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Hohe Fixkosten & steigende Kreditzinsen

23. April 2023 by Wolfgang Walter

Warum sind immer mehr Konsumenten in Österreich überschuldet?

Trotz stabiler Wirtschaftslage geraten immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten in finanzielle Bedrängnis. Jedem 5. Haushalt droht die Schuldenfalle, Privatkonkurse infolge von Überschuldung steigen rasant. Hauptgründe: Die allgemeine Verschuldung ist hoch, die Zeit der Billigkredite Geschichte und die Fixkosten jagen infolge der anhaltend hohen Inflation durch die Decke.

Baufinanzierung oder Ratenkredit vergleichen

Inhaltsverzeichnis

Verschuldung österreichischer Haushalte
Fast jeder Zweite hat Konsumschulden
Finanzierungskosten – oft unterschätzt
Gründe: Arbeitslosigkeit und Co
Überschuldung vermeiden
Fazit, Video und häufige Fragen

Seit Jahren: Österreichs Haushalte überdurchschnittlich verschuldet

Was die Höhe der individuellen Schulden anbelangt, liegen Österreicherinnen und Österreicher im internationalen Vergleich seit Jahren deutlich über dem Durchschnitt. Laut einer Studie der ING ist in kaum einem anderen Land der Anteil an Privatschuldnern mit Verbindlichkeiten über 20.000 Euro so hoch wie hier. Ganze 12 Prozent gaben an, sogar Privatschulden zwischen 20.000 und 50.000 Euro gemacht zu haben – im EU-Durchschnitt sind dies gerade mal halb so viele.

Leben auf Pump im Trend: fast jeder zweite hat Konsumschulden

Hinzu kommt: Die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher haben sogenannte Konsumschulden. Dies sind all jene Schulden, die rein zum privaten Konsum aufgenommen werden – für tägliche Gebrauchsgüter, PKW oder zu Reisen. Von privaten Schulden dieser Art sind fast 47 Prozent der österreichischen Bevölkerung betroffen – ebenfalls Rekord.

Schulden bei Freunden, Bekannten oder Familie, ein überzogenes Girokonto, die überfällige Kreditkartenabrechnung oder die noch laufende Finanzierung für Konsumartikel des Alltags – auf den ersten Blick erscheinen die offenen Beträge natürlich harmlos. Häufen sich solche Verbindlichkeiten, können sie jedoch rasch zum Problem werden. Nicht selten türmt sich ein Schuldenberg auf, der größer ausfällt, als erwartet.

Harmlose Kreditnehmer: Finanzierungskosten werden oft unterschätzt

Hinzu kommt, dass die meisten Betroffenen Zinsen und zusätzliche Gebühren, die bei einer Finanzierung von kleinen Krediten fällig werden, unterschätzen. Gerade unkomplizierte und spontane Finanzierungslösungen bei akuter Geldknappheit wie Kontokorrentkredite oder Sofortkredite sind in der Regel mit hohen Zinsen verbunden. Diese zu verdrängen, ist aber der komplett falsche Ansatz: Laut österreichweiten Studien wissen nur gut ein Drittel der Betroffenen, wie viel Zinsen für Blitzkredite bei Unternehmen oder ihrer Bank genau fällig werden. Vielfach können die Kosten für laufende Finanzierungen überhaupt nicht benannt werden.

Kostenfallen drohen: Genau dies ist in vielen Fällen der Beginn einer sogenannten Kostenfalle. Gerade sind oft mit hohen Zinsen verbunden. Wer hohe Zinsen für kurzfristig aufgenommene Kredite bei seiner Haushaltsplanung unter den Tisch fallen lässt, verliert leicht den Überblick. Folge: Die zurückzuzahlenden Raten fallen viel höher aus als gedacht.

Überschuldung: Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit sind Hauptgründe

Stellt sich die Frage nach den Gründen, warum viele Betroffene ihre finanziellen Lasten nicht mehr aus eigenen Reserven stemmen können und häufig in der Überschuldung landen. Die Gründe hierfür sind laut der österreichischen Schuldnerberatung oft ähnlich: Geringeres Einkommen aufgrund plötzlicher Arbeitslosigkeit und eine gescheiterte Selbstständigkeit sind immer noch die Hauptauslöser für Schuldenprobleme. Scheidungen und Trennungen sorgen für viele neben einem persönlichen auch zu einem finanziellen Engpass. Weiters führt jeden Zehnten die immer knappere und teurere Wohnraumbeschaffung in die Schuldenberatung.

Rasant steigende Fixkosten: auch Mittelschicht von Schuldenfalle bedroht

Wer glaubt, dass dies nur untere Einkommensschichten betrifft, der irrt sich: Nachhaltige Einkommenseinbußen seit der Corona-Pandemie, steigende Verbraucherpreise infolge des Ukraine-Konflikts sowie rasch steigende Kreditkosten werden auch für österreichische Durchschnitts-Haushalte zunehmend zum Problem.

Historische Inflation: Seit geraumer Zeit ächzen Konsumenten unter davon galoppierenden Preisen. Steigende Mieten, explodierend Energiekosten und immense Preissteigerungen bei der täglichen Haushaltsführung bringen viele an den Rand des finanziell machbaren.

Teure Kredite: Hinzu kommt, dass Kredite aller Art in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden sind. Laut Tarifvergleichsportalen haben sich die Kreditzinsen bei den Banken 2022 zuletzt um bis zu zwei Prozent verteuert. Wer heute in Österreich Geld aufnehmen möchte, muss also deutlich teurer in die Tasche greifen – und Experten erwarten weitere Zinserhöhungen bis Jahresende.

Fixkosten werden zum Problem: Dies alles hat mittlerweile ernste Folgen für die viel umworbene österreichische Mittelschicht. Bis zu 15 Prozent der befragen Haushalte geben an, dass sie ihre Fixkosten nicht mehr decken können. Demnach finanziert aktuell jeder siebente Haushalt seine Fixkosten mit Ratenkrediten oder per Kontoüberziehung. Jeder sechste Haushalt bekommt nur noch schwer einen Kredit, und sogar knapp jeder achte Haushalt kann sich überhaupt keinen Kredit mehr leisten.

Überschuldung vermeiden – das können Sie tun

Konsumkredite nur für unerwartete Ausgaben nutzen

Haushalte, die bereits anhaltend ihre Giro- und Gehaltskonten überzogen haben oder sonst in finanziell prekärer Lage sind, sollten sich Geld von der Bank nur für ungeplante Ausgaben leihen – beispielsweise die Anschaffungen nötiger Haushaltsgeräte, teure Autoreparaturen oder eine zukunftsweisende Weiterbildung.

Dabei ist ein Konsumkredit in aller Regel die deutlich günstigere Alternative, als über einen längeren Zeitraum hinweg sein Giro- und Gehaltskonto zu überziehen. Hier fallen – je nach Bank – noch immer zwischen sechs und 13 Prozent Sollzinsen für die Kontoüberziehung an. Konsumkredite gibt es meist für die Hälfte an Zinsen und werden von Banken in sehr kurzer Zeit bearbeitet. Der Online-Vergleich in wenigen Schritten ist für Sie kostenlos.

