings noch von weiteren Faktoren abhängig. Am wichtigsten ist ein hohes Einkommen, um die Kreditraten auch auf kürzere Laufzeiten bezahlen zu können. Alternativ können Sie auch mehr Eigenmittel einbringen. Zukünftig wird bei der Kreditvergabe im höheren Alter weiters das Vorhandensein von Sicherheiten im Fokus stehen – dies ist zumindest in den Ausführungen zur geplanten Änderung des Hypothekar- und Immobilienkreditgesetzes (HIKrG) zu lesen.

Tipp: Hohes Einkommen und zusätzliche Sicherheiten sind der Schlüssel zum Krediterfolg. Je höher das maximale Endalter für eine Finanzierung bei einem Kreditinstitut ist, desto größer ist Ihr Handlungsspielraum. Nach Umsetzung der gesetzlichen Änderung des HIKrG 2023 wird es eher darauf ankommen, ob der Kreditnehmer selbst seinen Kredit noch zu Lebzeiten vollständig tilgen kann oder nicht.  

Kreditvergabe an Senioren – Erleichterungen seit Mai 2023

Die gute Nachricht: Ab Mai 2023 sollen Senioren durch eine Neuregelung im Hypothekar- und Immobiliengesetzes einfacher Kredite bekommen. So soll bei der Kreditvergabe zukünftig die Lebenserwartung und das damit verbundene Endalter in den Hintergrund rücken. Kreditentscheidungen werden dann auf Basis vorhandener Sicherheiten getroffen. Damit wird beispielsweise auch der Weg für die Finanzierung energetischer Sanierungen durch Senioren, welche per ESG in Österreich zunehmend gesetzlich verpflichtend werden, frei.

Die wichtigsten Änderungen der Kreditnovelle für Konsumenten im Überblick:

  • Ableben des Kreditkunden: Im Falle des Ablebens sollen Banken Kredite nicht mehr automatisch kündigen dürfen. Den Erben soll die Möglichkeit gegeben werden, den bestehenden Kredit zu übernehmen.
  • Verwertungsvereinbarung: Diese soll in Kreditverträgen wegfallen. Banken können somit die Immobilie, welche den Kredit besichert, nicht sofort nach Ableben des Kreditnehmers veräußern. Dies dient insbesondere dem Schutz von Familienangehörigen, wenn sie die Immobilie selbst bewohnen, aber nicht im Kreditvertrag aufgeführt sind.
  • Vererben von Krediten: Weiters sollen Kredite künftig weitervererbbar sein. Erben treten so automatisch als Gesamtrechtsnachfolger in den Kreditvertrag ein – mit allen vereinbarten Rechten und Pflichten.
  • Nachsichtspflicht: Schließlich sollen Kreditinstitute zu angemessener Nachsicht verpflichtet werden. Falls sich Erben beispielsweise den Kredit nicht leisten können, bekommen sie so Zeit und Möglichkeit, selbst die Immobilie zu verkaufen und den Kredit mit dem Verkaufserlös zurückzuzahlen.

Seniorenkredite aufnehmen – so kommen Sie im Alter zum richtigen Kredit

Spezielle Seniorenkredite sind am Markt nach wie vor eine Seltenheit.  Seniorinnen und Senioren werden bislang entweder durch die allgemeinen Vergaberichtlinien des Kreditinstituts mit abgedeckt oder aber als Kreditnehmer in vielen Fällen sogar ausgeschlossen. Haben Sie als potenzielle Kreditnehmer bereits die 60 Jahre überschritten, dann sollten Sie auf folgende Punkte besonders achten:

Einkommen: Für die maximal mögliche Laufzeit von Kreditverträgen muss Ihr frei verfügbares Einkommen ausreichen, um die fiktive Kreditrate zu decken. Fiktiv bedeutet, dass Zinsen und Kreditrate in der Praxis deutlich höher liegen – trotz aktueller Kreditzinsen 3 bis 4 Prozent müssen Sie mit Sollzinsen um die 6,0 Prozent jährlich rechnen. Manchen Banken machen jedoch eine Ausnahme im Falle einer langfristigen Fixzinsbindung: Hier wird oft nur der fixe Startzins als Kalkulation für die fiktive Rate herangezogen.

Eigenmittel: Je höher Ihre eingebrachten Eigenmittel ausfallen, desto geringer ist die erforderliche Kreditsumme und desto höher ist auch die Sicherheit für die Bank. Dies zusammen ermöglicht Ihnen deutlich bessere Konditionen. Um zinsgünstig an Geld für größere Anschaffungen zu kommen, ist weiters die Belehnung Ihrer Immobilie möglich.

Bausparkassen: Bausparkassen in Österreich zeigen sich durchweg seniorenfreundlich – liegt das maximale Endalter für Finanzierungen sogar zwischen 80 und 95 Jahren. Weiters erfolgt die Kreditvergabe samt Konditionen nach eigenen Regeln. Bausparkassen verfügen über hohe Geldreserven, die sie antizyklisch als Kredite in Österreich vergeben können. So kommen auch ältere Kreditnehmer – mit entsprechenden Eigenmitteln – bei Bausparkassen meist deutlich schneller zu Finanzierungen.

Ausländische Banken: Insbesondere einige deutsche Banken, die am österreichischen Markt tätig sind, stellen auch bisher schon eine Ausnahme dar. Gerade in Bezug auf das mögliche Endalter von Krediten zeigen diese hohe Flexibilität. Entsprechende Bonität vorausgesetzt, haben Senioren hier gute Finanzierungsaussichten.

Seniorenkredite – wofür werden sie verwendet?

