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Kreditstundung Österreich

26. Juli 2023 by Wolfgang Walter

Was versteht man unter einer Kreditstundung?

Bei einer Kreditstundung kommt es zum Aufschub von fälligen Zahlungen, wie etwa der monatlichen Kreditrate. Dabei ist der Ausdruck Kredit stunden ein Oberbegriff für die verschiedenen Möglichkeiten, die Rückzahlung eines Kredits ganz oder teilweise aufzuschieben. Hierfür ist eine vertragliche Vereinbarung mit der Bank notwendig – bereits bei Vertragsabschluss oder im Nachhinein.

Ratenkredit vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Gründe für Kreditstundung
Welche Zahlungen lassen sich stunden?
Vorgehensweise
Arten der Kreditstundung
Stunden, stillegen oder stoppen
Kosten, Vor- & Nachteile
Fazit, Video & häufige Fragen

Hintergrundwissen zum Thema Kreditstundung

Der Aufschub des Kredits erstreckt sich meist nur über einen begrenzten Zeitraum, beispielsweise bei einem akuten Zahlungsengpass. Kurzfristige Kreditstundungen sind in der Regel nach Rücksprache mit dem Kreditgeber kein Problem. Bei längerfristigen Stundungen stellen sich Banken aber oft quer. Denn durch die Stundung verlängert sich die Laufzeit eines Kredits automatisch, außerdem ist der Ratenzahlungsaufschub meist nicht kostenlos – für den Zeitraum der Stundung können teils hohe Stundungszinsen anfallen

Kreditstundung – das sind die Gründe

Selbst wenn Sie als Kreditnehmerin oder Kreditnehmer nach bestem Wissen und Gewissen die Aufnahme Ihres Kredits vorbereitet, zusammen mit Ihrer Bank alle möglichen Szenarien durchgespielt und Ihr Kreditgeber den Antrag intensiv geprüft hat: Im Alltag kann rasch der Fall eintreten, dass die vereinbarten Kreditraten nicht pünktlich zurückbezahlt werden können.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein plötzlicher Einkommensausfall bzw. -wegfall als Folge langer Krankheit oder eines schweren Unfalls etwa. Kurzarbeit und unerwarteter Jobverlust. Oder aber auch Entwicklungen im Privat- und Geschäftsleben wie Scheidung, Familiengründung, Karenz oder der Verlust eines Geschäftspartners. Hier gerät der Rückzahlungsplan eines Kredits schnell ins Stocken.

Kredite und Co. – welche Zahlungen lassen sich stunden?

Auch kann das Stunden der Rückzahlung unterschiedliche Schulden betreffen. Unter der Voraussetzung, dass der Gläubiger einwilligt bzw. die gesetzlichen Regelungen es erlauben, sind Stundungen beispielsweise möglich für:

  • Baufinanzierungen und Bausparverträge
  • Raten- und Konsumkredite
  • Steuerschulden
  • Sozialversicherungsabgaben

Wichtig: Grundsätzlich besteht kein gesetzliches Anrecht auf eine Kreditstundung – es sei denn, Sie haben in Ihrem Kreditvertrag die Möglichkeit einer Ratenpause vereinbart. Je nach Art der Zahlung gelten weiters unterschiedliche gesetzliche Vorgaben.

Tipp: Ein triftiger Grund und rechtzeitiges Handeln schaffen eine gute Gesprächsbasis. Dann kommen Banken Ihnen in der Regel immer entgegen.

Kredit stunden lassen – so gehen Sie vor

Wenn Sie also merken, dass Sie die nächste/n Kreditrate/n nicht mehr zahlen können, sollten Sie unverzüglich Ihre Bank kontaktieren. Proaktives Vorgehen werten Kreditinstitute immer positiv und Sie ersparen sich unnötige Mahnkosten und Verzugszinsen.

So gehen Sie bei Ihrer Kreditstundung vor:

Kreditvertrag prüfen: Der Idealfall: Ihr Kreditvertrag bietet die Möglichkeit für kostenlose Ratenpausen, dann haben Sie einen Rechtsanspruch auf die vereinbarten Pausen. Prüfen Sie weiters Ihre Versicherungsunterlagen, ob eine Kreditversicherung inkludiert ist und welche Fälle damit abgedeckt sind – beispielsweise Arbeitslosigkeit, Unfall etc.

Kreditinstitut kontaktieren: Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, Bausparkasse oder Kreditgeber, um teure Mahnschreiben und eventuelle Verzugszinsen zu verhindern.

Stundungsziel erkunden: Spielen Sie forderst verschiedene Einkommensszenarien durch und setzen Sie sich ein realistisches persönliches Mindeststundungsziel. Beispielsweise ein Jahr ohne Zins und Tilgung mit entsprechender Verlängerung der Kreditlaufzeit. Wichtig: Ihr Szenario muss begründbar sein und in die üblichen Stundungsbedingungen der Bank passen.

Bank über erwartete Einkünfte informieren: Erwarten Sie in nächster Zeit größere Geldsummen, beispielsweise durch Ablauf einer Lebensversicherung, Bausparverträge oder Abfertigung, dann Sie dies der Bank unbedingt mit. Gleiches gilt für eventuelle Erbaussichten.

Stundung schriftlich vereinbaren: Treffen Sie die Vereinbarung mit Ihrer Bank immer schriftlich und achten Sie auf zusätzliche Kosten.

Arten der Kreditstundung – es gibt viele Wege

Die Stundung eines Kredits kann auf unterschiedliche Art und Weise vonstattengehen:

Stilllegung

Durch eine Stilllegung des Kredits wird die Kreditrückzahlung über eine bestimmte Zeit komplett stillgelegt. Während des Zeitraums leisten Sie keine Ratenzahlungen, die Laufzeit des Kredits verschiebt sich aber um die entsprechenden Monate / Jahre.

Kreditrate reduzieren

Bei der Reduzierung der Kreditrate wird über einen gewissen Zeitraum nur ein leistbarer Teil der aktuellen Rate zurückbezahlt. Den entstehenden Rückstand gleichen Sie zu einem späteren Zeitpunkt mit höheren Monatsraten aus oder verlängern entsprechend die Laufzeit nach Ende des ursprünglichen Zahlungsziels. Auch eine Komplettzahlung der bestehenden Restschuld ist in der Regel möglich.

Verlängerung der Kreditlaufzeit

Ein Klassiker der Kreditstundung ist die Verlängerung der Laufzeit des Kredits. Entsprechend der Kreditbedingungen ist dies meist bis zu einem Zeitraum von einem Jahr möglich. Je nach Bedarf können Sie mit Ihrer Bank aber auch Sondervereinbarungen treffen.

Umschuldung

Erwarten Sie längere Zahlungsausfälle, kann auch eine Umschuldung des gesamten Kredits sinnvoll sein. Hierfür ist es jedoch nötig, die Bank davon zu überzeugen, dass dadurch im weiteren Verlauf wieder Zahlungen verlässlich möglich werden können. In der Regel erfolgt hier eine erneute Bonitätsprüfung.

Tipp: Die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Kreditstundung hängen stark vom Kreditgeber ab. Suchen Sie also möglichst rasch den Kontakt mit Ihrer Bank, wen Sie als Kreditnehmer feststellen, dass Sie Ihrer Kreditratenzahlung nicht nachkommen zu können. Das schafft eine gute Gesprächsbasis.

Kredit stunden, stilllegen oder stoppen – hier liegt der Unterschied

Kredit stunden: Wie bereits erwähnt, bedeutet das Stunden eines Kredits das temporäre Aussetzen der Ratenzahlung. Dies geht größtenteils nur für ein paar Monate. Umgekehrt kann die Stundung eines Kredits auch bedeuten, dass eine Ratenzahlung in Gang kommt – beispielsweise, wenn Sie den gesamten Betrag auf einmal zurückzahlen müssten und per Stundung der Kreditbetrag auf kleinere Raten aufgeteilt.

Kredit stilllegen: Wenn Sie Ihren Kredit stilllegen, pausieren Sie die Rückzahlung der regelmäßigen Raten für eine gewisse Zeit. Banken sprechen oft von einer Stilllegung des Kredits, wenn die Ratenpause länger als einen Monat andauert.

Kredit stoppen: Einen Kredit zu stoppen meint hingegen, den Kreditvertrag zu kündigen. Meist entscheidet das die Bank, wenn Sie Ihren Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen können. Aber auch Sie als Kreditnehmer haben die Möglichkeit, per Antrag auf Löschung ein Darlehen zu stoppen. In der Regel funktioniert das nur dann, wenn der Kredit vorzeitig abgelöst wird.

Kreditstundung – welche Kosten können entstehen?

Ihren Kredit selbst zu stunden, ohne die Bank darüber zu informieren, das kann teuer für Sie werden: In diesem Fall kommt es einem Zahlungsverzug des Kredits, bei dem Mahnspesen und eventuell Verzugszinsen (meist vier bis acht Prozent p.a.) anfallen. Dies können vermeiden, wenn Sie selbst frühzeitig die Bank kontaktieren.

Stundungsgebühr: Weiters sollten Sie prüfen, ob eine Stundungsgebühr anfällt. Diese kann beispielsweise zwischen 50 und 150 Euro oder sogar noch mehr betragen. Nachzulesen ist dies in den Vertragsbedingungen des Kreditvertrags. Generell lohnt sich auch hier das Gespräch mit der Bank – denn gibt es Verhandlungsspielräume.

Zinsen: Während einer Ratenpause läuft die Verzinsung weiter. Es fallen also genauso Zinsen an, wie in den Monaten zuvor. Kreditinstitute bieten zwei Möglichkeiten bei der Stundung:

  • Sie pausieren nur die Tilgung und zahlen die anfallenden Zinsen weiter.
  • Sie pausieren die Zahlung komplett.

Tipp: Bei kompletten Zahlungspausen werden die anfallenden Zinsen zu Ihrer offenen Kreditsumme dazugezählt und Ihre Schulden wachsen in der Ratenpause automatisch an. Gerade bei einem längeren Zeitraum kann es hier zu teuren Zinseszinseffekten kommen.