Bei Finanzierungsbedarf nicht warten und Fixzins-Kredit nutzen

Wer jetzt schon absehen kann, dass in nächster Zeit ein Konsumkredit nötig wird, sollte angesichts weiter steigender Zinsen zeitnah einen fix verzinsten Kredit abschließen – das hilft dauerhaft sparen. Denn dass die US-Notenbank Fed wie die Europäische Zentralbank (EZB) trotz massiver Zinsanpassungen künftig nicht weiter an der Zinsschraube drehen werden, ist angesichts anhaltend hoher Inflation nicht gewiss. Hinzu kommt: Banken werden auch künftig noch strenger prüfen, ob sich Haushalte einen Kredit leisten können.

Durch Umschuldung Kosten verringern und Tausende Euro sparen

Auch Kreditnehmer mit aktuell teuren Finanzierungen sollten nicht in Panik zu verfallen. Denn trotz steigender Zinsen sind die Finanzierungsbedingungen in Österreich noch immer günstig. Wichtig: denken Sie daran, Kredite rechtzeitig umzuschulden:

Wer beispielsweise für eine Baufinanzierung mit offenem Kreditbetrag von 200.000 Euro und 20 Jahren Restlaufzeit bisher rund fünf Prozent Zinsen zahlt, kann durch eine Umschuldung über die gesamte Laufzeit aktuell noch immer zwischen 10.000 und 20.000 Euro sparen.

Auch laufende Konsumkredite sollten bei Bedarf umgeschuldet werden: Jeder Euro weniger, der die Bank fließt, ist ein Gewinn. Obwohl Banken die bisherigen Zinserhöhungen an ihre Kunden durchaus weitergegeben haben, gibt es gute Angebote am Markt. Ein Zins-Vergleich zahlt sich deshalb immer aus.

Kreditkonditionen vergleichen & Haushaltskassa überprüfen

Konsumkredite sind in Österreich bereits seit einigen Monaten deutlich teurer und für viele Kreditsuchende schwieriger zu erhalten. Bei Wohnkrediten gelten seit Sommer 2022 außerdem neue Kreditvergaberichtlinien für Hypothekarkredite: So sind bei den meisten Banken mittlerweile 20 Prozent Eigenkapital Pflicht, die Kreditrate darf 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht überschreiten, die Laufzeit wird mit maximal 35 Jahren begrenzt. Wer künftig also einen Kredit für Haus- oder Wohnungsbau aufnehmen will, muss ausreichend gut verdienen und viel Erspartes mitbringen.

In diesen Zeiten gilt es also die Haushaltskasse im Blick zu haben und alle relevanten Einnahmen sowie Ausgaben gegenüberzustellen. So lässt sich das monatlich frei verfügbare Einkommen rasch erkunden und eine etwaige Finanzierung sicher planen. Ein solcher Kassa-Check empfiehlt sich über mehrere Monate hinweg – am bequemsten mit einer der zahlreichen Haushalts-Apps im Internet.

Weiters sollten Kreditsuchende mehr denn je Zinsen und sonstige Kreditkonditionen der verschiedenen Kreditanbieter genau vergleichen. Ein solcher Anbietervergleich ist online für alle Kreditarten problemlos möglich – egal ob kurzfristiger Kleinkredit, mittelfristiger Konsumkreditkredit oder längerfristige Baufinanzierung. Vorteil: Sie haben alle verfügbaren Offerten am Markt auf einen Blick, können Konditionen und Kreditdetails in Ruhe gegenüberstellen und werden bei Bedarf auch online umfassend durch einen Kreditexperten beraten.

Fazit: Die Schuldenfalle droht überall

Hohe Fixkosten, anhaltende Inflation, steigende Kreditzinsen: Längst sind es nicht nur mehr Geringverdiener, Alleinerziehende oder Rentner, die in finanzielle Bedrängnis geraten. Für immer mehr Haushalte in Österreich könnte 2023 die finanzielle Lage zunehmend prekär werden.

Um so wichtiger ist es mögliche Finanzierungsanliegen genau zu überprüfen und die aktuellen Kreditkonditionen am Markt zu erkunden. Gewiss ist es für Konsumentinnen und Konsumenten in letzter Zeit schwieriger geworden, günstige Kredite zu ergattern. Unmöglich ist dies aber nicht – das zeigt ein Blick auf unsere Kreditrechner.

Video: Privatinsolvenz in Österreich – Erklärvideo

Quelle: SCHULDNERHILFE OÖ / YouTube

FAQ Steigende Kreditzinsen & Überschuldung

Was ist der Unterschied zwischen Verschuldung und Überschuldung?

Bei einer Überschuldung sind die monatlichen Ausgaben regelmäßig höher als das Einkommen, sodass Verbindlichkeiten nicht mehr beglichen werden können. Verschuldet ist also jeder, der eine Schuld zu begleichen hat. Für viele Konsumenten können das bereits geringfügige Beträge sein.

Welche Gründe führen zur Überschuldung?

Die Auslöser der Überschuldung sind in der Regel Arbeitslosigkeit, Trennung oder Scheidung, Probleme bei der Haushaltsführung, geringe Einkommen und Bildungsdefizite, Haushaltsgründung, Suchterkrankung, Unfall und Krankheit sowie zu geringe staatliche Sozialdienstleistungen.

Was passiert, wenn ich meine Schulden in Österreich nicht bezahlen kann?

Zahlen Sie überfällige Rechnungen, Strafmandate oder Alimente nicht, können Sie schlimmstenfalls ins Gefängnis kommen. Daher gilt: Bezahlen Sie Miete, Strom- und Gasrechnungen sowie – wenn nötig – Alimente und Polizei- und Verwaltungsstrafen als Erstes. Können Sie diese nicht auf einmal begleichen, vereinbaren Sie eine Ratenzahlung oder suchen Sie sich Hilfe bei der Schuldnerberatung.

Wer hilft bei Überschuldung in Österreich?

Schuldenberatung sind die besten Anlaufstellen und bieten verschiedene Hilfen an:

  • Hilfe, um Ver- oder Überschuldung zu vermeiden, zu verringern oder zu beseitigen.
  • Unterstützung bei außergerichtlichem Ausgleich oder der Erstellung eines Zahlungsplans.
  • Psychologische Betreuung durch Sozialarbeiter im Alltag.

Was macht eine Schuldnerberatung Österreich konkret?

Schuldnerberatungen verfassen beispielsweise Schreiben von Gläubigern, Rechnungen, Mahnungen, Klagen und Zahlungsbefehle sowie Einkommensnachweise. Beratungsstellen haben weiters Listen aufliegen, in die Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben sowie Ihre Schulden übersichtlich eintragen können.

Wie funktioniert ein Privatkonkurs in Österreich?