Grundsätzlich können Senioren, ebenso wie jüngere Kreditnehmer, theoretisch Finanzierungen für alle Zwecke abschließen – insbesondere auch Wohneigentum erwerben, Anlageimmobilien kaufen, oder energetische Maßnahmen durchführen. Verfolgen Sie die bekannten Motive des Immobilienkaufes wie Sicherheit und Altersvorsorge, können Banken mit einer Fremdfinanzierung aushelfen – selbst wenn die Eigenmittel für das Objekt nicht ganz ausreichen sollten.

Vielfach gibt es aber heute im höheren Alter Sonderfälle, bei denen es um die Finanzierung von Pflegemaßnahmen oder aber auch eines besseren Lifestyles geht. Dafür können Sie dann unbelastete Immobilien beispielsweise zur Auszahlung einer kreditfinanzierten Rente oder einer Einmalauszahlung für größere Anschaffungen belasten.

Fazit: Kredit aufnehmen im Alter zukünftig deutlich einfacher

Höheres Alter und mögliche Kreditbewilligung – das galt in Österreich lange Zeit als Problem. Dies hat der Gesetzgeber erkannt und sollte mit der neuen Novelle des Hypothekar- und Immobilienkreditgesetzes (HIKrG) ab Mai 2023 weitestgehend der Vergangenheit angehören.

Natürlich sind Kreditinstitute auch in Zukunft verpflichtet, auf die Rückzahlungsfähigkeit dieser Klientel zu achten – und das ist gut so. Allerdings dürfte die Kreditvergabe an Senioren in Österreich deutlich zielführender gestaltet werden – insbesondere auch für deren Erben, die mit bestehenden Finanzierungen dann deutlich flexibler und sicherer handeln können.

Video: Mehr Kredite für Senioren: „Nicht wie Idioten behandeln“

Quelle: krone.tv / YouTube

FAQ Seniorenkredite

Wann ist man zu alt für einen Kredit?

Ein Maximalalter gibt es nicht, das Gesetz in Österreich gibt keine Altersgrenze für Kredite vor. Die Praxis zeigt allerdings, dass die meisten Banken keine Darlehen an Personen vergeben, die älter als 75 Jahre (Konsumkredite) bzw. 80 Jahre (Immobilienkredite) sind. Entscheidend ist dabei das Alter der Kreditnehmer zum Ende der Kreditlaufzeit.

Kann man mit 80 Jahren noch einen Kredit aufnehmen?

Grundsätzlich ist die aktuell noch möglich. Die meisten österreichischen Banken haben Altersgrenzen, bis wann eine Finanzierung abbezahlt werden muss – meist liegen diese bei 75 oder 80 Jahren. Bausparkassen ermöglichen Finanzierungen oft sogar noch länger.

Wie hoch sind derzeit die Kreditzinsen in Österreich?

Aktuell sind, gute Bonität vorausgesetzt, bei Immobilienkrediten in Österreich variable Zinsen ab gut einem Prozent möglich, fixe Zinsen ab 2,25 %. Bei zweckungebundenen Krediten liegen die Zinskonditionen ab rund drei Prozent.

Wie lange zahlt man 100.000 Euro Baukredit ab?

Grundsätzlich gilt: Je höher Ihre Monatsraten ausfallen, desto eher ist die Kreditsumme zurückgezahlt. Bei einem 100.000-Euro-Kredit begrenzen viele Kreditgeber die Laufzeit auf zehn oder 12 Jahre. Nur in seltenen Fällen werden von Banken maximale Zeiträume von 15 Jahren oder länger angeboten.

Kann ich als Deutscher in Österreich einen Kredit aufnehmen?

Als deutscher Staatsbürger können Sie grundsätzlich auch einen Kredit in Österreich aufnehmen. Der entscheidende Vorteil gegenüber anderen EU-Mitgliedsstaaten: In Österreich gilt es keine Sprachbarrieren zu überwinden, denn die Amtssprache ist Deutsch.

 

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Nachhaltig Bauen: Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Niedrigstenergiehaus

15. November 2023 by Wolfgang Walter

Was geht in Sachen nachhaltig Bauen in Österreich?

Nachhaltiges Bauen steht bei Immobilieninteressenten in Österreich aktuell hoch im Kurs. Über die Jahre hinweg hat die Akzeptanz für Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser oder 3-Literhäuser mehr und mehr zugenommen. Was diese Kategorien in Sachen Energieverbrauch und Bauweisen unterscheidet, haben wir für Sie erkundet.

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Inhaltsverzeichnis

Wichtigste Punkte
Energieeffizienz im Fokus
Passivhäuser
1,5 oder 3-Liter-Haus
Finanzierung
Fazit, Video und häufige Fragen

Hintergrundwissen zum Thema nachhaltig Bauen

Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser oder 3-Literhäuser sorgen nicht nur für ein angenehmes und gesundes Raumklima, sie ermöglichen Bauherren auch, ökologisch und zugleich klimaneutral zu bauen. 

Wer aber nachhaltig bauen möchte, der hat einiges zu beachten. Im Fokus stehen zahlreiche Maßnahmen in Sachen Gebäudeerrichtung, Heizungstechnik und aktiver Wärmedämmung. Zu den wichtigsten Punkten einer nachhaltigen ökologischen Bauweise zählen insbesondere: 

  • die grundsätzliche Südorientierung und Verschattungsfreiheit des Gebäudes, 
  • eine kompakte Gebäudehülle im Verbund mit bestem Wärmeschutz,
  • das wärmebrückenfreie Bauen sowie die Dichtheit der Außenhülle,
  • Der Einbau hochwertiger Fenster und Türen als Kollektoren
  • die Frischluft Vorwärmung inklusive einer Lüftung der Wohneinheit mit Wärmerückgewinnung,
  • der Verzicht auf eine konventionelle Heizungstechnik,
  • sowie eine kontrolliert angelegte Wohnraumlüftung.