Kredit stunden – die Vor- und Nachteile

Vorteile der Stundung  Nachteile der Stundung 
  • Es ist kein neuer Kreditvertrag notwendig und die Bonitätsprüfung seitens des KSV entfällt in der Regel. (Vorteil bei zwischenzeitlicher Verschlechterung der Bonität)
  • Es fällt keine Pönale für die vorzeitige Kreditrückzahlung an. Dies kann bei der Umschuldung für Zusatzkosten sorgen.
  • Es entstehen keine Zusatzkosten für die Änderung des Kreditvertrags, wie beispielsweise bei einer Umschuldung.
  • Keine Lösung beispielsweise für ein längerfristig niedrigeres Einkommen.
  • Negative Auswirkungen auf Bonität (Herabstufung), künftige Kreditanfragen werden erschwert bzw. mögliche Konditionen verschlechtern sich.
  • Gegebenenfalls stellt die Bank Gebühren und Spesen in Rechnung.
  • Konditionen des Kredits lassen sich nicht verbessern – im Gegensatz zu einem zinsgünstigen Umschuldungskredit.

Kurzes Fazit

Stunden, stilllegen oder stoppen – bei Zahlungsschwierigkeiten in Sachen Krediten ist vieles möglich. In jedem Fall es gilt es aber die Vertragsbedingungen genau zu erkunden und frühzeitig Kontakt mit Banken, Sparkassen oder sonstigen Kreditgeber zu suchen.

Wenn Sie nur einen vorübergehenden finanziellen Engpass haben, mit den Konditionen Ihres aktuellen Kredits zufrieden sind und ggf. sogar eine hohe Stundungsgebühr oder Pönale zahlen müssen, dann kann die Stundung die bessere Strategie sein.

Bei absehbar längeren Zahlungsschwierigkeiten oder dauerhaft veränderten finanziellen Verhältnissen ist eine Umschuldung zu einem günstigen Onlinekredit mit machbaren monatlichen Raten die sinnvollere Alternative.

Video: Stundung bzw. Zahlungsaufschub – Erklärvideo der Schuldnerhilfe OÖ

Quelle: Schuldnerhilfe OÖ / YouTube

FAQ Kreditstundung

Kann man einen Kredit stilllegen?

Grundsätzlich können Sie einen Kredit bei jeder Bank stunden bzw. stilllegen lassen – wenn die Bank mitspielt. Sie können aber auch die normale Rate in kleineren Ratenzahlungen tilgen bzw. die Laufzeit des Kredits verlängern.

Wie lange kann man einen Kredit stunden?

Wurde im Kreditvertrag nichts vereinbart, kommt es darauf an, wie weit die Bank Ihnen entgegenkommt. Einen gesetzlichen Anspruch auf die Stundung über einen gewissen Zeitraum gibt es leider nicht. Beachten Sie weiters, dass die gestundete Zeit in der Regel an das Ende der Laufzeit angehängt wird – Ihre Kreditlaufzeit verlängert sich also meist.

Muss ich während der Stundung Zinsen zahlen?

Das kommt darauf an, was mit der Bank vereinbart wurde. In aller Regel läuft die Verzinsung während der Stundung weiter – es fallen also weiterhin Zinsen, aber keine Rückzahlungen in dieser Zeit an. Zahlen Sie die Zinsen während der Stundung nicht, erhöhen sich dadurch Ihre Schulden.

Verlängert sich die Laufzeit, wenn ein Kredit gestundet wird?

Auch hier gilt, was mit der Bank vereinbart wurde. Die gestundeten Monate können an das Ende der Laufzeit angehängt werden – es gibt aber auch die Möglichkeiten einer kompletten Rückzahlung des gestundeten Betrags oder eine Erhöhung der monatlichen Raten zum Ende der Stundung.

Welche Gebühren darf die Bank für Mahnschreiben erheben?

Die Bank darf Ihnen Spesen für Mahnungen in Rechnung stellen, allerdings keine gestaffelten Gebühren. Es ist also nicht erlaubt, die Spesen von Mahnung zu Mahnung anzuheben. Um Mahngebühren gänzlich zu vermeiden, sollten Sie die Bank bei Zahlungsproblemen frühzeitig selbst kontaktieren.

Was bedeutet eigentlich Moratorium?

Unter Moratorium versteht man einen zeitlichen Aufschub. Beispielsweise können Schuldner und Gläubiger vereinbaren, die Rückzahlung eines Kredits hinauszuschieben. Im Grunde handelt es sich also um nichts anderes als um eine Stundung.

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Verhandlung mit der Bank – welchen Bauzins Hauskäufer erhalten

16. Juli 2023 by Wolfgang Walter

Was ändert sich aktuell bei Baufinanzierungen in Österreich?

Österreichs Häuslebauer sind zunehmend verunsichert. Erstmals seit Jahren fallen vielerorts die Preise für Immobilien leicht, doch die Finanzierungskosten sind hoch. Bauzinsen steigen deutlich an und längst nicht jeder Finanzierungsinteressent erhält den angepriesenen „Bestzins“. Verhandeln mit der Bank kann helfen – wenn die persönlichen Voraussetzungen stimmen.

Baufinanzierung vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Günstige Zinsen nur für ideale Kunden
Faktoren der Zinshöhe
Lange Laufzeit, hoher Zinssatz
Objektwert & Konditionen
Fazit & Video
Häufige Fragen

Hintergrundwissen zum Thema Verhandlung mit der Bank

Aktuell verheißen viele Werbekampagnen von Baufinanzierern in Österreich die einmalige, günstige Chance:

Baufinanzierung um 2,25 % – jetzt Baudarlehen zu Spitzenkonditionen sichern und die eigenen vier Wände ab morgen genießen.

Blöd, wer da nicht schnell zugreift, denkt sich so mancher Kunde – denn die Botschaft ist klar: Warum eine teure Miete zahlen, wenn für das gleiche Geld schon mein Eigenheim finanzieren kann? Das irreführende dabei: Es gibt keinen Grund für Hektik in Sachen Baufinanzierungen, gerade diese eignen sich nicht für die Schnäppchenjagd. Die angepriesenen Billigkonditionen haben fast immer einen Haken. Und teurer als die monatliche Miete werden Finanzierung in aller Regel auch, denn die Schaufensterkonditionen der Banken und Baufinanzierer sind für Durchschnittskonsumenten kaum zu ergattern.

Baugeld – günstige Werbezinsen nur für den idealen Kunden

Genau das bestätigen auch viele unabhängige Dienstleister, die Zinskonditionen der Baufinanzierer tägliche vergleichen: Banken bewerben grundsätzlich nur die Konditionen für den idealen Kunden, also für Häuslebauer die nur maximal 60 Prozent des Kaufpreises finanzieren möchten – und können. Natürlich lassen sich solche Konditionen am Markt vergleichen. Wer aber mehr Geld braucht, oder sonst etwas an den beworbenen Kreditbedingungen verändern möchte, der zahlt höhere Zinsen. Die können gut und gerne doppelt so hoch sein – aus dem Eingangsbeispiel werden dann rasch 4,50 Prozent und mehr.

Höhe der Bauzinsen – viele Faktoren spielen eine Rolle

Für die Zinskonditionen beim Immobilienkauf oder dem Bau eines Hauses spielen andere Faktoren eine viel größere Rolle als die gestiegenen Leitzinsen der EZB. Banken und Immobilienfinanzierer bewerten vorders die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden. Dazu zählen etwa auch das Alter wegen der Gesamtlaufzeit der Finanzierung oder die Vermögenslage des Kreditnehmers, beispielsweise eine zusätzliche Altersvorsorge oder bereits abbezahlte Immobilien. Je nach Kunden können die Banken ihre Kalkulation und damit ihre Kreditkonditionen inklusive Effektivzins anpassen.

Bonität entscheidet: Für die Finanzierungskonditionen ist die Bonität mindestens so wichtig wie der Objektwert. Teure Wertgutachten lohnen sich meist nicht. Letzten Endes bewerten die Finanzierer das Risiko eines Zahlungsausfalls und gestalten dementsprechend die Auf- und Abschläge bei den Zinskonditionen. Wird die Zahlungsfähigkeit eines Kunden stärker strapaziert, steigt das Risiko für die Bank. Kurz gesagt: hohes Risiko, hoher Zins.

Bis zu 800 Faktoren bei der Kalkulation: Banken und Baufinanzierer berücksichtigen in ihrer Finanzkalkulation bis zu 800 Faktoren Das beginnt bereits mit der anteiligen Höhe der Finanzierungssumme, der sogenannten Beleihung. Wer statt der üblichen 50 oder 60 Prozent des Kaufpreises für die Immobilie gleich 90 oder sogar 100 Prozent finanzieren will oder muss, zahlt einen höheren Zins. Beispielsweise beträgt der Zinsaufschlag bei einer 90-Prozent-Finanzierung im Vergleich zu 50 Prozent bei einer Hypothek mit zehnjähriger Zinsbindung, einem Prozent Tilgung und einem Finanzierungsbetrag von 200.000 Euro im günstigsten Fall 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte. Allerdings berechnen Banken in der Praxis für das Risiko einer hohen Beleihung deutlich höheren Zinsaufschlag – falls sie hohe Beleihungsgrenzen akzeptieren. Einige Banken finanzieren per se nur bis maximal 80 Prozent des Kaufpreises. Aber auch 100-Prozent-Finanzierungen sind bei einigen Banken noch zu bekommen – wenn Ihre Bonität als Kreditnehmer gewährleistet ist.

Tipp: Baufinanzierungsexperten raten allen potenziellen Bauherren zu einer Finanzierung bis maximal 70 Prozent des Objektwertes. 20 bis 30 Prozent Eigenkapital sehen alle Banken gerne. Von einer Vollfinanzierung wird in der Regel abgeraten – weiters sollten Häuslebauer Rücklagen für Notarkosten, die Grundsteuer sowie die spätere Instandhaltung parat haben.

Baufinanzierung – je länger, desto höher der Zinssatz

Ein wesentlicher Faktor ist auch die Zinsbindungsfrist. Hier gilt nach wie vor: je länger Sie Ihren Zins festschreiben, umso höher fällt der Zinssatz aus. So müssen Hauskäufer damit rechnen, dass bei einer Zinsbindung von zehn Jahren der Effektivzins etwa 0,6 Prozentpunkte höher liegt als bei fünf Jahren. Für 15 Jahre Laufzeit kommen nochmals 0,3 Prozentpunkte obendrauf – unabhängig vom Objektwert und Darlehenshöhe. Beispielsweise beträgt aktuell der durchschnittliche Zinssatz bei fünfjähriger Festschreibung effektiv 2,35 Prozent. Für eine zehnjährige Zinsbindung werden bereits 2,90 Prozent fällig, eine auf 15 Jahre festgeschriebene Finanzierung kosten durchschnittlich 3,34 Prozent effektiv.