Mit einem privaten Insolvenzverfahren können sich überschuldete Personen entschuldet werden. Voraussetzung für einen Privatkonkurs ist eine konkret vorliegende Zahlungsunfähigkeit. Das heißt, Sie können Ihre Schulden nicht innerhalb einer angemessenen Frist bezahlen.

 

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Gute Geldanlagen für junge Leute?!

3. April 2023 by Wolfgang Walter

Wie tickt die junge Generation beim Thema Geld?

Die junge Generation in Österreich ist sparsamer als viele vermutet. Insbesondere ihre Sorgen wegen hoher Inflation und drohender Armut im Alter sind groß. Wie intensiv beschäftigen sich junge Leute mit ihrem Geld, wie steht es um ihre Finanzbildung und welche Möglichkeiten haben sie? Eine Bestandsaufnahme.

Hintergrundwissen zum Thema Geldanlagen für junge Leute

„Wovon willst du später einmal leben?“ Diesen Satz hat wohl jeder junge Erwachsene schon einmal gehört, wenn es um die eigene Zukunft geht. Eltern und Großeltern sorgen sich nicht nur in Sachen Berufswahl ein, sondern auch bei der Altersvorsorge der Kinder undc Enkel – für eine Zeit also , die noch in weiter Zukunft liegt.

Geldanlagen sind für junge Leute erst einmal zweitrangig: Nach der Schule geht es vor allem um die Frage, ob eine Ausbildung oder ein Studium begonnen wird, ob ein längerer Auslandsaufenthalt geplant wird oder ob vor dem weiteren Lebensweg ein Work-and-Travel- oder Au-Pair Jahr ansteht.

Auch, wenn die Interessen woanders liegen und die Finanzen meist knapp sind, sollten junge Menschen den Vermögensaufbau nicht völlig vernachlässigen. Und das tun sie in aller Regel auch nicht – wie zahlreiche Studien zeigen.

Inflation beschäftigt nicht nur „die Alten“

Nicht nur bei Rentnern und Familien in Österreich geht die Angst um: die Angst vor Rekord-Inflation, dem Kaufkraftverlust des eigenen Geldes. Das ergab die unlängst vorgestellte Studie. Somit ist ein Wirtschaftsthema noch vor Krieg und Klimawandel ganz oben auf die Liste der jugendlichen Sorgen gerutscht.

Hohe Preise und steigende Zinsen treffen die Jugend hart: Energie, Mieten und tägliche Konsumkosten werden immer häufiger zur Existenzfrage. Kredite sind oft unbezahlbar. Und als Sparer? Auch hier hat man nach jahrelangen Nullrunden trotz leicht anziehender Sparzinsen seine liebe Mühe, die aktuelle Geldentwertung nur annähernd auszugleichen. Um eine fundierte Entscheidung in Sachen Geldanlage treffen zu können, müssen sich gerade junge Sparer einige Fragen stellen:

  • Welche Geldanlagen gibt es überhaupt?
  • Wo investiere ich mein Geld?
  • Und was ist aktuell die beste Geldanlage für mich?

Dies alles hat auch Einfluss auf das Spar- und Konsumverhalten, wie die beiden Autoren Simon Schnetzer und Klaus Hurrelmann der, eingangs erwähnten Studie, feststellen: „Jeder beziehungsweise jede Dritte sagt, sie müssten aufgrund der Inflation jetzt auf Dinge verzichten, auf Dinge, die sie sonst gerne konsumiert hätten.“ Das können Kleidung, Essen oder Freizeitaktivitäten, aber auch die Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Sparen ist angesagt in der jungen Generation – zunehmend allerdings in einer anderen Bedeutung.

Geldanlagen für junge Leute: Die Angst vor Altersarmut geht um

Neben der aktuellen Lage treibt die sogenannte Generation Z, also junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, ein weiteres bekanntes Thema um: die Angst vor einer drohenden Altersarmut. „Einerseits wollen sie etwas zurücklegen, sie wissen aber: Eigentlich haben sie kaum etwas, um es zurückzulegen“, so Jugendforscher Schnetzer. Man stelle sich die Frage: Lohnt es sich eigentlich, etwas zurückzulegen? Neben den vielen Krisen sei das große Thema der jungen Generation aber auch Zuversicht.

Junge Generation spart wieder mehr: Das bestätigt auch der unter jungen Leuten beliebte schwedische Zahlungsdienstleister Klarna in seinem Money-Management-Report: Danach spart die junge Generation mehr als in früheren Jahren und sogar mehr als ältere Generationen. Die 18- bis 24-Jährigen legen 13 Prozent ihres Einkommens zurück, bei den Millenials, also den 25- bis 40-Jährigen, sind es insgesamt sogar 15 Prozent. Das Unternehmen, das besonders jungen Kunden Dienstleistungen zum digitalen Management ihrer Finanzen anbietet, hat zudem herausgefunden, dass junge Menschen Banking oder Börsen-Geschäfte überwiegend am PC oder via App regeln. Insgesamt sei das Finanzmanagement viel aktiver geworden. Kontostand und Ausgaben werden viel häufiger kontrolliert als in früheren Jahren.

Geldanlagen für junge Leute: bei der Finanzbildung hapert`s oft noch

Ein großes Manko wird indes beim Thema Geldanlage der jüngeren Generation deutlich: der weit verbreitete Mangel an Finanzwissen. Junge Menschen in Österreich sind mit der Niedrigzinsphase der letzten Jahre aufgewachsen. Sparzinsen waren tabu, meist blieb nur die Wahl zwischen Girokonto oder Aktien und ETFs. Zwar haben sich die jungen Leute sehr wohl mit dem Thema befasst – viel stärker sogar als die Generationen davor –, aber einseitig mit Fokus auf den Aktienmarkt. Was bis heute fehlt, ist eine umfassende Finanzbildung an den Schulen. Ein bekanntes Problem, nicht nur in Österreich.

Jugendliche wollen mehr Finanzbildung: Dabei wünschen sich gerade viele Jugendliche mehr Finanzbildung bereits an Schulen. Dies könnte den Umgang mit Geld und Geldanlageentscheidungen deutlich leichter und effektiver gestalten, und vor allem Verschuldung vorbeugen: Laut der erwähnten Studie sind um die 20 Prozent der Jugendlichen aktuell verschuldet. Was wenig verwundert, denn für junge Menschen ist es dank Sofort-Ratenkauf und Finanzierung via Internet einfacher geworden, Schulden zu machen. Motto: Jetzt leben, später zahlen!

Geldanlagen für junge Leute: Was zählt heute in Sachen Geldanlage?

Die junge Generation hat wenig Berührungsängste beim Thema Geldanlage – und das ist gut so. Börse, Rendite und Risiko sind für viele kein Gegensatz mehr. Wer heute als junger Mensch in Österreich Kapital und Sparvermögen aufbauen möchte, kommt am Thema Aktien, Fondas, ETFs oder Anleihen kaum umher. Diese Formen der Geldanlage bieten langfristig deutlich höhere Renditen als das schnöde alte Sparbücherl, aber auch klassische Tages- und Festgelder. Der ein oder andere entscheidet sich sicherlich für einen Sparplan oder einen Bausparvertrag. Dagegen ist nicht einzuwenden – aber wahre Renditen locken eben auch hier nicht.