Das Niedrigenergiehaus – Energieeffizienz im Fokus

Niedrigenergiehäuser sind quasi der Einstieg in das ökologische nachhaltige Bauen. Es handelt sich hierbei um Gebäude mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 50 kwh / m² a (Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr) sowie maximal fünf Liter Energiebezugsfläche pro Jahr. Die entspricht einem Ölverbrauch von rund vier Litern je m² pro Jahr. 

Erreicht wird dies in erster Linie durch eine ausreichende Wärmedämmung mit Maßnahmen wie Wärmeschutzverglasungen, erneuerbarer Energieträger zu Heizzwecken, die Nutzung von Sonnenenergie durch Solaranlagen für die Warmwasseraufbereitung und Heizung, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen sowie passiv genutzte Sonnenräume und Wintergärten.

Tipp: Solche Maßnahmen gelten sowohl für Neubauten als auch bei der Sanierung bestehender Gebäude als obligatorisch, um den Standard eines Niedrigenergiehauses zu erfüllen.

Das Passivhaus – die konsequente Weiterentwicklung

Als eine Weiterentwicklung der Niedrigenergiehäuser gelten sogenannte Passivhäuser. Diese zeichnen sich durch einen Heizwärmebedarf von höchstens 15 kvh / m² a sowie eine Energiebezugsfläche von bis zu 1,7 Liter pro Jahr aus, was einem Ölverbrauch von maximal 1,5 Litern je m² pro Jahr entspricht. 

Passivhäuser verfügen über kleinstdimensionierte Heizanlagen wie Einzelöfen, werden mit Hilfe von kontrollierter Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung beheizt, häufig in Kombinationen mit der Nutzung von Sonnenenergie oder anderen Alternativenergieträgern. 

Dies ist Grundlage, den verbleibenden Energiebedarf komplett durch erneuerbare Energien zu decken und insgesamt weniger Energie zu verbrauchen als aktuell durchschnittliche Neubauten in Österreich, welche allein Haushaltsstrom für die Warmwasserbereitung benötigen.

Tipp: Gelten diese Maßnahmen für Neubauten mittlerweile vielfach zum Standard, ist bei der Sanierung von Bestandsgebäuden hierfür ein ungleich höherer Aufwand nötig. Dies sollten Sie zusammen mit einem Sanierungsfachmann vorab erkunden.

Das 1,5- oder 3-Liter-Haus – niedrigster Energielevel für die Zukunft

Das sogenannte 1,5- und 3-Liter-Haus zählt aktuell mit zum höchsten Standard in Sachen Energie effizienten Bauens. Solche Niedrigenergiehäuser haben einen Heizenergieverbrauch von maximal drei Liter Heizöläquivalent pro m² oder weniger. 

Sie zeichnen sich durch beste Wärmedämmung, modernste Fenstertechnik mit aktiver und passiver Sonnenenergienutzung, entsprechendem Sonnenschutz für den Sommer und automatischer Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung sowie einer einfachen Kleinstheizung für die verbleibenden 20 bis 30 Heiztage pro Winter aus.

Tipp: Diese energetischen Maßnahmen eigenen sich fast ausschließlich für neu geplante Immobilien. Wer sich einen äquivalenten Energielevel in seiner Bestandsimmobilie wünscht, sollte zusammen mit einem qualifizierten Energieberater mögliche Alternativen erörtern.

Finanzierung von nachhaltigem Bauen: Immer mehr Banken springen auf den Zug auf 

Was wäre nachhaltiges Bauen ohne entsprechende Immobilienfinanzierungen? Dies haben Baken in Österreich längst erkannt und nutzen ihrerseits grüne Finanzierungen fürs Marketing, sondern mit Blick auf die Zukunft. Zwar hoffen Kreditnehmer bei Banken vielfach noch auf bessere Konditionen als bei einer normalen Baufinanzierung – das Spektrum grüner Kredite wächst aber auch in Österreich und betrifft längst nicht nur Ökosiedlungen.

Kunden suchen moderne Finanzierungen: Einerseits verschärfen die Banken ihre Kriterien für die Kreditvergabe. Anderseits sind es die Kunden selbst, die den Wandel in Sachen nachhaltiger Baufinanzierung vorantreiben. Weiters ist bei grünen Gebäuden das regulatorische Risiko – für Besitzer wie Banken – deutlich reduziert: Das Risiko also, dass eine Immobilie künftig durch schärfere Umweltauflagen teuer nachgerüstet werden muss oder im schlimmsten Fall sogar wertlos wird.

Banken bieten Zinsnachlässe: So bieten immer mehr Banken in Österreich deutliche Zinsnachlässe bei der Finanzierung von Bau oder Kauf nachhaltiger Immobilien. Auch zahlreiche Sanierungs- und Modernisierungskredite werden explizit offeriert. Weiters können Immobilienfinanzierer auch auf Angebote auf Deutschland zurückgreifen – hier haben sich insbesondere Direktbanken auf entsprechende Nachfrage eingestellt.

Erfüllt ein zu bewertendes Gebäude die strengen Kriterien laut Taxonomie-Verordnung nicht, kann es sich mit einem anerkannten Nachhaltigkeitszertifikat dennoch für eine grüne Finanzierung qualifizieren. Anerkannte und akzeptierte Partner sind vor allem Zertifikate der ÖGNI, DGNB, aber auch Zertifikate der Klassifizierungssysteme LEED und BREEAM.

Tipp: Egal ob Neubau oder spätere Sanierung – brauchen Sie ein zinsgünstiges Baudarlehen, sollten Sie nach entsprechenden Offerten Ausschau halten und verhandeln. In Österreich und Deutschland gibt es hier bereits einige Angebote.

Fazit: Nachhaltig bauen, günstiger finanzieren

Energie sparen – CO2 binden: Diesem Kredo folgen nachhaltige Immobilien in Österreich seit Jahren. Häuslebauer haben hier vielfältige Möglichkeiten, Besitzer von Bestandsimmobilien müssen bisweilen die Möglichkeiten energetischer Sanierungen zusammen mit Energiefachläuten mühsam ausloten. 