Günstigen Zins längerfristig sichern: Trotz deutlicher Zinsanstiege im Jahr 2022 raten Experten den meisten Hauskäufern noch immer zu möglichst langen Laufzeiten. Denn historisch betrachtet sind Bauzinsen noch immer günstig. Wer also ruhig schlafen möchte, sollte versuchen, einen Kredit mit 15 oder 20 Jahren Zinsbindung zu ergattern. Die sind aktuell nur wenige Zehntelprozent Prozent teurer als die klassische 10-Jahres-Finanzierung. Allerdings bieten nicht alle Banken in Österreich eine 20-jährige Zinsbindung an.

Sportlich finanzieren und sparen: Immobilienkäufern mit Rücklagen und guter Bonität können ihre Kreditkosten dennoch optimieren und einiges an Geld sparen. Kurzlaufende Kreditzinsen über fünf Jahre liegen im Vergleich zu den Baukrediten mit 15 Jahren Zinsbindung rund ein Prozent niedriger. Selbst wenn der Zins in fünf Jahren fast zwei Prozent höher liegt, hätten Sie als Hauskäufer noch günstiger finanziert als der Bauherr mit 15 Jahren Festschreibung – gleiche Ratenhöhe vorausgesetzt. Allerdings ist das nur etwas für Häuslebauer mit starken Nerven, die den Markt ständig beobachten wollen – und eine Wette auf künftig moderat steigende Bauzinsen.

Tipp: Die Zins- und Tilgungsrate steigt bei einer Laufzeiterhöhung von fünf auf zehn Jahre um etwa 17 Prozent, bei einer Erhöhung von zehn auf 15 Jahre nochmals um rund sieben Prozent.

Hauskauf – hohe Objektwerte sind für Banken attraktiv

Auch das mag für viele Kreditinteressenten komisch: Ein hoher Objektwert ist für Banken und Kreditvermittler durchaus attraktiv, weil mit ihm auch die Zinseinnahmen steigen. In der Praxis bedeutet das: Je mehr Kredit die Bank vergibt – unter Berücksichtigung von Bonität und den anderen wichtigen Faktoren –, umso besser fallen die Konditionen aus. Unter dem Strich bieten viele Banken in Österreich die besten Konditionen aber immer nur für eine bestimmte Kombination aus Darlehenshöhe, Finanzierungs- oder Eigenkapitalanteil und Zinsbindungsfrist an. Teilweise bieten die Finanziere sogar Sonderkontingente, etwa für den Kauf eines selbstgenutzten Einfamilienhauses mit einer Finanzierungssumme über 500.000 Euro an. Allerdings gilt auch hier: Angebote möglichst unabhängig überprüfen lassen.

Bessere Bauzinsen sichern – genau vergleichen und mit der Bank verhandeln

Was viele Eigenheim-Finanzierer nicht wissen: Banken und Baufinanzierer haben Spielräume – und das nicht nur bei Zins und Zinsbindung. Zusatzoptionen wie Sondertilgung oder eine Änderung der Tilgungsrate während der Zinsbindung bezahlten Häuslebauer früher mit einem Zinsaufschlag, weil den Finanzierern so potenziell Zinseinnahmen verloren gehen. Bei den meisten Banken ist aber inzwischen eine Sondertilgung in Höhe von fünf Prozent der Kreditsumme jährlich kostenfrei inkludiert. Möchten Sie diese Sondertilgungsgrenze von fünf Prozent weiter nach oben schrauben, erhöht sich in der Regel Ihr Kreditzins um 0,01 bis 0,02 Prozentpunkte pro ein Prozent Sondertilgung. Auch die kostenfreie Tilgungssatzänderung ist bei den meisten Anbietern ein- bis zweimal während der Zinsbindung möglich.

Unser Rat für Häuslebauer und Käufer von Wohneigentum: Ruhe bewahren und alle Konditionen der Anbieter gründlich hinterfragen und vergleichen. Denn übertriebene Eile ist vor allem bei einer Baufinanzierung über Jahrzehnte fehl am Platz. Die Zinsen für Immobilienkredite haben sich im Jahr 2022 zwar deutlich erhöht – im Schnitt zwischen 2,0 und 2,5 Prozent. Dennoch bleiben sie im historischen Vergleich weiter niedrig. Mit einem gezielten Online-Vergleich können Immobilienkäufer mit ausreichender Bonität am Markt weiterhin gute Schnäppchen erzielen – ohne versteckte Haken.

Fazit Verhandlung mit der Bank

Die eigenen Wände zu finanzieren, das ist in Österreich schwieriger geworden – keine Frage. Die Zinsen galoppieren seit den EZB-Entscheidungen 2022 förmlich davon. Da hilft die ein oder andere Preissenkung bei Kaufimmobilien meist wenig. Zumal die extreme Inflation die Baukosten noch für einige Zeit hochhalten wird und zumindest für 2023 weitere Zinssteigerungen bei der Immobilienfinanzierung fast schon ausgemacht sind.

Dennoch: Gut zu verhandeln, kann sich für Hauskäufer in jedem Fall auszahlen. Die Banken haben, durchaus Verhandlungsspielräume bei Zins, Tilgungsrate und Sondertilgung. Das gilt vor allem für viele Sparkassen und Volksbanken. Lediglich die sehr knapp kalkulierenden Finanzierer, die in Online-Zinsvergleichen ganz oben stehen, haben in aller Regel kaum noch Spielräume mehr nach unten – sie bieten aber ohnehin deutlich günstigere Konditionen als klassische Filialbanken.

Wichtig: Die eigene Bonität bei der Baufinanzierung muss stimmen. Das beginnt bei einer Eigenkapitalquote von mindesten 20 bis 30 Prozent – was die Beleihungsgrenze automatisch drückt. Weiters sind ausreichende, sichere Einkommen bei Banken gefragt. Idealerweise verfügen Finanzierungsinteressenten über zusätzliche Sicherheiten – beispielsweise durch Spar- oder Versicherungsrücklagen oder aber auch durch einen geeigneten zweiten Kreditnehmer bzw. Bürgen.

Video: Wie bekommt Ihr den Top-Zins bei der Bank? Zinsentwicklung 2022

Quelle: Jörg Somborn Baufinanzierungen / YouTube

FAQ Verhandlung mit der Bank

Wie hoch sind die Bauzinsen 2022?

Die aktuellen Bauzinsen für eine Standardfinanzierung liegen Ende November 2022 je nach Höhe des eingebrachten Eigenkapitals und der Vertragslaufzeit im Durchschnitt bei 3,5 bis 4,0 Prozent effektivem Jahreszins. Es gibt vereinzelte Angebote, die sich auch unter- bzw. oberhalb dieser Spanne bewegen.

Werden die Bauzinsen 2023 weiter steigen?

Die Zinsen für Baufinanzierungen sind im Verlauf des Jahres 2022 auch in Österreich sehr schnell gestiegen: Mit einem Plus von rund 2,5 bis 3,0 Prozentpunkten kosten Baudarlehen aktuell ungefähr mehr als viermal so viel als noch Ende 2021. Dem Kreditvermittler Interhyp zufolge, werden die Bauzinsen mit zehnjähriger Zinsbindung auch 2023 weiter steigen.

Wie finanziere ich ein Haus in Österreich?

Häuslebauer können ihre Baufinanzierung über eine Bank in Österreich abschießen. Weiters kann man die Immobilie durch ein Kreditinstitut aus Deutschland finanzieren lassen – hier empfehlen wir den Kontakt zu österreichischen Banken mit Niederlassung in Deutschland. Beide Wege sind gleichermaßen empfehlenswert.

Wie viel Haus kann ich mir in Österreich leisten?

Die goldene Regel für Hausinteressenten lautet: rund 20 Prozent der Objektkosten sollten mindestens durch Eigenmittel aufgebracht werden. Die restlichen Kosten können über eine der Banken oder Bausparkassen in Österreich und Förderstellen finanziert werden.

Wie bekomme ich einen guten Zinssatz?

  • Erkunden Sie vorab Ihr Budget.
  • Bringen Sie ausreichend Eigenkapital ein.
  • Wählen Sie die passende Sollzinsbindung.
  • Wählen Sie den richtigen anfänglichen Tilgungssatz.
  • Achten Sie auf Sonderleistungen und Extras im Vertrag.
  • Planen Sie mögliche Eigenleistung mit ein.

Kann man mit der Bank über Zinsen verhandeln?

Die kostenfreie Tilgungssatzänderung ist bei den meisten Anbietern ein- bis zweimal während der laufenden Zinsbindung möglich. Gut zu verhandeln, zahlt sich für Hauskäufer also aus. Die Banken haben Verhandlungsspielräume beim Zins. Das gilt vor allem für viele Sparkassen und Volksbanken in Österreich.

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Tipps zum Energiesparen im Alltag

14. Juli 2023 by Wolfgang Walter

Warum lohnt sich Energiesparen im Alltag?

Bereits kleine Handgriffe und einfache Tricks helfen, Energie im Alltag einzusparen. Das reduziert nicht nur den Bedarf an Gas, Kohle und Öl und macht Österreich energiepolitisch unabhängiger. Es schützt auch unser Klima und senkt vor allem Ihre Kosten im Haushalt. Tipps zum Energiesparen im Alltag – jeder Euro zählt.

Inhaltsverzeichnis

Strom sparen
Bei der Heizung sparen
Modernisieren
11 Alltagstipps
Video mit 12 Tipps
Häufige Fragen

Wenn Sie Strom- & Gaspreise vergleichen wollen, besuchen Sie gerne die Seite von durchblicker.at

Hintergrundwissen zum Thema Energiesparen im Alltag

Die Energiekrise ist da – auch in Österreich. Horrende Strom- und Gaspreise, Heizkosten, die durch die Decke gehen und eine Inflation, die alle Haushalte und Unternehmen belasten. Für viele Konsumenten ist die Teuerung kaum zu ertragen. Zwar hilft der Staat hier und da – aber am Ende heißt es in unserem Alltag: Energiesparen, wo es geht. Wie das funktionieren kann und wo es am meisten bringt, das erfahren Sie in unserem kleinen Ratgeber Energiesparen im Alltag.

Energiesparen im Alltag: Beim Strom leichter als gedacht

Stromsparen hat eine direkte Auswirkung am Konto, vor allem wenn die jährliche Stromabrechnung ins Haus flattert. Hier kommt es größtenteils zu hohen Nachzahlungen – und der Abschlag fürs nächste Jahr steigt gleich kräftig mit. Besonders in Zeiten von steigenden Strompreisen lohnt sich also zu sparen! Mit unseren Tipps können Sie Ihre Stromkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Wo können Sie Strom sparen?