Geldanlagen für junge Leute: Aktien und Fonds für mehr Rendite

Das erste Ziel bei einer langfristigen Börsenstrategie ist der Aufbau eines Grundgerüsts für weitere Investments. Hochspekulative Anlagen sollten dabei zunächst außen vor bleiben. Steht das Grundgerüst, können diese – zu einem kleinen Teil! – der Gesamtstrategie beigemischt werden. Bei den Wertpapieren zählen vor allem Optionsscheine zu den hochriskanten Anlageformen.

Aktien zählen zur etwas riskanteren Geldanlage. Sie können mit einzelnen Titeln eine sehr hohe Rendite erzielen, aber ebenso auch hohe Verluste einfahren. Das Risiko kann nur reduziert werden, wenn Sie Ihre Aktien sorgfältig auswählen, breit streuen und einen langfristigen Anlagehorizont haben. Für junge Menschen ist das kein Problem. Empfehlenswert ist eine Mischung aus Dividendenaktien und Wachstumsaktien.

Aktiv gemanagte Aktienfonds kauft man über seine Hausbank oder beim Onlinebroker. Sie werden von einem Fondsmanager betreut, der aktiv den Markt beobachtet und Aktien hinzukauft oder  verkauft. Grundsätzlich streuen Sie mit einem Fonds Ihr Risiko breiter als mit einzelnen Aktientiteln. Und: Neben den Depotgebühren sollte man unbedingt die Verwaltungskosten erkunden – diese können je nach Fonds sehr stark schwanken.

Geldanlagen für junge Leute: ETFs und Anleihen als Turbo

ETFs (Exchange Traded Funds) und ETF-Sparpläne sind ebenfalls eine Möglichkeit zur langfristigen Geldanlage bei kurzfristiger Verfügbarkeit des Kapitals. ETFs bilden in den meisten Fällen Börsen-Indizes wie beispielsweise den ATX, den DAX  oder den S&P 500 ab. Dank der breiten Streuung hält sich Risiko in Grenzen. Da ETFs nicht aktiv gemanagt werden, verursachen diese Indexfonds weiters weniger Kosten als Aktienfonds. Trotz der kurzfristigen Verfügbarkeit eignen sich ETF-Sparpläne für langfristige Geldanlagen, um zwischenzeitliche Verluste schlimmstenfalls aussitzen zu können. Auf lange Sicht ist die Wertentwicklung in der Regel deutlich besser uns ein klarer Performance-Turbo für die Jugend.

Mit Anleihen borgen sich Staaten oder Unternehmen Geld von ihren Anlegern und zahlen dies am Ende einer festgelegten Laufzeit zuzüglich Zinsen zurück. Obwohl Anleihen als sichere Investition gelten, bleibt immer das Risiko einer Unternehmensinsolvenz oder einer Staatspleite. Entscheidend sind die Rankings der Länder – bei Österreich gibt es da kein Problem.

Geldanlagen für junge Leute: Rohstoffe und Edelmetalle als Klassiker in der Krise

Die Anlage in Rohstoffen ist für Einsteiger ebenfalls nicht empfehlenswert. Physische Rohstoffe erzielen Rendite ausschließlich durch Wertsteigerungen, die aber kaum vorherzusehen sind. Eine Ausnahme bilden Edelmetalle wie Gold oder Silber. Diese können physisch (Barren und Münzen) oder in Form von Goldsparplänen in geringem Umfang (maximal fünf bis zehn Prozent des Vermögens) dem Anlageportfolio beigemischt werden – eignen sich aber nicht für eine ausschließliche Geldanlage. Gerade in Krisenzeiten sind Gold und Silber als sicherer Hafen gefragt – allerdings schwanken die Gold­ und Silberpreise und sind stark von der aktuellen Nachfrage abhängig.

Geldanlagen für junge Leute: Trendsetter Crowdinvesting und Kryptowährungen

Kryptowährungen und Crowdinvesting sind ein interessantes Thema und gerade bei jungen Anlegern immer stärker in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Eine Anlage in Digitalwährungen oder Unternehmensprojekte im Immobilienbereich sind aber hochspekulativ und können zu hohen Verlusten führen. Die möglichen Renditen fallen allerdings ebenfalls hoch aus. Neben den Wertschwankungen machen auch ungeklärte Regulierungsfragen, insbesondere Digitalwährungen zu ungeeigneten Anlagen für die eigene Altersvorsorge. Gleiches gilt für das Crowdinvesting, bei dem für Beteiligung in der Regel feste oder variable Zinssätze gezahlt werden, im Pleitefall kann Ihr gesamter Anlagebetrag verloren gehen kann.

Geldanlagen für junge Leute: Die Immobilie als Sicherheit

Vermietete Immobilien zählten zwar in den letzten Jahren zu den profitabelsten Geldanlagen überhaupt. Als Immobilieninvestor lassen Sie Ihr Geld bei der Bank für sich arbeiten, und Ihre Mieter zahlen Zins und Tilgung in Idealfall zurück. Eine sichere Geldanlage, die langfristig zu attraktiver Rendite führt, gerade in Zeiten hoher Inflation. Allerdings sind Immobilien – egal ob als Kapitalanlage oder selbst genutzt – aufgrund der hohen Einstiegskosten in der Regel keine Option für junge Anleger. Zudem sind die Zinsen zur Immobilienfinanzierung seit 2022 deutlich gestiegen und hohe Kosten für Sanierungen oder Renovierungen machen Rücklagen nötig. Immobilienfonds senken hier die Einstiegshürde deutlich. Viele Immobilienfonds sind aber nur begrenzt handelbar und durch die Konzentration auf eine Anlageklasse auch anfällig für Wertverluste.

7 Tipps zur Geldanlage für junge Leute

  • Versuchen Sie, immer eine Reserve von zwei bis drei Nettogehältern (Monatsbudgets) für unvorhergesehene Ausgaben bereitzuhalten.
  • Finden Sie eine gute Balance zwischen Risiko und Sicherheit und investieren Sie nur Geld, das Sie nicht zum Lebensunterhalt brauchen.
  • Machen Sie sich Gedanken über das Ziel der Anlage und beginnen Sie frühzeitig mit dem Sparen.
  • Verzichten Sie zum Anfang auf spekulative Anlagen, bei denen hohe Verluste möglich sind.
  • Streuen Sie Ihre Anlagen zur Risikominderung und überprüfen Sie regelmäßig, ob Sie Teile in eine andere Anlageklasse umschichten sollten.
  • Starten Sie in der Karriere durch, passen Sie die Sparzahlungen an, sobald sich Ihr Einkommen ändert.
  • Vernachlässigen Sie nicht Ihre Ausbildung oder Ihr Studium, ein erfolgreicher Abschluss ist Voraussetzung für ein zukünftiges sicheres Einkommen.