Für beide Klientele gilt dies auch in Sachen Finanzierung. Immer mehr Banken in Österreich und bei unseren Nachbarn in Deutschland haben das sogenannte Green Finance für ihre Portfolios entdeckt – auch bei Krediten zeigt sich eine deutliche Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit. Wir empfehlen Ihnen: Genau vergleichen und Banken deutlich auf Möglichkeiten ansprechen. 


Video: Passivhaus erklärt in 90 Sekunden

Quelle: Pinwheel Structures / YouTube

FAQ Niedrigenergiehaus und Passivhaus

Was versteht man unter einem Niedrigenergiehaus?

Meist werden hiermit Häuser bezeichnet, die weniger Energie verbrauchen als rechtlich erlaubt ist. Der internationale Richtwert für Niedrigenergiehäuser liegt bei einem Heizenergiebedarf von maximal 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Sie besitzen in der Regel eine luftdichte sowie wärmegedämmte Hülle und lassen selbst im tiefsten Winter nur sehr wenig Wärme entweichen. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Passivhaus und einem Niedrigenergiehaus?

Bei einem Passivhaus brauchen Sie eine Wohnraumlüftung sowie darüber hinaus kein Heizsystem. Bei einem Niedrigenergiehaus hingegen ist eine Wohnraumlüftung zwar empfohlen, aber kein Muss. Eine Heizung hingegen schon. Die Investitionskosten beider Varianten sind in etwa vergleichbar.

Welche Nachteile hat ein Passivhaus?

  • deutlich höhere Baukosten
  • kompakte Bauweise mit weniger Gestaltungsmöglichkeiten
  • trockenere Raumluft und wartungsintensive Lüftungsanlage 
  • geringe Möglichkeiten die Raumtemperatur anzupassen

Welche Hauptmerkmale weisen Drei-Liter-Häuser auf?

Das Konzept des Fraunhofer Instituts für Bauphysik erstellt beschreibt einen Haustyp mit einem Verbrauch von 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Umgerechnet entspricht dies einem Verbrauch von drei Liter Öl auf einen Quadratmeter. Die Außenwand Dämmung muss mindestens 45 cm betragen. Weiters erfordern das Dach, die Decken und der Keller eine gute Dämmung, die Fenster sollten 3-fach Wärmeschutzscheiben haben.

Was steht im Energieausweis?

Mit dem Energieausweis wird der Energiebedarf eines Gebäudes ermittelt. Zustand von Fenstern, Türen, Wänden und Heizung werden eruiert und für eine Gesamtberechnung herangezogen. Damit können relativ rasch energetische Schwachstellen an der Immobilie aufgezeigt werden: fehlende Dämmung, alte Fenster, Wärmebrücken etc. 

Was kostet der Energieausweis? Und wer zahlt?

Die Höhe der Kosten für einen Energieausweis ist nicht per Gesetz definiert. Sie schwanken je nach Art der Immobilie und sind weiters von der Lage der Immobilie abhängig. Generell kann man für ein Einfamilienhaus mit rund 500 Euro, bei einem Mehrparteienhaus mit etwa 1.000 Euro rechnen. Es empfiehlt sich, die Preise mehrere Anbieter zu vergleichen.
Kauf und Verkauf: Wird für den Verkauf eines Gebäudes ein Energieausweis benötigt, kommt der Verkäufer für die Kosten auf. Im Kaufvertrag festgelegt sein, dass die Kosten vom Käufer erstattet werden müssen.
Mietverträge: Im Mietrechtsgesetz trägt der Vermieter die Kosten. Sie fallen unter Erhaltungsaufwand und sind keine Betriebskosten. Der Vermieter kann diese Kosten als Ausgaben in der Hauptmietzinsabrechnung ansetzen.

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Woran orientieren sich Bauzinsen?

7. Oktober 2023 by Wolfgang Walter

Wie entstehen Baukreditzinsen eigentlich?

Die meisten Immobilienkäufer benötigen eine Baufinanzierung von der Bank, um ihr Eigenheim zu erwerben. Das Geld bekommen Häuslebauer nur gegen eine Art Leihgebühr, den gebundenen Sollzins. Den setzen Kreditinstitute nicht völlig nach eigenem Ermessen an. Entscheidend sind neben Ihrer finanziellen Situation äußere Faktoren wie Kredithöhe, Laufzeit und allgemeines Zinsniveau.

Baufinanzierung vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Ermittlung der persönlichen Zinssatzes
Persönliche und externe Einflussfaktoren
Fazit
Video
Häufige Fragen

Bauzinsen: So ermittelt die Bank Ihren persönlichen Zinssatz

Baukreditzinsen entstehen aus einem Geflecht wirtschaftlicher Zusammenhänge und werden von bestimmten Einflussfaktoren gesteuert. Maßgeblich sind die österreichische Wirtschaft, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve (Fed). Weiters können wirtschaftspolitische Ereignisse das aktuelle Niveau der Bauzinsen kurz- bis mittelfristig verändern – wie aktuell der Krieg in der Ukraine oder die überbordende Inflation. Banken reagieren auf solche Entwicklungen, bevor sie eine Baufinanzierung vergeben.

Das Geld für Ihre Baufinanzierung muss sich die jeweilige Bank selbst beschaffen – entweder bei anderen Geldinstituten oder Anlegern. Ist das Zinsniveau für Baufinanzierungen gerade niedrig, zahlt sie selbst wenig für ihre Kredite und gibt diesen Vorteil an Sie als Kunden weiter. Dann fällt Ihr persönlicher Sollzins von vorneherein günstiger aus. Sind die Kredite für die Bank selbst teuer, fordert sie diese in Form höherer Hypothekenzinsen von Ihnen ein.