Strom sparen geht überall: In der Küche, beim Waschen und Trocknen, bei der Beleuchtung sowie bei Unterhaltungsmedien oder im Home-Office. Das geht bereits durch einfache Verhaltensänderungen im Alltag! Wie hoch ist Ihr Stromspar-Potenzial? Wie viel Strom verbrauchen Sie im Vergleich zu anderen Haushalten? In einer Stromspar-Challenge finden Sie sofort heraus, wo und wie viel Strom Sie sparen können.

Was verbraucht am meisten Strom?

Besonders viel Strom verbrauchen wir bei unserer Kommunikation und Unterhaltung – durchschnittlich fast ein Drittel des Stromverbrauchs im Haushalt. Hierunter fallen Fernseher, Computer, Spielekonsolen und alles, was noch so dazu gehört. Hier lohnt es sich, auf effiziente Geräte zu setzen!

Natürlich gibt es auch andere typische Stromfresser im Haushalt. Beispielsweise sehr alte Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Kühlschrank, Gefriergerät oder elektrische Küchenhilfen. Bei solchen Großgeräten sollten Sie nach zehn bis 15 Jahren den Stecker ziehen und auf Neugeräte mit hoher Effizienzklasse setzen. Das rechnet sich bereits nach kurzer Zeit!

Aber auch die alte Heizungspumpe kann ein Strommonster sein. Der Austausch gegen eine neue, hocheffiziente Pumpe spart bis zu 90 Prozent an Strom. Also: Heizung optimieren und Kosten sparen!

Wie finden Sie Ihre Stromfresser im Haushalt?

Den Stromverbrauch können Sie ganz einfach mit einem Strommessgerät messen. Diese können Sie kostenlos in Beratungsstellen in ganz Österreich ausleihen. Vergleichen Sie den gemessenen Stromverbrauch mit einem neuen, energieeffizienten Modell im Handel. Den Jahresstromverbrauch können Sie einfach beim Energieeffizienzlabel am Gerät ablesen. In der Regel zahlt sich der Austausch des Altgeräts trotz höherem Kaufpreis rasch aus!

Aber auch ausgeschaltete Elektrogeräte entpuppen sich oft als heimliche Stromfresser. Diese lassen sich auch ohne Messgerät entlarven: Fühlen Sie, ob das Netzteil warm ist. Wenn ja, dann verbraucht das Gerät weiterhin Strom. Das ist häufig bei Steh- oder Schreibtischlampen, Laptops oder anderen Bürogeräten der Fall. Die ungenutzte Leistungsaufnahme kann von 0,5 bis 10 Watt variieren. Aufs Jahr gerechnet lohnt es sich also öfter mal den Stecker zu ziehen!

Worauf gilt es beim Neukauf zu achten?

Bei jedem Neukauf sollten Sie den Stromverbrauch des Gerätes erkunden. Das macht sich in der nächsten Stromrechnung bemerkbar. Achten Sie neben einer hohen Effizienzklasse auch auf den konkret angegebenen Stromverbrauch in kWh pro Jahr. Manchmal haben auf den ersten Blick vergleichbare Geräte sehr unterschiedliche Energie-Verbrauchswerte – teils bis zu 25 Prozent mehr oder weniger!

INFOBOX

Spar-Tipp Strom sparen – schon gewusst?
Rund 300 Watt und mehr kann ein High-End-Gaming Computer durchschnittlich im Betrieb verbrauchen. Bei 3,5 Stunden Gaming pro Tag sind das über 1 kWh Energie am Tag und über 380 kWh im Jahr – dafür könnten Sie rund 500-mal Ihre Wäsche waschen, etwa 1.900 Kilometer elektrisch autofahren oder ein Jahr lang zwei Kühl-Gefriergeräte betreiben.

Was gilt noch beim Strom sparen?

Auch die viel geliebte Stand-By-Funktion verbraucht weiter Strom, wenn mitunter wenig: Die Stand-by-Leistung von neueren Geräten darf nach EU-Vorgabe nur noch bis zu 0,5 Watt betragen.

Das gilt allerdings nicht für Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden sind – beispielsweise Smart-TVs, Drucker oder Spielekonsolen. Hier greift die EU-Obergrenze nicht. Bei solchen Geräten lohnt sich das Abschalten besonders, wenn Sie sie gerade nicht verwenden!

Tipp: Es gibt einige wenige Geräte, beispielsweise OLED-Fernseher, die auch während der Nichtnutzung Strom benötigen. Hier heißt es: Angaben in der Gebrauchsanweisung des Gerätes prüfen.

Energiesparen im Alltag: Bei der Heizung gibt es viele Möglichkeiten

Möchten Sie Ihre Energiekosten senken, sollten Sie bei den Heizkosten im Alltag sparen – auch das ist keine Kunst. Heizkosten zu sparen ist in unseren Breitengraden in jedem Fall der effizienteste Weg, um den Energieverbrauch zu senken. Bei einem durchschnittlichen Haushalt in Österreich entfallen auf das Heizen um die 75 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Mit unseren Tipps lassen sich mehrere Hundert Euro pro Jahr an Heizkosten einsparen.

Die richtige Temperatur wählen

Wer möglichst günstig heizen will, sollte lieber 20 statt 25 Grad einstellen. Auf vielen Thermostaten ist das die mittlere Stufe. Unser Körper passt sich an Temperaturen an, und wir frieren nach Eingewöhnung meist weniger als bei höheren Temperaturen. Wichtig: Thermometer nutzen, statt auf gut Glück zu heizen!

Verschiedene Räume unterschiedlich beheizen

Es muss nicht überall gleich warm sein. Einen Raum weniger zu beheizen, spart Energie. Wer sich vor allem im Wohnzimmer aufhält, kann es sich dort richtig kuschelig machen – im Gegenzug reichen in Küche und Schlafzimmer auch 16 bis 18 Grad. Pro Grad weniger sinken die Heizkosten im Schnitt um sechs Prozent. Wichtig: Nicht heizen zieht Feuchtigkeit und Schimmel an!

Stoßlüften, statt ins Freie zu heizen

Bequem, aber ein No-Go: Dauerhaft gekippte Fenster, unter denen der Heizkörper fröhlich bullert. Neben Wärme auch für frische Luftzufuhr zu sorgen ist richtig und wichtig – doch das funktioniert besser, wenn die Fenster mehrmals täglich für wenige Minuten richtig weit geöffnet werden. Stoßlüften bringt am meisten und senkt die Heizkosten!

Heizkörper nicht verstellen

Nicht jede Wohnung ist ideal geschnitten, und so steht manches Sofa oder Regal vor dem Heizkörper. Nicht ideal, denn die Heizung erwärmt die Wohnung nicht nur, indem sie Umgebungsluft aufwärmt, sie sendet auch Wärmestrahlung ab. Wird diese von Möbeln oder Gardinen vor den Heizungen abgefangen, sinkt die Heizleistung. Es wird weniger warm!

Heizung früher abdrehen

Wer ins Bett geht oder länger noch Zeit am PC oder Fernseher verbringt, sollte eine halbe oder ganze Stunde vorher die Heizung runterstellen. Diese heizt dann noch einige Zeit nach und bringt ausreichend Wärme. Auch so lässt sich Energie und Heizkosten sparen.

Heizlüfter ausmustern

Wer friert, behilft sich oftmals mit einem elektrischen Heizlüfter unter dem Tisch oder vor den Füßen. Mit Heißluft zu heizen, ist aber sehr energieintensiv, denn die Geräte verbrauchen immens viel Strom und setzen ihn nicht effizient ein. Nur der Luftstrom ist warm und man friert umso mehr, wo die erwärmte Luft nicht hinkommt. Gleiches gilt für Heizstrahler. Günstig heizen geht anders!

Mit schlauen Thermostaten heizen

Auch programmierbare Thermostate helfen Heizkosten sparen. Sie können beispielsweise in der Nacht die Temperatur automatisch auf 15 Grad senken (Nachtabsenkung) und eine halbe Stunde vor dem Aufstehen die Temperatur wieder erhöhen. Jederzeit eine angenehme Raumtemperatur und jede Menge Heizkosten gespart!

Passiv heizen mit Jalousien

Es sind vor allem die Fenster, durch die Gebäude ihre Wärme verlieren – auch wenn geschlossen sind. Abhilfe schaffen neben Doppel- oder Dreifachverglasung auch Jalousien und Rollläden. Wer diese nachts herunterlässt, erhöht die Isolation der Zimmer und reduziert den Wärmeverlust auf weniger als die Hälfte!

Rohre und Heizkörper isolieren

In so manchem Haus liegen Warmwasserrohre und Heizkörper frei und verschwendet wertvolle Wärme – und das nicht nur in Kellerräumen. Hier empfiehlt sich eine spezielle Rohrisolierung sowie wärmedämmenden Naturmaterialien am Mauerwerk des Gebäudes. Isolationsplatten oder Reflexionsfolien stoppen den Wärmeabfluss und sparen bares Heizungsgeld!

Heizung regelmäßig entlüften

Viele Heizungen arbeiten weniger effizient, weil sich darin Luft angesammelt hat. Hier hilft es, die Heizung von Zeit zu Zeit zu entlüften. Entlüftungsschlüssel gibt es im Fachhandel für kleines Geld. Entlüftungsschraube aufdrehen, Wasser im Becher auffangen und wieder zudrehen. Schon arbeitet die Heizung wieder effektiv!

Heizkosten sparen durch Heiz-Check oder Energieberater

Unsere Tipps können, natürlich nicht alle Einzelfälle abdecken. Und nicht jedes Heizsystem und jedes Haus sind gleich. Daher empfiehlt sich die Lektüre einschlägiger Broschüren der verschiedenen Konsumentenberatungsstellen oder besser gleich der Besuch eines geschulten Energieberaters vor Ort. Vielfach werden auch online Heiz-Checks angeboten – beispielsweise auf der Website co2online.