Fazit zu Geldanlagen für junge Leute

Frühzeitig mit der Geldanlage ist wichtig, denn es verlängert den persönlichen Anlagehorizont deutlich. Langfristige Anlagen führen zudem in den meisten Fällen zu einer besseren Rendite, da zwischenzeitliche Verluste durch eine schlechte Wirtschaftslage über eine lange Laufzeit ausgeglichen werden können.

Tages- und Festgelder eignen sich als solide, flexible Basis. Geldanlagen in Wertpapiere sind risikoreicher als Anlagen auf Festgeld- oder Tageskonten. Gerade bei ETFs und Fonds lässt sich aber das Risiko durch eine breitere Streuung verringern. Bei Aktienfonds gibt es zudem Mischfonds, die zum Teil auf festverzinsliche Anlagen setzen und nur einen Teil des Sparbetrags in risikoreichere Papiere investieren. So ergibt sich automatisch eine Verteilung auf verschiedene Anlageklassen, ohne selbst aktiv zu werden.

Die meisten Geldinstitute bieten Wertpapiersparpläne an, viele verlangen einen monatlichen Mindestbetrag von nur 25 Euro. Insbesondere in Ausbildung und Studium – wenn die Kasse größtenteils noch knapp ist – lässt sich so mit kleinen regelmäßigen Beträgen bequem und risikoarm ein kleines Vermögen aufbauen, das später individuell eingesetzt werden kann – vom ersten Haushalt bis zur Altersvorsorge. Verbessert sich die finanzielle Lage, kann die Sparrate jederzeit aufgestockt werden.

Edelmetalle wie Gold oder Kryptowährungen hingegen sind nicht unbedingt die erste Wahl, zur Geldanlage in jungen Jahren. Hier sollten Rendite und Risiko besonders abgewogen werden. Wer langfristig denkt, Sicherheit sucht und über die nötigen finanziellen Möglichkeiten verfügt, sollte über eine Immobilie zur Geldanlage nachdenken. Auch hier kann ein Einstieg mit einer kleinen günstigen Wohnung sinnvoll sein, die in späteren Jahren zur Finanzierung einer größeren Immobilie eingesetzt wird.

Video: Investieren in deinen 20ern: Erfolgreich ins Leben starten!

Quelle: Finanzfluss / YouTube

FAQ Geldanlagen für junge Leute

Worauf muss ich als junger Mensch bei der Geldanlage achten?

Junge Menschen neigen manchmal zu einer höheren Risikobereitschaft und spekulative Anlageformen locken mit hohen Renditen. Neben möglichen Gewinnen sind aber auch hohe Verluste möglich. Achten Sie beim Einstieg vor allem auf einen soliden Vermögensaufbau mit der richtigen Balance zwischen Chance und Risiko, und riskieren Sie nur kleine Summen bei riskanteren Anlageformen.

Was ist die beste Geldanlage zurzeit?

Neben Tagesgeld, Festgeld und Sparanlagen kommen auch Kauf von Investmentfonds, Immobilien(fonds), Edelmetallen oder Aktien in Betracht. Grundsätzlich eignen sich Investitionen in Sachwerte (Aktien, Aktienfonds, Immobilien) als Mittel gegen die Inflation.

In welchem Alter sollte man anfangen Geld zu investieren?

Je früher, desto besser! Als Faustregel raten Finanzexperten, dass man ab einem Alter von 25 Jahren jährlich 15 Prozent seines Einkommens sparen sollte, und dabei im Leben durchschnittlich mehr als 50 Prozent der Ersparnisse in Aktien stecken sollte.

Warum junge Menschen in Aktien investieren?

Gerade zu Zeiten von hoher Inflation und Niedrigzins kann sich der Aktienkauf lohnen. Denn im Gegensatz zu Tagesgeldkonto oder Girokonto haben Sie mit Aktien oder gemanagten Fonds eine größere Chance auf Rendite. Und auch der Corona-Crash hat gezeigt: Der Markt erholt sich relativ schnell von Krisen.

Wie viel sparen junge Leute?

92 Prozent der Generation Z, also Menschen zwischen 18 und 24 Jahren, legen Geld zur Seite. Bei den Babyboomern, die zwischen 56 und 75 Jahre alt sind, sparen hingegen nur 66 Prozent. Die Jüngeren legen dabei durchschnittlich 13 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante, die älteren sieben Prozent.

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Darum wählen immer mehr Kreditnehmer einen Online Kredit

28. September 2022 by Wolfgang Walter

Im Internet Kredite vergleichen und zum Niedrig-Zins abschließen – immer mehr machen dies täglich: Mittlerweile holen sich fast genauso viele Verbraucher einen Onlinekredit im Netz wie den klassischen Ratenkredit bei ihrer Hausbank. Banken haben längst reagiert und ihr Angebot digital ausgerichtet.

Auf der Suche nach einer Finanzierung für unterschiedliche Projekte entscheiden sich immer mehr Menschen für einen Online Kredit. Das liegt daran, dass digitale Kreditanträge besonders schnell und einfach gestellt werden können. Außerdem haben die Kreditnehmer bei einer guten Bonität das Geld zeitnah auf dem Konto. Es gibt aber noch viele weitere gute Gründe, sich für einen Online Kredit zu entscheiden. Welche das sind und worauf Kreditnehmer hierbei speziell achten sollten, erklärt dieser Artikel.

Online Kredit: Größere Auswahl als bei der Hausbank

Ein großer Vorteil der Onlinewelt besteht darin, dass Kreditnehmer prinzipiell sämtliche Kreditangebote der Welt finden können. Nahezu alle Banken und Kreditinstitute sind mit einem eigenen Onlineauftritt im Internet vertreten und stellen hier ihre Angebote und Kreditkonditionen vor. Somit sind interessierte nicht auf eine limitierte Auswahl beschränkt, wie dies beispielsweise bei der Hausbank der Fall ist. Diese bietet nämlich nur eigene Leistungen und die von Kooperationspartnern an. Online können Kreditnehmer vielfältige Anbieter in den Blick nehmen und das für sie Beste auswählen.

Hinzu kommt, dass ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen bei Online Krediten ausprobiert werden können. So ist es über Schieberegler online leicht möglich unterschiedliche Laufzeiten auszuwählen und zu prüfen, wie sich dies auf den Zinssatz und die Kreditkosten auswirkt. Ebenso ist es kein Problem, unterschiedliche Kredithöhen und Kreditraten auszuwählen und so schrittweise herauszufinden, welches Kreditangebot für einen persönlich ideal ist.