Weiters nimmt die Bank ihre Kunden selbst genauer unter die Lupe: Wie ist es um Ihre Bonität bestellt? Welche Zahlungsmoral hatten Sie in der Vergangenheit? Wie viel Eigenkapital bringen Sie für Ihre Baufinanzierung mit? Und verfügen Sie über ein ausreichendes, gesichertes Einkommen? All das wird im Antragsprozesses der Baufinanzierung genau erkundet.

Abschließend beleuchtet die Bank alle Eckdaten Ihrer Finanzierung: Wie hoch ist die Darlehenssumme? In welchem Zustand befindet sich die Immobilie? Welche Sonderwünsche haben Sie bezüglich Ihres Kreditvertrages? Auch das hat Einfluss auf die Höhe des angebotenen Sollzinses und bestimmt Ihren persönlichen Bauzins der kommenden Jahre.

Baukreditzins: Viele individuelle Faktoren beeinflussen ihn

Sie als Kunde sind der zentrale Punkt Ihrer Baufinanzierung. Vorderst interessiert sich die Bank für Ihre persönliche finanzielle Lage: Einkommensverhältnisse, Gehalt, Ersparnisse, Sondereinkünfte oder sonstige Ratenzahlungen – alles wird eingehend erkundet und hat Einfluss auf die Zinsen Ihrer Baufinanzierung.

Gutes Einkommen erleichtert Kredite zu guten Konditionen. Ein regelmäßiges, hohes, sicheres Gehalt bildet eine gute Voraussetzung für eine günstige Baufinanzierung. Festangestellte haben per se eine bessere Ausgangsposition als Freiberufler, Selbstständige, Rentner oder Arbeitssuchende. Das bedeutet nicht, dass diese Gruppen keinen Kredit erhalten, aber deren Sollzins fällt in der Regel höher aus. Gibt es einen zweiten Finanzierungsträger, beispielsweise den Ehepartner oder einen Bürgen, steigt die Wahrscheinlichkeit auf günstige Zinsen bei der Baufinanzierung. Weiters wichtig: Die Höhe Ihres Eigenkapitals – selbst eingebrachte Geldmittel senken das Finanzierungsrisiko und ermöglichen einen niedrigeren Sollzins.

Je besser die Bonität -beziehungsweise Zahlungsfähigkeit, desto günstiger fallen die Zinsen für Baufinanzierungen aus. Wenn Sie eine Baufinanzierung beantragen, holt die Bank Ihre Einwilligung für eine KSV-Abfrage bzw. SCHUFA-Auskunft ein. Diese sammeln Daten über vorhandene Konten und Kredite sowie Kreditkarten aller natürlichen Personen und Unternehmen, und registrieren auch offene Zahlungen und Inkassoverfahren. Je näher der ermittelte Score an der 100-Prozent-Marke liegt, desto positiver bewertet Sie die Bank und belohnt Sie mit einem niedrigen Bauzins.

Die Bank analysiert auch Lage und Zustand der gewünschten Immobilie. Entweder sie hat bereits vergleichbare Objekte finanziert, oder sie beauftragt einen Sachverständigen zur Begutachtung. Bei minderwertigen Objekten stehen die Chancen meist schlecht, überhaupt eine Finanzierung zu erhalten. Ist die Immobilie in gutem Zustand und attraktiver Lage, fällt der Sollzins wohlwollender aus.

Schließlich kommt es auf die Finanzierungsart an. Die meisten Immobilienkäufer entscheiden sich für ein Annuitätendarlehen mit konstant gleich hohen Monatsraten über die gesamte Laufzeit hinweg. Der Kreditvertrag verfügt aber auch über bestimmte Zusatzoptionen, die Sie selbst justieren können, die aber unter Umständen den Sollzins erhöhen oder auch verringern.

Längere Zinsbindung, höherer Zins: Bei Kreditabschluss müssen Sie sich für eine bestimmte Zinsbindung mit gleich hohem Sollzins und konstanter Monatsrate entscheiden. Besonders lange Zinsbindungen lassen sich Banken durch Aufschläge auf den Sollzins bezahlen. Im Schnitt liegt der Aufschlag pro fünf Jahre bei rund 0,5 Prozentpunkten.

Höhere Tilgung, niedriger Sollzins: Zu Beginn legen Sie fest, wie viel Prozent Ihrer monatlichen Rate in die Tilgung des Darlehens fließt. Je höher Sie die anfängliche Tilgung, desto niedriger wird Ihr Sollzins ausfallen. Das Minimum liegt bei einem Prozent pro Jahr, empfehlenswert sind mindestens zwei oder drei Prozent. So wird Ihre Restschuld schneller begleichen und das Finanzierungsrisiko für beide Seiten verkürzt. Daher senken Banken bei höheren, anfänglichen Tilgungsraten den Sollzins.

Tilgungssatzwechsel und Sondertilgungen: Mit Sondertilgungsoptionen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Restschuld noch schneller zu senken – beispielsweise mit Boni vom Arbeitgeber, fälligen Sparverträgen oder Erbschaften. Aber auch Tilgungssatzwechsel können nützlich sein, wenn es zu finanziellen Engpässen kommen sollten – beispielsweise bei Familiengründung oder vorübergehender Erwerbslosigkeit. Die meisten Baukredite enthalten standardmäßig pro Jahr einmal die Möglichkeit, eine Sondertilgung in Höhe von fünf Prozent zu leisten. Tilgungssatzwechsel müssen hingegen auf Wunsch bei Vertragsabschluss festgelegt werden.

Bauzinsen: Auch äußere Faktoren spielen eine Rolle

Jede Baufinanzierung an Kunden muss die Bank im Vorfeld refinanzieren. In der Regel leiht sie sich das Geld bei ihren Anlegern oder bei anderen Banken oder der EZB. Kurz gesagt: Um an die finanziellen Mittel für Baufinanzierungen zu gelangen, vergeben Banken Immobilienpfandbriefe an Investoren – und zahlt dabei selbst einen Zins. Je weniger, desto besser für die Bank, und für Sie als Baufinanzierungskunde. Aber welche Faktoren spielen hier genau eine Rolle?