INFOBOX

Spar-Tipp günstig heizen – wärmer anziehen und richtig ernähren
Beides klingt so richtig banal, aber es ist eben auch wahr: Wer es richtig warm haben will, der heizt besser weniger – und zieht sich dafür wärmer an! Die Füße warmzuhalten, bringt den Kreislauf in Schwung. Zwiebelprinzip und Schal helfen noch mehr. Und: Ausgerechnet im Winter Diät machen ist keine gute Idee, weil man in der kalten Jahreszeit eben schneller friert. Deshalb sollte man die Low-Carb-Ernährung eher auf die Sommermonate verlegen. Denn: Auf Dauer bleibt gesünder, wer sich nicht ständig in überheizten Räumen aufhält.

Nachbessern und Modernisieren – auch das hilft beim Energiesparen

Fenster und Türen abdichten oder tauschen

Je nach Fenster und Türe zieht es mehr oder weniger in Österreichs Häusern und Wohnungen – und hier verschwindet ein Großteil der Wärme oft unbemerkt. Dies gilt gerade in den vielen Altbauten mit noch üblichen Holzfenstern. Undichte Stellen gibt es aber auch in neuen Gebäuden mit in die Jahre gekommene Kunststofffenster. Rasche Abhilfe schafft man meist, indem Sie die Spalten der Fenster und Eingangstüren mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen abdichten. Auch bei unterschiedlich stark beheizten Räumen sollten Sie den Luftzug an den Türen möglichst unterbinden.

Bringt das nicht den gewünschten Erfolg, ist ein kompletter Tausch notwendig. Hierbei sollten Sie auf den sogenannten U-Wert der Modelle achten und sich vorab beraten lassen. Neben der Verglasung spielt bei Fenster und Türen auch der Rahmen eine Rolle, wenn es um die Einsparung von Energie geht. Hier rechnet man mit dem sogenannten Uw-Wert, welcher bei der Zweifachverglasung etwa bei 1,3 W/(m²K) und bei der Dreifachverglasung etwa im Bereich von 0,95 W/(m²K) liegt.

Tipp: Bereits beim Fenster- oder Türentausch gibt es Geld vom Staat. Für Einzelmaßnahmen erhalten Sie mindestens 15 Prozent der Kosten als Förderung, maximal aber 9.000 Euro. Mit ISFP-Bonus erhöht sich die Fenster-Förderung auf 20 Prozent, maximal 12.000 Euro. Im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung können Sie bis 45 Prozent der Kosten als Förderung erhalten, also maximal 67.500 Euro.

Fassade und Dach dämmen

Natürlich entweicht kostbare Energie nicht nur allein an Fenstern und Türen. Auch viele Fassaden und Dächer älterer Gebäude in Österreich entsprechen bei weitem nicht mehr den heutigen Energiestandards. Dank moderner Wärmedämmung lassen sich Heizkosten sparen – egal ob an den Außenwänden, Fußböden, Keller- und Geschoßdecken oder am Dach.

Werden bei einer Altbausanierung die Außenwände und das Dach sowie die Kellerdecke gedämmt und darüber hinaus die Fenster getauscht, lässt sich die Heizkostenrechnung um bis zu 80 Prozent senken. Das genaue Einsparpotenzial durch nachträgliche Dämmung können Sie im Zuge einer Energieberatung ermitteln lassen

Mögliche Einsparungen im Überblick

  • Dachdämmung: 15 % bis 25 %
  • Fassadendämmung: 20 % bis 30 %
  • Neue Fenster einsetzen: 10 % bis 30 %
  • Kellerdecke dämmen: 10 % bis 20 %
  • Modernisierung der Heizanlage: 10 % bis 25 %

Die Gesamtkosten einer Fassadendämmung (Dämmstoff und Montage) bei Altbauten können zwischen 25 Euro und 250 Euro pro Quadratmeter liegen. Um zu erkunden, ob sich eine Dämmung für Ihre Immobilie lohnt, stellen Sie am besten einmal die Investitionskosten den Einsparungen bei den Heizkosten gegenüber.

Berücksichtigen Sie dabei die gesamte Nutzungsdauer sowie etwaige Förderungen von Land und Bund: Der Zuschuss für die Fassadendämmung beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Prozent ist möglich, wenn die Fassadendämmung als Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war = iSFP-Bonus. Wichtig: Für die Förderung ist die Einbindung eines Energieberaters Pflicht.

Tipp: Wird ein Haus neu verputzt, bietet es sich an, auch die Fassade zu dämmen. Indem Sie beide Arbeiten in einem Zug erledigen lassen, können Sie die Kosten deutlich senken.

Kohle-, Öl- und Gasheizungen tauschen

Entscheidend beim Thema Energiesparen sind auch Bauart und Zustand der Heizungsanlage. Noch immer werden in Österreich viele tausende Kohle-, Öl- und Gasheizungen betrieben, die wenig effizient arbeiten. Hoher Verbrauch und hohe Energiekosten sind die Folge für Mieter und Hausbesitzer.

Zwar lassen sich durch regelmäßige Wartung, Tausch gegen moderne effizientere Anlagen und Hybrid-Lösungen mit Solar- und Photovoltaikanlagen durchaus Heizkosten einsparen – in puncto Nachhaltigkeit sind Kohle-, Öl- und Gasheizungen allerdings nicht mehr zeitgemäß. Ein kompletter Tausch auf modernere Heizungssysteme wie Pellets oder Wärmepumpen verschiedenster Bauarten ist hier oftmals die bessere Lösung. Gleiches gilt für Nachtstromspeicherheizungen – diese sind eigentlich ein No-Go und sollten ersetzt werden.

Mit der Förderungsaktion „raus aus Öl und Gas“ soll Privaten und Betrieben der Umstieg von einer fossil betriebenen Raumheizung auf ein nachhaltiges Heizungssystem erleichtern. Damit setzt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) einen weiteren wesentlichen Schritt zur Klimaneutralität im Jahr 2040. Für die Förderungsaktion und die Sanierungsoffensive 2021/2022 stehen insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 400 Millionen Euro für den Kesseltausch und die Förderungsaktion „raus aus Öl“ reserviert. Für die Jahre 2023 bis 2025 wurde bereits eine Förderung in der Höhe von 1.140 Millionen Euro gesetzlich verankert. Die staatlichen Boni für Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser und mehrgeschoßigem Wohnbau sind gestaffelt und liegen zwischen 2.000 bis 4.000 Euro.

Auf Solar und Photovoltaik setzen

Neben Wasserkraftanlagen, Windkraftanlagen und Biomasseanlagen erleben aktuell auch Solar- und Photovoltaikanlagen einen wahren Boom in Österreich. Kein Wunder: Trotz beträchtlicher Anschaffungskosten garantieren sie nicht nur eine kostenneutrale Heiz- und Wasserversorgung. Dank Einspeisevergütungen gelangt mitunter sogar noch zusätzliches Geld in die Haushaltskassa.

Die bundesweite Förderungsaktion raus aus Öl und Gas bietet seit April 2022 die Möglichkeit, zusätzlich einen Solarbonus zu beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass im Zusammenhang mit dem Kesseltausch eine thermische Solaranlage errichtet wird. Als Solarbonus werden höchstens 1.500 Euro als Förderung bei Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Reihenhäusern ausbezahlt.

Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wurden zudem die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Netzanschluss von erneuerbaren Energieanlagen vereinfacht. Dies umfasst auch finanzielle Erleichterungen in Form eines pauschalierten Netzzutrittsentgelts. Mit einem der EAG-Investitionszuschüsse werden die Neuerrichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen und die damit verbundene Neuerrichtung von Stromspeichern gefördert. Für die Erweiterung einer Photovoltaikanlage ist keine Mindestgröße vorgeschrieben.

Aktueller Fördercall: Anträge auf Gewährung von Investitionszuschüssen für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher können ab 23. August 2022 über die Website der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) eingebracht werden. Nach Beginn der Ticketziehung am 23. August 2022 ist die Vervollständigung erst ab dem Folgetag möglich. Die Information zur Möglichkeit der Vervollständigung finden Sie in Ihrem Bestätigungsmail nach Ticketziehung.

Zum Schluss: 11 schnelle Tipps zum Energiesparen im Alltag

Tipp 1: Fernseher ausschalten: Schalten Sie einen Fernseher, der täglich 20 Stunden im Standby-Modus läuft, aus, sparen Sie rund 18 Euro pro Jahr.

Tipp 2: Netzschalter Pause gönnen: Verwenden Sie Verteilerstecker mit eingebautem Ausschalter. So verhindern Sie, dass Geräte im Standby-Betrieb unnötig Strom verbrauchen.

Tipp 3: Aufladbare Akkus verwenden: Aufladen statt wegwerfen: Wieder aufladbare Akkus sind auf Dauer wesentlich kostengünstiger als Batterien. Ladegeräte nach der Benutzung ausstecken – sonst verbrauchen sie ständig Strom.

Tipp 4: Stromsparend waschen: Dank moderner Waschmaschinen und Waschmittel reichen für normal verschmutzte Wäsche 40° C völlig aus. Und: Lassen Sie Ihre Wäsche an der Luft gratis trocknen.

Tipp 5: Bügeln, nur wenn nötig: Auch der Stromverbrauch beim Bügeln ist nicht zu unterschätzen. Bügeln Sie daher nur Kleidungsstücke, bei denen es wirklich notwendig ist und nutzen Sie die Restwärme.

Tipp 6: Wasserkocher oder Topf: Verwenden Sie immer einen Deckel und erhitzen Sie den Topf auf der richtigen Platte. Außerdem gilt: kleineres Gerät, kleinerer Verbrauch. Kleingeräte wie Mikrowellen oder Wasserkocher sparen Strom.

Tipp 7: Geschirrspüler voll machen: Sie die Füllmenge Ihres Geschirrspülers voll aus und wählen Sie möglichst Umweltprogramme wie ECO. Dies senkt neben dem Stromverbrauch auch die Wasserkosten.

Tipp 8: Kühlschrank richtig nutzen: Lassen Sie Speisen immer zuerst auskühlen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen. Überprüfen Sie weiters, ob Ihr Kühlschrank richtig eingestellt ist – eine Kühltemperatur von 7° C ist völlig ausreichend. Und: Vermeiden Sie häufiges und langes Öffnen, und stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht unmittelbar neben Heizkörper oder Geräte, die Wärme abstrahlen.

Tipp 9: Beleuchtung gezielt verwenden: Der richtige Umgang mit der Beleuchtung birgt enormes Stromsparpotenzial. Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen. Beleuchten Sie nur Räume, die Sie wirklich benötigen. In Bereichen, in denen Sie sich nur kurz aufhalten, sind Bewegungsmelder sinnvoll. Und: Geeignete Leuchtmittel und Lampen helfen automatisch den Energieverbrauch zu senken.