Online Kredit: Häufig bessere Kreditzinsen

Mit etwas Zeit und Recherche ist es angehenden Kreditnehmern möglich besonders günstige Kreditzinsen im Internet zu finden. Gerade im Vergleich zur Hausbank lassen sich hier erhebliche Kosten einsparen. Das liegt unter anderem daran, dass sich Hausbanken vor allem auf den Neukundenakquise fokussieren. Ihre Stammkunden erhalten daher meistens nicht die besten Kreditzinsen. Zudem werden für den Dispo teils extrem hohe Zinsen verlangt, weswegen ein Ratenkredit nahezu immer die günstigere Lösung ist.

Ein weiterer Vorteil bei einem Online Kredit ist, dass die jeweiligen Anbieter oft ausschließlich digital vertreten sind. Das bedeutet, dass sie keine Kosten für Filialen und Mitarbeiter zu tragen haben. Das wirkt sich positiv auf die Kreditangebote aus. Aber auch bei Onlinekreditanbietern gibt es Unterschiede. Deswegen ist es wichtig, nicht den ersten Online Kredit anzunehmen, der einem angeboten wird, sondern einen umfassenden Anbietervergleich durchzuführen.

Video: Bank Austria Online Kredit explained by a Comedian


Quelle: UniCredit Bank Austria AG YouTube

Bei klassischen Bankkrediten ist es in der Regel erforderlich, zu Beratungsgesprächen in die Filiale zu gehen. Hier bekommen die angehenden Kreditnehmer viele nützliche Informationen und können die für den Kreditantrag notwendigen Dokumente abgeben. Nicht immer ist es aber möglich, solche Bankgespräche in den eigenen Alltag und Arbeitsrhythmus zu integrieren. Das ist bei Online Krediten ganz anders.

Die jeweiligen Onlineportale stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Kreditnehmer sind somit nicht auf die Öffnungszeiten der Filialen angewiesen, sondern können sich jederzeit über die verschiedenen Kreditangebote informieren. Viele Anbieter stellen einen Live-Chat zur Verfügung, über den Fragen gestellt und Probleme beseitigt werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Webseiten der Banken und Kreditinstitute auch über mobile Endgeräte angesteuert werden können. Somit ist es auch von unterwegs aus möglich, sich zu informieren oder sogar einen Kreditantrag zu stellen.

Online Kredit: Ihr Geld steht schneller zur Verfügung

Ein weiterer Vorteil von Online Krediten besteht darin, dass diese schnell bearbeitet werden. Die Dokumente werden digital verschickt und liegen den Sachbearbeitern gleich vollständig vor. Wenn Dokumente fehlen oder nicht ganz vollständig ausgefüllt sein sollten, lässt sich die Korrektur digital deutlich schneller vornehmen, als wenn die Unterlagen zurückgeschickt, neu bearbeitet und wieder an die Bank geschickt werden müssten.

Hinzu kommt, dass der Identitätsnachweis mit einem Lichtbildausweis bei einem Online Kredit schnell und sicher gelingt. Durch verschiedene Sicherheitsverfahren ist es den Onlinekreditgebern möglich, sicher nachzuprüfen, dass es sich bei einem Antragsteller tatsächlich um die Person handelt, die er vorgibt zu sein. Hierdurch ist trotz hoher Geschwindigkeit eine hohe Sicherheit gegeben und das Geld kann schnell ausgezahlt werden.

Online Kredit: Weniger Aufwand bei der Bonitätsprüfung

Banken und Kreditinstitute führen eine Bonitätsprüfung durch, bevor sie einen Kredit an einen Kreditnehmer vergeben. Hierdurch wollen sie sicherstellen, dass die Antragsteller seriös sind und eine gute Zahlungsfähigkeit und Zahlungsmoral besitzen. Häufig arbeiten sie hierfür mit Auskunfteien wie der Schufa zusammen und bekommen von diesen alle relevanten Informationen für eine Kreditentscheidung.

Eine solche Bonitätsprüfung kann im Onlinebereich besonders schnell und effizient durchgeführt werden. Notwendige Unterlagen wie Gehaltsnachweise können problemlos zu Hause eingescannt oder abfotografiert und an die Banken und Kreditinstitute geschickt werden. Diese holen sich die Informationen zur Bonität der Antragsteller direkt digital und können somit zeitnah entscheiden, ob sie einen Kreditantrag bewilligen oder nicht.

Online Kredit: Umschuldungen gelingen deutlich leichter

Wenn ein Kreditvertrag abgeschlossen wird, einigen sich die Banken und Kreditinstitute mit den Kreditnehmern auf eine Zinsfestschreibung. Diese soll beiden Seiten Planungssicherheit geben. Gelegentlich kommt es aber vor, dass die Marktzinsen sinken, wodurch Kredite deutlich günstiger zu haben sind als zuvor. Wer dann noch an einen alten Zinssatz gebunden ist, zahlt für den Kredit mehr als nötig wäre.

Um dieses Problem zu umgehen, kann eine Umschuldung vorgenommen werden. Hierfür nimmt man einen neuen Kredit auf und zahlt damit den alten Kredit ab. Das ist mit einem Online Kredit besonders leicht möglich. Hier finden Interessierte genau den Kredit, den sie suchen, und können ihn für die Umschuldung nutzen. Wenn der konkrete Verwendungszweck angegeben wird, sind die Kreditzinsen häufig sogar günstiger als bei einem Kredit mit freiem Verwendungszweck.

Fazit zum Online Kredit

Es gibt eine Vielzahl guter Gründe, sich für einen Online Kredit zu entscheiden. Insbesondere die größere Auswahl, die besseren Zinsen und die schnelle Auszahlung sprechen für diese Kreditform. Entsprechend entscheiden sich immer mehr Kreditnehmer dafür, digital nach einem Kreditangebot zu suchen und einen Kreditantrag zu stellen. Hierbei ist es entscheidend, sich genügend Zeit für die Kreditauswahl zu nehmen. Nur dann lassen sich besonders günstige Kreditangebote finden, bei denen die einzelnen Leistungen optimal auf einen selbst zugeschnitten sind.

FAQ Onlinekredit

Wie viel Geld kann ich beim Online-Kredit beantragen?

Ein Online-Kredit bietet durchschnittlich Nettodarlehensbeträge zwischen 1.500 Euro und 65.000 Euro. Diese finanzielle Bandbreite ermöglicht es Dir individuellen Wünsche zu erfüllen. Die Laufzeit Kredite kann dabei zwischen 12 und 120 Monaten liegen. Auf Wunsch und vorausgesetzter Bonität, kannst Du Deine Kreditsumme erhöhen, falls Du noch mehr Geld benötigst.

Wie schnell erhalte ich das Geld beim Online-Kredit?

Der Online-Kredit kann durch digitale Prozesse, wie Online-Prüfung, Online-Identifikation oder digitale Unterschrift bequem und schnell von Zuhause aus beantragt werden. Dadurch ist die Bearbeitungszeit sehr kurz. Das Geld ist nach Prüfung der erforderlichen Unterlagen in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Tage auf Deinem Konto.

Welche Voraussetzungen muss ich grundsätzlich für einen Kredit erfüllen?