Staatsanleihen sind ein Mittel der Geldbeschaffung. Österreich tritt damit als Kreditgeber auf, und die Käufer der Staatsanleihen investieren in unser Land. Da Österreich solide wirtschaftet, sind deren Staatsanleihen seit Jahren sehr beliebt. Die Kurse der Staatsanleihen steigen, gleichzeitig kann Österreich aber immer weniger Zinsen dafür gewähren: Die Zinsen der Staatsanleihen sinken. Dies sogt gleichzeitig für Pfandbriefzinsen und niedrige Baukreditzinsen. Hieraus ergibt sich eine direkte Kettenreaktion: Eine stabile, deutsche Wirtschaft sorgt für sinkende Staatsanleihezinsen, woraufhin Pfandbriefzinsen und Baukreditzinsen sinken.

Natürlich funktioniert das auch umgekehrt. Vor geraumer Zeit kündigte die EZB an, ihr Anleihekaufprogramm zu drosseln und erhöhte in der Folge auch die Leitzinsen. Anleger wanderten aus der Eurozone ab in Richtung Dollarraum – die Nachfrage nach österreichischen Staatsanleihen ließ nach und die Anleihezinsen stiegen samt den Bauzinsen folgerichtig an

Tipp: Behalten Sie die Kursverläufe der österreichischen Staatsanleihen im Blick, bevor Sie eine Immobilienfinanzierung abschließen. Diese werden von der Österreichischen Nationalbank veröffentlicht und bieten einen verlässlichen Maßstab für die Baukreditzinsen.

Das Zinsniveau in Europa wird maßgeblich durch die EZB bestimmt. Sie sorgt für Preisstabilität und Kaufkraft des Euro – entweder durch Geldentzug aus dem Wirtschaftskreislauf oder indem die EZB mehr Geld in Umlauf bringt. In ihrem Handeln orientiert sich die EZB an der Inflationsrate.

Gleichzeitig verleiht die Europäische Zentralbank verleiht Geld an europäische Banken. Hierzu legt sie den sogenannten Leitzins fest, also zu welchen Konditionen sich die Banken das Geld leihen können. Die wiederum geben die Konditionen an ihre Kunden weiter. In wirtschaftlich guten Zeiten erhöht die EZB den Leitzins, womit auch die Kreditzinsen für Konsumenten in die Höhe gezogen werden. In wirtschaftlich schlechteren Zeiten senkt die EZB den Leitzins, die Kreditzinsen sinken ebenfalls.

Dies gilt auch für Baukreditzinsen, allerdings meist rascher. Bereits bei der Ankündigung von Zinsänderungen beginnt der Markt, die zu erwartende Maßnahme einzupreisen. In der aktuellen Lage bedeutet dies: Die Bauzinsen haben sich 2022 mehr als verdreifacht und könnten auch heuer bereits im Vorfeld etwaiger Leitzinserhöhungen weiter steigen.

Auch die Inflationsrate beeinflusst neben den Verbraucherpreisen die Vergabe von Baukrediten. Da diese im Jahr 2022 auf einem neuen historischen Höchststand angelangt war und 2023 kaum spürbar sinken dürfte, können sich immer weniger Konsumenten den ursprünglich geplanten – und benötigten – Immobilienkredit leisten. Im gesamten Euro-Raum wie in Österreich wird die Vergabe von Baukrediten schwieriger – neben gestiegenen Zinsen durch eine deutlich geschwundene Kaufkraft der Immobilieninteressenten. Einfach ausgedrückt: Auch hohe Inflation bedeutet weniger finanziellen Spielraum für Baufinanzierungen.

Tipp: Der Leitzins gibt ein Grundniveau für alle Zinsen vor und stellt deshalb auch eine Leitlinie für die Bauzinsen dar, an der sie sich orientieren. Das tun sie aber bereits, bevor sich der Leitzins verändert. Da lohnt sich eher ein Blick auf den Verlauf der Staatsanleihen.

Die Zinsen für Baufinanzierungen werden nicht nur von der europäischen Wirtschaft beeinflusst, mit tonangebend sind hierbei vor allem die USA. Je stärker der Dollar, desto mehr Kapital fließt aus der Eurozone. Nachfrage und Kurse auch österreichischer Staatsanleihen sinken – mit einer zeitverzögerten Reaktion auf unsere Baukreditzinsen.

Erhöht die US-Notenbank Fed – wie 2022 geschehen – die Leitzinsen in den USA, zieht die EZB nach, um die Geldanlage wieder attraktiver zu gestalten. Und steigende Leitzinsen im Euroraum sorgen – wie beschrieben – für steigende Konsum- und Baukreditzinsen.

Fazit: Einflussfaktoren im Blick behalten und beraten lassen

Die passende, günstige Baufinanzierung gleicht ohnehin meist der Stecknadelsuche im Heuhaufen – und seit dem abgelaufenen Jahr mehr denn je. 2022 haben sich die Zinsen für Baufinanzierungen in Österreich mehr als verdreifacht. Zu viele Faktoren beeinflussen die Entwicklung der Baukreditzinsen, als das Leihen hier im Alltag noch durchblicken können.

Konsumenten brauchen daher – mehr denn je – Orientierung, wie es mit dem Zinsniveau aktuell aussieht und welchen Zins Sie persönlich überhaupt erwarten können. Unabhängige Online Vergleich zeigen Ihnen die aktuelle Zinsentwicklung für Baufinanzierung auf, stellen einen übersichtlichen Zinsvergleich für Sie parat, und helfen Ihnen, den richtigen Zeitpunkt und das passende Angebot für Ihre persönliche Baufinanzierung zu finden.