Tipp 10: Zeitschaltuhren einsetzen: Zeitschaltuhren sparen Energie bei Heizung und Warmwasser. Heizungspumpe, Warmwasserboiler und Co. laufen meist rund um die Uhr sind unnötigerweise auf höchster Stufe eingestellt – bis zu 50 Prozent lässt sich hier sparen.

Tipp 11: Energieverbrauch kontrollieren & vom Profi beraten lassen. Schließlich gilt: Wer seinen Energieverbrauch kennt, sieht Erfolge schneller und tut sich beim Energiesparen leichter. Alternativ zur klassischen Energieberatung gibt es hierzu praktische Helfer, wie beispielsweise das kostenlose Energiesparkonto samt Energie-Check-App. Wie das funktioniert, sehen Sie hier.

Video: 12 Tipps, um Strom & Energie zu sparen!

Quelle: Finanzfluss / YouTube

FAQ Energiesparen im Alltag

Was bedeutet Energiesparen?

Energie kann strenggenommen weder produziert noch verbraucht, daher auch nicht gespart werden. Sie wird aber von nutzbaren Formen (Licht der Glühlampe) zu unnützen Formen (Licht in Zimmern ohne Personen; Abwärme der Glühlampe) umgewandelt. Dies zu verhindern, ohne dass die Lebensqualität drunter leidet, ist Energiesparen.

Warum sollte man Energie sparen?

Weil man Geld spart und weil es das Klima schont: Energie kostet Geld, daher sind alle Energiesparmaßnahmen auch Geldsparmaßnahmen. Zudem ist ein großer Teil unserer Energie immer noch klimaschädlich, daher hilft Energie sparen gleichzeitig das Klima zu schonen.

Was kann ich tun, um Energie zu sparen?

Energie lässt sich beim Heizen, aber auch beim Kühlen mit der Klimaanlage einsparen. Man kann Lampen mit LEDs ersetzen und hat mehr Licht und spart dennoch Strom. Aber auch kluges Waschen und energieeffiziente Haushaltsgeräte sparen Energie.

Wo kann man im Haushalt am besten Strom sparen?

Mit einigen einfachen Regeln kann man überall Strom sparen und die Kosten reduzieren: in der Küche, beim Waschen und Trocknen, bei der Beleuchtung und vor allem in der Unterhaltungselektronik und im Homeoffice. Denn Fernseher, Computer, Spielkonsolen, Drucker & Co. verbrauchen besonders viel Strom.

Welche Geräte sind Stromfresser?

Als Stromfresser bezeichnet man Geräte, die überdurchschnittlich viel Energie verbrauchen. Das sind vor allem ältere und energieintensive Elektrogeräte sowie Elektrogeräte im Dauerbetrieb. Zu den größten Stromfressern zählen beispielsweise alte Heizungspumpen, Gefriertruhen, Wäschetrockner oder Kühlschränke.

Was ist der U-Wert?

Der U-Wert beziffert den Wärmedurchgang durch ein gesamtes Bauteil, zum Beispiel die Außenwand. Die Einheit lautet W/(m²·K), also Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Der U-Wert hängt eng mit der Wärmeleitfähigkeit (λ) von einzelnen Dämmstoffen zusammen. Da sich eine Hauswand aber aus mehreren Baustoffschichten zusammensetzt, muss man bei der Berechnung des U-Wertes auch die unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit der Materialien sowie die Schichtdicke berücksichtigen.

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Boni und Zuschüsse in Österreich – Geld vom Staat

6. Juli 2023 by Wolfgang Walter

Wie können Sie sich 2023 noch Geld vom Staat sichern?

2024 ist vermutlich Schluss mit Boni in Österreich. Grund genug sich die Liste der möglichen Zahlungen, die Sie sich heuer noch holen können, genauer anzusehen. Alle Details zu Bonuszahlungen und Zuschüssen im Jahr 2023 finden Sie hier bei uns.

Baufinanzierung oder Ratenkredit vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Teuerungsprämie für Arbeitnehmer
Wohn- & Heizkostenzuschüsse
Netzkostenzuschuss & Strompreisbremse
Reparaturbonus
Erhöhte Pendlerpauschale
Fazit, Video und FAQ

Hintergrundwissen zum Thema Boni und Zuschüsse in Österreich

Auch in Österreich werden Konsumenten seit Beginn der Teuerungskrise mit unterschiedlichsten Einmalzahlungen und Geld-Boni gegen die Preissteigerungen geschützt. Für viele Haushalte sind diese Gelder eine überlebensnotwendige finanzielle Hilfe im Alltag. Dennoch gibt es Kritik: Das Prinzip Gießkanne hat sich vielerorts nicht bewährt – ein Ende der Bonuszahlungen ist vor Ende 2023 dennoch nicht in Sicht. Was es im Rahmen des Anti-Teuerungspakets vom Staat gibt, lesen Sie hier:

Geld vom Staat: Teuerungsprämie für Arbeitnehmer

Im Kampf gegen Rekordinflation und Preissteigerungen wurde in Österreich seit längerem die Teuerungsprämie für Arbeitnehmer eingeführt. Diese ermöglicht Geldzahlungen von bis zu 3.000 Euro je Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer. Der Betrag gilt als steuerfrei, weiters müssen keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Bereits im Jahr 2022 konnten Arbeitnehmer von dieser Prämie profitieren, Zahlung sind auch an geringfügig Beschäftigte und Mitarbeiter in Teilzeit möglich.

Geld vom Staat: Wohn- und Heizkostenzuschüsse für Hausbesitzer und Co.

Die Zuschüsse zu den steigenden Wohn- und Heizkosten wurden für die aktuelle Periode bereits mehrmals erhöht und deren Zugangsvoraussetzungen erweitert. Je Bundesland gelten, aber andere Regelungen und Förderbeträge. Weiters sind in einigen Bundesländern Fristen bereits abgelaufen, oder enden demnächst. Die Details zum Heizkostenzuschuss und den Energieboni 2023:

Oberösterreich

Der Heizkostenzuschuss in OÖ beträgt 200 Euro pro Haushalt, falls entsprechende Voraussetzungen und Einkommensgrenzen von 27.000 € (Singlehaushalt) bzw. 65.000 € (Mehrpersonenhaushalt zutreffen. Bei einem minderjährigen Kind im Haushalt steigt der Bonus auf 300 Euro, bei zwei Kindern auf 400 Euro. Die Antragsfrist lief vom 02. Januar bis 28. April 2023.

Der Wohn- und Energiekostenbonus OÖ beträgt zwischen 200 und 400 Euro. Voraussetzung ist ein Jahresbruttoeinkommen 2022 von maximal 27.000 Euro für Ein-Personen- und 65.000 Euro für Mehr-Personen-Haushalte. Gefördert werden ausschließlich Personen mit eigenem Haushalt und ständigem Wohnsitz in Oberösterreich zur Bewältigung der gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die Antragsfrist läuft noch bis 30. Juni 2023.

Salzburg

Im Land Salzburg bekommen alle jene Haushalte, die im vergangenen Winter bereits den Heizkostenzuschuss von insgesamt 300 Euro erhalten haben, zusätzlich einen erhöhten Zuschuss von 300 Euro automatisch.

Förderungsfähig sind Personen ab 18 Jahren mit eigenem Haushalt und ständigem Wohnsitz im Land Salzburg, sofern sie die Einkommensgrenzen von 1.300 € (Single und Alleinerziehende) bzw. 1.700 € (Ehepaare, Lebensgemeinschaften) netto nicht überschreiten. Pro weiteres Kind bzw. Erwachsenen erhöht sich dieser Freibetrag – je nach Haushaltsstand um 360 bis 580 Euro. Die Antragsfrist läuft noch bis 31. Juli 2023.

Tirol

Der sogenannte Tirol-Zuschuss setzt sich aus dem Wohn- und Heizkostenzuschuss zusammen und beträgt für 2023 250 € bis 450 € pro Haushalt – je nach Haushaltssituation. Die monatlichen Netto-Einkommensgrenzen liegen bei 1.100 € (Singlehaushalte) bzw. 1.700 Euro (Lebensgemeinschaften). Für jede weitere Person erhöht sich die Grenze um 450 Euro. Die Antragsfrist läuft noch bis 31. Oktober 2023.

Wien

Der Wiener Energiebonus `23 wird seit 11. April 2023 automatisch an rund 550.000 Haushalte überwiesen und beträgt 200 Euro. Weitere 100.000 Haushalte können seit 17. April 2023 einen Antrag auf den Energiebonus stellen. Die Antragfrist läuft noch bis 30. Juni 2023.

Burgenland

Im Burgenland hilft der sogenannte Wärmepreisdeckel von bis zu 2.000 Euro betroffenen Haushalten. Voraussetzung ist ein maximales Brutto-Jahreseinkommen von 63.000 Euro pro Haushalt. Die Antragsfrist läuft noch bis 31. Dezember 2023.

Steiermark

Für Haushalte in der Steiermark beträgt Heizkostenzuschuss 340 Euro. Die monatlichen Einkommensgrenzen liegen bei 1.371 € (Singlehaushalte) bzw. 2.057 Euro (Ehepaare und Haushaltsgemeinschaften) Pro Kind mit aktivem Familienbeihilfe-Bezug wird die Grenze um 412 Euro erhöht. Antragsfrist ist bereits zum 28. Februar 2023 ausgelaufen.

Kärnten

Die Kärntner Heizkosten-Unterstützung beträgt bis zu 180 Euro. Sie erhalten Personen mit Ausgleichzulage für Alleinstehende bzw. Personen in Haushaltsgemeinschaften. Die kleine Heizkostenunterstützung um 110 Euro gibt es für Nettoeinkommen bis maximal 1.250 Euro (Alleinstehende) bzw. 1.730 Euro (Mehr-Personen-Haushalten). Pro weitere Person erhöht sich die Grenze um 270 Euro. Die Antragsfrist ist bereits zum 28. April 2023 ausgelaufen.

Niederösterreich

Der neue Wohn- und Heizkostenzuschuss NÖ beträgt 150 Euro und kann zusätzlich zum bisherigen Zuschuss beantragt werden. Anspruchsberechtigt sind alle Haushalte mit einem Jahresbruttoeinkommen bis zu 40.000 Euro (Singlehaushalt) bzw. 100.000 Euro (Mehr-Personen-Haushalt.). Die Antragsfrist läuft bis 30. Juni 2023.