Alle seriösen Banken in Österreich verlangen für einen Kredit-Antrag folgende Voraussetzungen von Dir:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Hauptwohnsitz in Österreich
  • Konto bei einer österreichischen Bank
  • Regelmäßiges Einkommen und ausreichende Bonität
  • Mindestens sechs Monate ohne Probezeit beschäftigt

Welche Unterlagen benötige ich für den Online-Kreditvergleich?

Zur Überprüfung Deiner online Angaben benötigen die meisten Banken neben dem unterschriebenen Darlehensantrag noch einige weitere Unterlagen wie:

  • Aktuelle Gehaltsnachweise in Kopie
  • Kopien der Kontoauszüge der letzten 4 Wochen
  • Legitimationsnachweis per PostIdent oder VideoIdent
  • Weitere individuelle Unterlagen je nach Bank oder Vermittler

Wie lange dauert die Prüfung meiner Kreditanfrage in der Regel?

Meist bearbeiten Banken Deinen Antrag innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Eingang. Onlinekredite direkt an die Bank weitergeleitet. So erhältst Du in vielen Fällen bereits binnen weniger Minuten eine Sofortzusage oder -absage. Nach positiver Prüfung dauert es meistens nur ein oder zwei Werktage, bis der Kredit auf Deinem Konto eingegangen ist.

Wann benötige ich einen zweiten Kreditnehmer?

Bei guter Bonität ist kein zweiter Kreditnehmer nötig. Auch die Zinsen lassen sich in den meisten Fällen dann nicht wesentlich drücken. Verfügst Du aber über eine mittlere oder gar schlechte Bonität, kannst – oder musst – Du eine Kreditbewilligung mit einem zweiten Kreditnehmer ermöglichen bzw. die Kreditzinsen deutlich verringern.

Wozu brauche ich den Abschluss einer Restschuldversicherung?

Eine Restschuldversicherung oder Restkreditversicherung sichert Dich als Kreditnehmer bei Zahlungsausfällen durch Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit oder Todesfall ab. Hier springt die Versicherung ein und übernimmt die restlichen Zahlungen. Einige Banken fordern den Abschluss einer Restschuldversicherung, andere stellen diesen optional zur Verfügung. Erfahrungsgemäß lohnen sich solche Versicherungen in den wenigsten Fällen, denn sie sind verhältnismäßig teuer. Lediglich bei Krediten mit sehr hohen Kreditsummen und langen Laufzeiten kann eine Restschuldversicherung sinnvoll sein.

Kann ich einen Onlinekredit auch widerrufen und vorzeitig zurückzahlen?

Ja, nach Abschluss eines Kreditvertrags hast Du per Gesetz bei allen verzinsten Krediten ein 14-tägiges Widerrufsrecht, und Du kannst auch bei online abgeschlossenen Krediten von diesem zurücktreten. Ebenso bieten heute alle Direktbanken neben kostenfreien Sondertilgung eine komplette vorzeitige Rückzahlung ohne Zusatzkosten an.

Welche Bank gibt Online-Kredit bei schlechter Bonität?

Ob Dein Kredit bewilligt wird, hängt von Deiner Bonität ab. So bekommst Du bei guter Bonität bei allen Banken einen Kredit. Bei schlechter Bonität können Kleinkredite wie vexcash, Cashper, Younited Credit, auxmoney oder Ferratum ein Weg sein, einfach an einen Autokreditkredit zu kommen.

Wie hoch sind die Zinsen bei der Sparkasse?

Den S-Privatkredit der Sparkasse bekommst Du aktuell ab 3,99 % effektiver Jahreszins (bonitätsabhängiger Zins). Die Kredithöhe beginnt reicht von 1.000 bis 80.000 Euro. Je nach Verwendungszweck gibt es bei der Sparkasse deutlich günstigere Kredite – beispielsweise zur Autofinanzierung, Umschuldung oder als Baudarlehen.

Welche Bank arbeitet nicht mit der Schufa zusammen?

Der Kredit ohne Schufa, im Volksmund auch Schweizer Kredit genannt, wird mittlerweile von einer liechtensteiner Bank vergeben. Diese Bank holt im Rahmen der üblichen Bonitätsprüfung keine Schufa-Auskunft ein und veranlasst auch keinen Schufaeintrag nach Auszahlung.

Cashper ist für kleine Summern die beste Bank, welche einen Kredit trotz negativer SCHUFA gibt. Cashper vergibt auch an Neukunden Kredite trotz negativem Schufa Eintrag bis 1.500 Euro. Dabei verlangt der Anbieter nur 700 € Mindesteinkommen.

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Die Rolle des SCHUFA-Scores bei der Umschuldung

29. Juli 2022 by Wolfgang Walter

10 Euro

Abbildung 1: Wenn es trotz genauer Berechnungen nicht mehr reicht, kann eine Umschuldung die Lösung sein. Damit werden mehrere Zahlungsverpflichtungen zu einer zusammengefasst.

Wer einen Kredit aufnimmt, geht in der Regel eine langfristige Zahlungsverpflichtung über mehrere Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte ein. Dass sich während der sogenannten Laufzeit eines Kredits die Konditionen verändern ist normal, vor allem bei einer längeren Laufzeit. Deshalb ist es sinnvoll, in dieser Zeit die Marktentwicklung zu beobachten. Wenn die Zinsen sinken, kann es möglich sein, dass eine Umschuldung dabei hilft, Geld zu sparen.

Viele haben nicht nur eine Zahlungsverpflichtung, sondern gleich mehrere. Das kann dazu führen, dass Kreditnehmer den Überblick verlieren. Es sind mehrere Kredite gleichzeitig abzuzahlen, die Belastung ist hoch. Es drohen finanzielle Schwierigkeiten, die zur Belastung werden können. Warum die finanzielle Schieflage entsteht, kann vielfältige Ursachen haben. Die Folgen sind fast immer dieselben: Der Kunde kann seine Ratenverpflichtungen nicht mehr erfüllen, es kommt zu Zahlungsausfällen und der Schufa-Score verschlechtert sich. Wie kann eine Umschuldung hier helfen?

Was ist eine Umschuldung?

Wer einen Umschuldungskredit aufnimmt, will seine Finanzen wieder in den Griff bekommen, mehrere Kredite zu einem zusammenfassen oder die Konditionen eines bestehenden Kredits neu verhandeln. Die Umschuldung verschafft jedoch nicht nur mehr Überblick. Sie geht oft auch mit einer geringeren finanziellen Belastung einher. Sie ist immer dann sinnvoll, wenn sich damit die finanzielle Situation eines Kreditnehmers verbessert.

Bei der Zusammenlegung von mehreren Krediten in einen neuen Kreditvertrag haben Schuldner die Möglichkeit, neue Rahmenbedingungen zu erhalten. Manchmal macht eine Umschuldung auch dann Sinn, wenn sich die finanzielle Situation deutlich verbessert, beispielsweise durch eine Gehaltserhöhung oder einen Jobwechsel. Durch höhere monatliche Raten ist der Kredit schneller zurückgezahlt und der Kreditnehmer schneller schuldenfrei. Das senkt am Ende auch die Gesamtkosten des Kredits.