Dies gilt nicht zuletzt für mögliche Sonderkonditionen und spezielle Wünsche wie Anschlussfinanzierungen. Nach dereinfach gestalteten Finanzierungsanfrage setzen sich unsere Spezialisten innerhalb weniger Stunden mit Ihnen in Verbindung.

Video: Warum explodieren die Baufinanzierungszinsen aktuell?

Quelle: Baufinanzierung  Faktor Wir / YouTube

FAQ Bauzinsen

Wie ergeben sich Bauzinsen?

Einer der Hauptfaktoren, die den Bauzins bestimmen, ist der sogenannte Beleihungsauslauf. Er gibt das Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und Beleihungswert – also der benötigten Darlehenssumme – an. Umso geringer der Beleihungsauslauf ist, desto günstiger wird die Immobilienfinanzierung.

Welche Faktoren beeinflussen den Bauzins?

Der Bauzins orientiert sich an den langfristigen Bundesanleihen. Bonität des Darlehensnehmers, Objektart, Lage der Immobilie, Darlehenshöhe und Beleihungsauslauf haben ebenfalls Einfluss auf die Höhe der individuellen Bauzinsen.

Wer bestimmt Bauzinsen?

Die Europäische Zentralbank verleiht Geld an europäische Banken. Hierzu legt sie den Leitzins fest: Er gibt an, zu welchen Konditionen sich die Banken in Österreich das Geld leihen können. Die wiederum geben die Konditionen, ob nun gut oder schlecht, an ihre Kreditkunden weiter. 

Warum gehen Bauzinsen nach oben?

Die Gründe für die stark steigenden Bauzinsen sind vielfältig. Der aktuell wesentliche Treiber dafür ist die sehr hohe Inflation im Euroraum: Sie zieht unter anderem die Zinsen für Bundesanleihen und Pfandbriefe in die Höhe. Und dies wirkt sich direkt auf die Entwicklung der Bauzinsen aus.

Werden die Bauzinsen 2023 wieder sinken?

Die Teuerungsrate dürfte im Jahr 2023 weiterhin hoch bleiben und damit keinen Raum für nachhaltige Zinssenkungen bieten. Insgesamt rechnen Experten daher mit gleichbleibenden Zinssätzen ohne markante Bewegungen – weder nach unten noch nach oben. Konsumenten müssen in Österreich mit Bauzinsen in einem Bereich zwischen drei und vier Prozent rechnen.

 

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Kredite und Darlehen steuerlich absetzen

23. September 2023 by Wolfgang Walter

Ist es in Österreich möglich, Kredite von der Steuer abzusetzen?

Konsumfinanzierungen, Haus- und Wohnungskauf, Immobiliensanierung: Lassen sich in Österreich Kredite aufnehmen und zur Vergünstigung von der Steuer absetzen? Eine spannende Frage für viele Konsumenten. Die Antwort lautet ja, ABER! Denn das geht nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen und mit strengen Regeln. Was möglich ist und was nicht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Baufinanzierung oder Ratenkredit vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Möglichkeiten zur Absetzung von Krediten
Welche Kredite können abgesetzt werden?
Grenzwerte bei den Kreditkosten
Sonderregelungen
Video und häufige Fragen

Möglichkeiten für das Absetzen von Kreditaufwendungen von der Steuer

Die gute Nachricht: Der österreichische Fiskus bietet tatsächlich Gelegenheiten, jährlich einen Teil der Kreditaufwendungen per Einkommensteuererklärung steuerlich geltend zu machen. Allerdings setzt das Finanzamt eine Reihe Kriterien voraus, damit Sie tatsächlich von Steuervergünstigung profitieren:

  • Begrenzung auf Kredite für Wohnraumschaffung und Sanierung.
  • Ihre persönliche Situation als Steuerpflichtiger.
  • Sonderregelungen für den steuerlichen Bereich Sonderausgaben.
  • Steuervergünstigung mit außergewöhnlichen Belastungen.

Steuerliche Vergünstigung: Welche Kredite können abgesetzt werden?

Klassische Kredite zur Finanzierung von Konsumausgaben sind bei den Finanzämtern tabu. Ihre Kreditaufnahme für ein neues Auto oder andere Konsumgüter werden leider ebenso wenig steuerlich gefördert wie ein Kredit, den Sie benötigen, um fällige Rechnungen zu begleichen. So gibt es steuerliche Vergünstigungen vom österreichischen Staat ausschließlich für Kredite, die Wohnraum schaffen (Neubau und Kauf) oder zur Renovierung und Sanierung von bestehenden Gebäuden aufgenommen werden. Aber auch hier gelten strenge Maßstäbe.

Kredite steuerlich absetzen: Die persönliche Situation zählt

Im Blickpunkt des österreichischen Fiskus steht somit Ihre persönliche Situation als Steuerpflichtige. Ein Wohnraumkredit lässt sich in Österreich grundsätzlich immer teilweise von der Steuer absetzen. Für die Höhe des Steuervorteiles ist der Stand der Bürger entscheidend.

Steuervorauszahlungen: Das Finanzamt überprüft im ersten Schritt Ihre jährliche Vorauszahlung auf die Einkommensteuer, die mit dem Arbeitslohn oder dem versteuerten Gewinn aus unternehmerischer Tätigkeit an das Finanzamt abgeführt wurde. Die Summe, den das Finanzamt von Ihnen als Steuervorauszahlung erhalten hat, ist somit die Ausgangsbasis für die maximale Steuererstattung im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung.

Kreditkosten: Hierzu ermitteln Sie die gesamten Kreditkosten – sowohl Zins als auch Tilgung –, die Sie im abgelaufenen Jahr für Ihren Wohnraum- oder Sanierungskredit an die Bank gezahlt haben. Diese Gesamtsumme Ihrer Aufwendungen tragen Sie in Ihrer Steuererklärung unter der Rubrik Sonderausgaben ein.