Vorarlberg

Der Heizkostenzuschuss PLUS in Vorarlberg umfasst 330 Euro extra. Mit Aufstockung des Bundes um 330 Euro beträgt der Zuschuss insgesamt 660 Euro pro Haushalt. Die Antragsfrist ist allerdings per 31. Mai 2023 ausgelaufen.

Geld vom Staat: Netzkostenzuschuss und Strompreisbremse für Privathaushalte

Haushalte mit niedrigerem Einkommen in Österreich erhalten seit Jänner 2023 weiters einen Netzkostenzuschuss. Insgesamt beträgt der Zuschuss 75 Prozent der tatsächlichen Systemnutzungsentgelte – maximal 200 Euro pro Jahr. Anspruchsberechtigt sind alle Haushalte, die von der GIS (Rundfunkgebühr) befreit sind. Somit kann die Entlastung auf bis zu 700 Euro jährlich ansteigen.

Ebenfalls seit Jänner 2023 Weiters ist die sogenannte Strompreisbremse in Kraft. Berechnungsgrundlage bildet der durchschnittliche Stromverbrauch eines drei-köpfigen Haushaltes mit bis zu 2.900 Kilowattstunden pro Jahr – bis dahin wird der Strompreis mit 10 Cent pro kWh festgesetzt. Die Strompreisbremse soll einen durchschnittlichen Privathaushalt in Österreich um bis zu 500 Euro pro Jahr entlasten und kommt automatisch auf der Stromrechnung zur Anwendung. Sowohl Netzkostenzuschuss als auch Strompreisbremse enden per 30. Juni 2024.

Geld vom Staat: Reparaturbonus für Konsumenten

Unter dem Motto E-Geräte reparieren, 50 % der Kosten sparen steht die Förderaktion Reparaturbonus, welcher Privatpersonen in Österreich zur Verfügung steht. Pro Reparatur kann nur ein Bon eingereicht werden. Die Höhe des geförderten Betrags liegt bei 50 Prozent der Kosten, maximal jedoch 200 Euro.

Anspruchsberechtigt sind Elektro- und Elektronik-Geräte wie Fernseher, Smartphones, Küchengeräte, Rasenmäher und weitere. Die Liste der Partnerbetriebe, die den Reparaturbonus akzeptieren bzw. bei denen dieser eingelöst werden kann, wird stetig erweitert – beispielsweise um alle MediaMarkt-Filialen in Österreich. Einlösen kann man diesen auf der Webseite www.reparaturbonus.at.

Geld vom Staat: Erhöhte Pendlerpauschale nur noch im Juni

Nur noch im Juni 2023 gibt es die erhöhte Pendlerpauschale von jährlich zwei Euro pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke. Danach wird diese wieder auf die ursprüngliche Höhe abgesenkt – laut Bundesregierung machen die sinkenden Spritpreise keine zusätzliche Entlastung für Autolenker mehr nötig. Wer also die Pendlerpauschale unterjährig über die Lohnverrechnung geltend macht, profitiert davon nur noch bis Ende Juni.

Laut Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) soll statt einer Fortführung der erhöhten Pendlerpauschale künftig eine soziale Staffelung der Pendlerpauschale erfolgen.

Fazit: Boni und Zuschüsse in Österreich

Teuerungsprämie, Wohn- und Heizkostenzuschüsse, Netzkostenzuschuss und Strompreisbremse, Reparaturbonus, sozial gestaffelte Pendlerpauschale. Bund und Länder in Österreich haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren viel einfallen lassen, um der beispiellosen Belastung von Konsumenten entgegenzutreten.

Vieles davon macht Sinn und bietet eine aktive Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. Bei manchen musste nachgebessert werden oder wird in den kommenden Monaten nachgebessert. Statt Prinzip Gießkanne sozial gerechtere Fördertöpfe – so lautet das Gebot der Stunden. Man darf gespannt sein, ob und wie uns über 2023 hinaus Boni vom Staat zur Verfügung stehen.


Video: 5 steuerfreie Boni für Mitarbeiter

Quelle: Jagersberger – Ihre Steuerberater

 

FAQ Geld vom Staat

Wann gilt die erhöhte Pendlerpauschale in Österreich?

Im Zeitraum Mai 2022 bis Juni 2023 steht zusätzlich ein Pendlereuro in Höhe von 0,50 Euro monatlich pro Kilometer der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu. Insgesamt steigt die Pendlerpauschale so auf zwei Euro pro Kilometer.

Bis wann gilt die Strompreisbremse in Österreich?

Bis zu einem Jahresverbrauch von 2.900 kWh. Diese Grenze entspricht laut Regierung in etwa 80 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs in österreichischen Haushalten. Der Zuschuss beträgt maximal 30 Cent pro kWh. Für größere Haushalte mit mehr als drei Personen gibt es eine zusätzliche Unterstützung (Zusatzkontingent).

Für wen gilt der Netzkostenzuschuss in Österreich?

Einkommensschwache Haushalte, die von den Erneuerbaren-Förderkosten und / oder von den Rundfunkgebühren (GIS) befreit sind, bekommen einen Netzkostenzuschuss. Dieser wird zusätzlich zur Strompreisbremse gewährt. Die Höhe des Zuschusses hängt vom jeweiligen Stromverbrauch ab. Maximal werden 75 Prozent der Netzentgelte gefördert.

Wie hoch ist der Reparaturbonus in Österreich?

Seit 26. April 2022 können Privatpersonen einen Reparaturbon beantragen, der bis zu 50 Prozent der Reparaturkosten und/oder bis zu 30 Euro für die Einholung eines Kostenvoranschlags für ihre Elektro- und Elektronikgeräte deckt. Insgesamt gibt es maximal 200 Euro.

Welcher Bonus kommt im April 2023 in Wien?

Ab April dürfen sich viele Wienerinnen und Wiener über eine erneute Auszahlung des Energiebonus von 200 Euro freuen. Diese wird auch 2023 automatisch erfolgen. Ab März wird zudem österreichweit für diverse Personen ein neuer Bonus von bis zu 500 Euro ausgezahlt werden.

Wer bekommt die 500 Euro Pensionsbonus 2023?

Der Pensionsbonus kam im März 2023 zur Auszahlung. Hierbei handelt es sich bei einer Pension unter 1.700 € um 30 Prozent des Gesamtpension-Einkommens, bei einer Pension von 1.700 bis 2.000 € um einmalig 500 € und bei einer Pension über 2.000 € fällt der Betrag je nach Höhe kleiner aus.

 

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Eigenheimversicherung Österreich: Leistungen, Kosten & Tipps

15. Mai 2023 by Wolfgang Walter

Wann brauche ich eine Eigenheimversicherung?

Eine Eigenheimversicherung schützt vor Schäden am Gebäude und ist in erster Linie für Hausbesitzer notwendig. Diese müssen unverschuldet und unvorhergesehen zustande gekommen sein – beispielsweise durch Unwetter, Naturkatastrophen oder Feuer. In der Regel ist in der Eigenheimversicherung eine Haushaltsversicherung inkludiert, welche Schäden am Inhalt oder Böden des Hauses absichert.

Versicherungen und mehr können Sie bei unserem Partner Durchblicker vergleichen:

Inhaltsverzeichnis

Liegt eine Pflichtversicherung vor?
Wie hoch sind die Kosten?
Welche Schäden werden abgedeckt?
Die passende Versicherung
Im Schadens & Kündigungsfall
Fazit, Video und häufige Fragen

Die Eigenheimversicherung – sinnvoll und Pflicht?

Die klassische Eigenheimversicherung (auch Gebäudeversicherung genannt) schützt vor Schäden an Gebäuden und Nebengebäuden durch unvorhersehbare und unverschuldete Gefahren wie Brand, Leitungswasser, Unwetter, Naturkatastrophen und beinhaltet in der Regel eine Haftpflicht. In diesen Fällen ersetzt die Versicherung den Wert bzw. die Wertminderung und übernimmt auch Folgeschäden.

Durchaus sinnvoll: Die finanziellen Schäden an Ihrer Immobilie, welche durch Sturm, Feuer, Leitungswasser und andere Ereignisse entstehen können enorm sein. Da die eigene Immobilie häufig das wertvollste Eigentum ist und meist durch hohe Kredite belastet wird, ist der Schutz durch eine Eigenheimversicherung sinnvoll.

In der Regel Pflicht: Im Normalfall verlangen alle Banken in Österreich beim Abschluss einer Finanzierung einen Nachweis einer Eigenheimversicherung. Dazu lässt sich das Kreditinstitut von der Versicherung meist einen sogenannten Sperrschein aushändigen. Kaufen Sie eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, wird häufig die Eigenheimversicherung für die gesamte Immobilie abgeschlossen und über die Betriebskosten verrechnet.

Was kostet eine Eigenheimversicherung durchschnittlich? 

Die Kosten für eine Eigenheimversicherung hängen von der vereinbarten Versicherungssumme ab. Für deren Berechnung greifen Versicherer in der Regel auf die Quadratmeteranzahl der verbauten Fläche zurück. Je nach Größe des Hauses beginnen die Prämien für die Polizze bei rund 200 Euro jährlich. Bei erweitertem Versicherungsumfang mit diversen Zusatzpaketen können die Kosten aber auch auf rund 600 Euro jährlich steigen.

Welche Schadensfälle sind durch eine Eigenheimversicherung gedeckt? 

Bei der Wahl Ihrer Versicherung haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Fast alle Anbieter bieten Grundpakete an, welche individuell je nach Bedarf gegen Aufpreis erweitert werden können. Standardmäßige Grundleistungen für die verschiedenen Schadensfälle sowie optionale Zusatzleistungen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Standardmäßige Grundleistungen

  • Feuer: Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabstürze sowie Folgeschäden durch Löschen, Abreißen, Ausräumen etc.
  • Unwetter: Schäden durch Sturm, Hagel, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch, Hochwasser sowie Folgeschäden durch umstürzende Gegenstände.
  • Leitungswasser: Schäden durch Lecks an wasserführenden Anlagen und Geräten, Bruch- und Frostschäden an Rohrleitungen und angeschlossenen Einrichtungen – inklusive Reparaturen, Aufräumarbeiten, Auftau- und Reinigungskosten
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Typische Schadenersatzverpflichtungen von Haus- und Grundbesitzer, beispielsweise Lecks in Erdöltanks mit Verschmutzung des Erdreichs – inklusive aller entstandenen Schäden und Reinigungsarbeiten.