Familienstand: Die Höhe der steuerlichen Begünstigung für Aufwendungen, die Sie als Steuerpflichtige unter der Rubrik Sonderausgaben erklärt haben, richtet sich nach Ihrem aktuellen Familienstand sowie der Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder.

Tipp: Das Finanzamt berücksichtigt alle Eintragungen in der Rubrik Sonderausgaben. Möglichst hohe Angaben führen bei der Berechnung zu einer hohen Steuerrückzahlung bzw. zu geringeren Nachzahlungen an den Fiskus.

Kreditkosten steuerlich geltend machen: Es gibt Grenzwerte

Steuerliche Begünstigungen sind aber nicht in beliebiger Höhe möglich. Hier setzt der Staat gesetzlich Grenzwerte für maximal absetzbare Kreditkosten:

  • Einzelpersonen können Kreditkosten bis zu 2.920 Euro im Jahr steuerlich absetzen.
  • Bei Alleinerziehenden erhöht sich der Betrag auf 5.840 Euro pro Jahr.
  • Personen, die für mindestens drei Kinder sorgen müssen, erhalten 7.300 Euro.

Tatsächliche Steuerersparnis: Ist dieser Grenzwert ermittelt, berechnet Ihr Finanzamtes im zweiten Schritt die tatsächliche Steuerersparnis. Hierbei berücksichtigt der Fiskus ein 25 Prozent der anerkannten Grenzwerte sämtlicher Sonderausgaben, die im ersten Schritt ermittelt wurden.

Allerdings korrigiert das Finanzamt das Ergebnis um die Sonderausgabenpauschale von 60 Euro nach unten, da diese Sonderausgabenpauschale bereits bei der Lohnsteuerermittlung für Sie als Steuerpflichtiger berücksichtigt wurde.

Tipp: Haben Sie im vergangenen Jahr weniger als 240 Euro an Kreditkosten für Ihren Wohnraumkredit bezahlt, können Sie sich die Erklärung als Sonderausgaben ersparen, da der Betrag bereits mit der Pauschale in Höhe von 60 Euro steuerlich angerechnet wird.

Kredite und Darlehen steuerlich absetzen: Sonderregelungen je nach Einkommen

In der Steuererklärung gibt es weiters Sonderregelungen, da das Finanzamt bei den Sonderausgaben eine wichtige Unterscheidung trifft. So sind bei kleineren Einkommen vollständige Förderungen möglich, während höhere Einkommen bei den Sonderausgaben gänzlich ausgeschlossen sind. Konkret hat der Fiskus die Grenzwerte wie folgt festgelegt:

  • Bis zu einem Jahreseinkommen von 36.400 Euro werden Sonderausgaben komplett anerkannt.
  • Ab einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro werden Sonderausgaben überhaupt nicht anerkannt.
  • Für Jahreseinkommen dazwischen greift im Steuerrecht die sogenannte „Einschleifregelung“.

Kredit und Steuer: Ausnahmefall außergewöhnliche Belastung

Schließlich gibt es auch Möglichkeiten, Kredite als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen. Hierzu zählen bestimmte Aufwendungen für die Lebensführung, die automatisch das Existenzminimum erhöhen.

Zu solchen Belastungen zählen allerdings nur Ausgaben, die sich aus einem Zwang heraus ergeben und nicht freiwillig erfolgen. Weiters muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der betroffenen Person durch die Belastung wesentlich beeinträchtigt sein. Beispielsweise können Kredite aufgrund einer Krankheit oder Kur als außergewöhnliche Belastung steuerlich anerkannt werden.

Tipp: Außergewöhnlichen Belastungen können Sie, wie Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträge, in Ihrer jährlichen Steuererklärung geltend machen.

Video: Einen Kredit von der Steuer absetzen in Österreich – geht das und worauf muss man achten?

Quelle: OPTIFIN / YouTube

FAQ Kredite und Darlehen steuerlich absetzen

Wann kann ich einen Kredit steuerlich absetzen?

Kreditverträge zur Wohnraumnutzung müssen vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen worden sein. Weiters gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die Immobilie muss zumindest zwei Jahre nach Bauabschluss als Hauptwohnsitz des steuerlich Begünstigten dienen.
  • Der Kreditvertrag muss mindestens acht Jahre Laufzeit haben.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können die Kosten jährlich beim Steuerausgleich geltend gemacht werden.

Welche Kosten kann ich berücksichtigen lassen?

Kosten für Konsumkredite können nicht steuerlich abgesetzt werden. Steuerliche Ermäßigungen gibt es nur für Aufwendungen der jährlich anfallenden Zinsen zum Bau-, Erwerb oder der Sanierung einer Wohnimmobilie. Nicht absetzbar sind weiters die Kosten für Garten, Möbel und Einrichtung, Pool und ähnliche Ausgaben.

Wie viel kann ich jährlich maximal absetzen?

Der Höchstbetrag beträgt aktuell 2.920 Euro jährlich pro Person. Bei Alleinverdienern oder Alleinerziehenden steigt der Betrag auf 5.840 Euro. Weiters ist die Höhe vom Jahreseinkommen abhängig:

  • bis 36.400 € in volle Höhe absetzbar
  • bis 60.000 € anteilig reduziert
  • ab 60.000 € nur 60 € Topfsonderausgabenpauschale pro Jahr

Wichtig: Von den tatsächlichen Kosten wird nur ein Viertel zur Steuerminderung anerkannt.

Muss ich Rechnungen und Belege für das Finanzamt aufbewahren?

Für die Steuererklärung fordert das Finanzamt keine Rechnungen. Allerdings können diese bei einer Steuerprüfung bis zu sieben Jahre später nach verlangt werden. Verträge, Unterlagen und Rechnungen sollten daher mindestens bis zu diesem Zeitraum aufbewahrt werden.

 

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