Zusatzleistungen je nach Vertrag

  • Schäden durch indirekten Blitzschlag und Überspannung
  • Optische Schäden durch Hagel
  • Einbruch, Diebstahl und Vandalismus
  • Schäden an Photovoltaik-Anlagen und Wall-Box
  • Schäden an Außenanlagen inklusive Garten
  • Glasbruch an sämtlichen Verglasungen
  • Rechtschutz für Nachbarschaftsstreitigkeiten
  • Haftpflicht für Haustiere und weitere Vermögenswerte
  • Schäden aufgrund grober Fahrlässigkeit

Tipp: Standardmäßige Grundleistungen sowie die Erweiterungen durch Zusatzleistungen sind bei einzelnen Versicherungen je nach Lage und Ausstattung der Immobilie durchaus unterschiedlich gestaltet. Dies sollten Sie vorab in den jeweiligen Versicherungsbedingungen im Detail erkunden. 

Passende Eigenheimversicherung finden – so gehen Sie vor

Das passende Versicherungsprodukt für Ihre Zwecke zu finden, ist in der Praxis nicht immer einfach und eine professionelle Bedarfsanalyse sinnvoll. Insbesondere beim Angebotsvergleich, der Beratung sowie beim Vertragsabschluss sollten Sie auf folgende Schritte achten:

Versicherungsbedarf erkunden 

Prüfen Sie vorderst Ihren Versicherungsbedarf anhand der Eckdaten Ihres Eigenheims. Hier stellt sich die Frage, was Sie im Detail versichern möchten:

  • Gebäude und Nebengebäude
  • Außenanlagen, Terrassen, Pools
  • Verglasungen innen und außen
  • Solar- bzw. Photovoltaikanlage
  • Wertgegenstände und besondere Ausstattungen 

Versicherungssumme berechnen

Achten Sie weiters darauf, dass Ihr Eigenheim weder über- noch unterversichert wird. In den meisten Fällen wird eine Quadratmeterversicherung vereinbart. Bei einer Summenversicherung sollte die pauschal errechnete Versicherungssumme dem tatsächlichen finanziellen Aufwand der Immobilie entsprechen.

Polizzen vergleichen

Die Offerten der Versicherungsunternehmen sind zwar im Kern ähnlich, unterscheiden sich aber oft im Detail. Daher lohnt es sich verschiedene Eigenheimversicherungen miteinander zu vergleichen, Angebote diverser Polizzen einzuholen und sich umfassend beraten zu lassen. Achten Sie weiters auf Faktoren wie Vertragslaufzeit, Zahlungsrhythmus, Selbstbehalt, Schadenfreiheit sowie Rabatte und spezielle Produktpakete – so lässt sich die Versicherungsprämie teils deutlich senken.


Prämie bei Eigenheimversicherung sparen – fünf Tipps

Durch die Wahl eines geeigneten Versicherungspakets und Einhaltung bestimmter Voraussetzungen können Sie bei der Prämie viel Geld sparen. Optimieren Sie so Ihre individuelle Eigenheimpolizze:

  • Lange Laufzeit abschließen: Für eine Vertragsbindung über fünf oder zehn Jahren bieten Ihnen fast alle Versicherer einen Dauerrabatt von rund 10 Prozent.
  • Jährliche Zahlungsweise wählen: Zahlen Sie die Versicherung jährlich per Bankeinzug, vermeiden Sie zusätzliche Bearbeitungsgebühren und sparen gegenüber einer monatlichen bzw. viertel- oder halbjährlichen Zahlungsweise.
  • Selbstbehalte vereinbaren: Nehmen Sie im Schadensfall eine Selbstbeteiligung in Kauf, tragen Sie die Kosten für den Schaden anteilig in einer gewissen Höhe – so können Sie zwischen 10 und 25 Prozent der Prämie sparen.
  • Schadenfreiheit inkludieren: Halten Sie Ihre Obliegenheiten gewissenhaft ein und erreichen als Versicherungsnehmer längere Zeiten ohne Schadensmeldung, gibt es meist ebenfalls Schadenfreiheitsrabatte. Ebenfalls wichtig: vermeiden Sie grobe Fahrlässigkeit! 
  • Zusätzliche Rabatte erkunden: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherer nach zusätzlichen Rabattoptionen. Beispielsweise gibt es Prämiennachlässe für Angestellte im öffentlichen Dienst sowie spezielle Rabatte für Maßnahmen zusätzlicher Sicherung Ihrer Immobilie. 

Im Schadensfall – nur dann zahlt die Eigenheimversicherung

Zwei Dinge sind entscheidend, damit Ihre Haushaltsversicherung im Fall der Fälle auch wirklich greift: sogenannte Obliegenheiten im Alltag sowie das persönliche Handeln im Schadensfall:

Obliegenheiten im täglichen Umgang

Türen versperren 

Beim Verlassen des Hauses sollten Sie die Haustüre zusätzlich mit dem Schlüssel zusperren.

Fenster schließen 

Ebenso sollten Sie bei Verlassen des Hauses alle Fenster schließen.

Schaden unverzüglich melden 

Tritt ein Schadensfall ein, müssen Sie die Versicherung sofort informieren.

Schaden eigenständig mindern 

Soweit gefahrlos möglich müssen Sie den Schaden eigenständig begrenzen.

Aufklärungspflicht aktiv nachkommen 

Weiters müssen Sie der Versicherung bei der Suche nach Ursache und Schadenshöhe helfen.

Handeln je nach Schadensfall

Brandfall 

Umgehend Feuerwehr und Polizei verständigen.

Einbruch oder Diebstahl 

Umgehend die Polizei verständigen.

Leitungswasserschäden 

Hauptleitungen schließen, bei zugefrorenen Rohren Fachmann hinzuziehen.

Sturmschäden 

Vorläufig abdecken und verankern, sofern gefahrlos möglich.

Beschädigung durch unbekannte Fahrzeuge 

Umgehend die Polizei verständigen


Eigenheimversicherung kündigen – drei wichtige Fälle

Eigenheimversicherungen können unter bestimmten Voraussetzungen sowohl vom Versicherungsnehmer als auch der Versicherung gekündigt werden. Grundsätzlich sollten Sie die Kündigung stets schriftlich per Einschreiben und unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist einreichen:

Kündigung von langfristigen Verträgen: Versicherungsverträge länger als drei Jahre können frühestens zum Ablauf des dritten Jahres jährlich gekündigt werden. Dabei kann die Versicherung allerdings eine (Teil-)Rückforderung der Prämien bzw. des Dauerrabatts als Entschädigung von Ihnen verlangen.

Ablaufkündigung: Eigenheimversicherungen haben in der Regel eine Laufzeit von zehn Jahren. Nach dieser Zeit läuft der Vertrag automatisch ab, außer er obliegt einer Verlängerungsklausel. Dann wird der Versicherungsvertrag verlängert, wenn Sie nicht rechtzeitig die üblichen ein oder drei Monate vor Ablauf kündigen. 

Kündigung bei Verkauf oder Umzug: Bei Umzug oder Verkauf der Immobilie müssen Sie darauf achten, dass Ihre Kündigung dem Umzug und vor der Austragung aus dem Grundbuch. Andernfalls kann die Polizze automatisch auf den neuen Wohnsitz bzw. auf den neuen Hauseigentümer übergehen.

Fazit: Eigenheimversicherung – Schutz, Vertragsdetails, Vergleich

Eine Eigenheimversicherung schützt Sie vor Schäden an Ihrer Immobilie – ob mit ihren Grundleistungen oder optionalen Zusatzleistungen. Die Polizzen der verschiedenen Versicherungsunternehmen sind im Kern zwar ähnlich, unterscheiden sich aber oft im Detail. Daher lohnt es sich, verschiedene Eigenheimversicherungen miteinander zu vergleichen und sich umfassend beraten zu lassen, um einen optimalen Versicherungsschutz für Ihre Immobilie zu finden. In Sachen Kostensenkung gilt es auf die Faktoren lange Vertragslaufzeit, jährlicher Zahlungsrhythmus, Selbstbehalt, Schadenfreiheit und Spezialrabatte. Weiters sollte man die gängigen Kündigungsmodalitäten sowie nötige Obliegenheiten im Schadensfall kennen – nur dann greift eine solche Versicherung auch wirklich für die eigene Immobilie.


Video: Haushaltsversicherung einfach erklärt

Quelle: Christoph Hofstädter / YouTube

FAQ Eigenheimversicherung

Wo liegt der Unterschied zwischen Eigenheimversicherung und Haushaltsversicherung?

Schäden am Gebäude, eine Haushaltsversicherung deckt Schäden am beweglichen Inhalt sowie an Wänden und Böden im Gebäude ab. Häufig ist eine Haushaltsversicherung in der Eigenheimversicherung inkludiert. Diese Kombination ist für Hauseigentümer sinnvoll, während für Mietwohnungen eine Haushaltsversicherung in der Regel ausreicht.

Ist die Eigenheimversicherung in Österreich Pflicht?

In Österreich gibt es keine gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Eigenheimversicherung. Wer das finanzielle Risiko durch Feuer, Sturm, Leitungswasser und Co. reduzieren möchten, sollte sich aber für eine solche Versicherung durchaus entscheiden.

Für wen macht es Sinn, eine Eigenheimversicherung abzuschließen?

Eine Eigenheimversicherung ist prinzipiell für alle Immobilienbesitzer empfehlenswert, da der finanzielle Schaden am Haus durch Naturgefahren wie Brand, Überschwemmung oder Sturm schnell existenzbedrohend werden kann. Dies gilt insbesondere bei laufenden Finanzierungen zur Immobilie.

Worauf gilt es bei der Eigenheimversicherung zu achten?

Eine Eigenheimversicherung schützt vor Schäden an Ihrer Immobilie. Die Angebote verschiedener Versicherungsunternehmen sind im Kern ähnlich, unterscheiden sich aber oft im Detail. Achten Sie weiters auf die Faktoren lange Vertragslaufzeit, jährlicher Zahlungsrhythmus, Selbstbehalt, Schadenfreiheit und spezielle Rabatte – so können Sie die jährliche Prämie deutlich senken.

Wie hoch sind die Kosten einer Rohbauversicherung?

Eine Rohbauversicherung erhalten Bauherren während der Bauphase von durchschnittlich zwei bis fünf Jahren meist kostenlos. Allerdings unter der Bedingung, dass sie im Anschluss beim selben Versicherer eine Eigenheimversicherung abschließen.

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