Ist eine Umschuldung auch bei schlechtem Schufa-Score möglich?

Kreditzange

Abbildung 2

Jede Bank in Deutschland, bei der ein Kunde einen Kredit beantragt, stellt eine Anfrage bei der Schufa. Dazu sind die Banken per Gesetz verpflichtet. Dabei gibt es verschiedene Scorewerte, von denen der Bankenscore für eine Umschuldung besonders wichtig ist. Aus diesem Scorewert können Banken ablesen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kreditnehmer seinen Kredit fristgerecht zurückgezahlt. Liegt der Scorewert beispielsweise bei 95, beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Kreditausfall fünf Prozent. Für eine Umschuldung darf der Schufascore einen bestimmten Wert nicht unterschreiten. In der Regel ist es auch so, dass ein schlechter Scorewert mit schlechten Kreditkonditionen einhergeht.

Der Schufascore sollte bei einer Umschuldung mindestens 80 betragen, sonst werden die Konditionen immer schlechter und es entsteht kein finanzieller Vorteil für den Kunden. Allerdings handhaben die verschiedenen Banken das sehr unterschiedlich. Zudem fragen nicht alle Banken bei der Schufa an. Es gibt noch weitere Auskunfteien wie Infoscore oder Creditreform. In Österreich ist dafür der Kreditschutzverband 1870 (KSV) zuständig.

Was sind Schufa und KSV überhaupt?

Genauso wie der Kreditschutzverband 1870 ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) eine Wirtschaftsauskunftei, die Daten von Unternehmen und Konsumenten sammelt. Die gesammelten Daten sind immer kreditrelevant und werden nicht nur gesammelt, sondern auch weiterverarbeitet und gespeichert. Beide Dienstleister arbeiten mit vielen Vertragspartnern zusammen, die Daten zur Verfügung stellen. Zudem nutzen beide öffentliche Quellen, wie Schuldnerverzeichnisse, die bei Kommunal- oder Amtsgerichten geführt werden.

Auskünfte geben KSV und Schufa nur an die Betroffenen selbst, die verschiedenen Vertragspartner oder Stellen, denen gegenüber sie eine Auskunftspflicht haben, wie beispielsweise Kreditgeber, Finanzamt oder Staatsanwaltschaft.

Dabei gibt es A-Partner. Das sind Banken und Sparkassen. Sie dürfen alle bankenrelevanten Daten einsehen, positive wie negative. Zudem dürfen sie die Informationen aus anderen Branchen einsehen. Bei den Informationen aus anderen Branchen können die Partner nicht sehen von welchem Unternehmen die Daten kommen.

B-Partner sind Handels- und Versandhandelsunternehmen oder Ähnliches. Sie können nur dann Informationen abrufen, wenn es bereits zu Zahlungsstörungen gekommen ist. Nur Telekommunikationsunternehmen bilden dabei eine Ausnahme. Sie erhalten alle Positiv- und Negativinformationen der Branche.

Damit entsteht durch KSV und Schufa eine einheitliche Basis, um sicher Kredite zu vergeben. Gleichzeitig sind sie ein Schutz für die Verbraucher vor möglicher Überschuldung.

Welche Daten sind bei KSV und Schufa gespeichert?

KSV und Schufa speichern neben den personenbezogenen Daten auch kreditrelevante. Sie speichern die persönlichen Angaben wie vollständiger Name, Adresse, Voranschriften, Geburtsort und -datum.

Informationen, die die Vertragspartner melden, können sich auf Kredit- oder Leasingverträge, bestehende Girokonten, vorhandene Kreditkarten, Kundenkonten im Handel oder im Onlinehandel und bestehende Telekommunikationskonten handeln. Auch Missverhalten im Zusammenhang mit der Vertragserfüllung ist dort gespeichert. Hinzu kommen Angaben aus amtlichen Bekanntmachungen und öffentlichen Verzeichnissen, beispielsweise die Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder eine abgelegte eidesstattliche Versicherung.

Ist es möglich, die gespeicherten Informationen einzusehen?

Jeder Verbraucher hat ein Recht darauf, die gespeicherten persönlichen Daten einzusehen. Manchmal verlangen neue Vermieter einen Bonitätsnachweis, um mehr Sicherheit zu haben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die verlangten Informationen zu erhalten. Sowohl Schufa wie auch KSV bieten verschiedene Datensätze zur Einsicht an. Wer die Daten an Dritte weitergeben muss sollte sich genau überlegen, welche Informationen der Adressat erhalten soll. Es gibt eine sogenannten Verbraucherauskunft und eine Selbstauskunft. Mit der Selbst- oder Eigenauskunft erhalten die Verbraucher alle Daten, die zu ihrer Person gespeichert sind. Die Verbraucherauskunft ist eine nicht so umfangreiche Auskunft. Darin sind nur grundsätzliche Daten zu finden, die als Vertrauensbasis zwischen Verbraucher und Vertragspartner notwendig sind.

Wer eine Eigenauskunft braucht, kann sich bei KSV und Schufa gegen Zahlung einer einmaligen Gebühr registrieren, um dann unbefristet Zugriff auf die gespeicherten Daten zu haben. Bei beiden haben Verbraucher außerdem einmal pro Jahr das Recht auf eine kostenlose Eigenauskunft.

Kredit-Mythen

kreditinfografik

Ist die Kreditvergabe ohne KSV- oder Schufa-Prüfung möglich?

Die meisten Kreditanbieter vergeben ihre Kredite nur nach einer Prüfung der Kreditwürdigkeit. Sie wollen sich damit gegen mögliche Ausfallrisiken absichern. Es gibt auch Anbieter, die standardisierte Kredite mit niedrigen Kreditsummen und hohen Zinsen anbieten und keine Prüfung bei KSV oder Schufa durchführen. Solche Kredite gibt es oft über freie Kreditvermittler und sind als Schweizer Kredite bekannt.

Bei diesen Krediten ist es sehr wichtig auf die Seriosität der Anbieter zu achten. Oft verlangen diese extrem hohe Gebühren und bereichern sich an der Verzweiflung der Menschen. In solchen Fällen ist der Gang zu einer Schuldnerberatung die bessere Wahl.

Wie entsteht ein schlechter Bankenscore?

Der Bankenscore kann sich verschiedene Ursachen verschlechtern:

  • Es bestehen gleich mehrere Ratenkredite.
  • Zusätzlich bestehen noch weitere Ratenzahlungsverpflichtungen, beispielsweise bei einem Versandhaus.
  • Die Verbindlichkeiten sind höher als das Vermögen, die Vermögensbilanz ist negativ.
  • Es liegen Forderungstitel vor, sprich vollstreckbare Titel aus einem Mahnverfahren.
  • Eine Bank hat einen Kredit fällig gestellt, weil die Rückzahlungsvereinbarungen nicht eingehalten wurden.
  • Ein Kunde hat zu viele Kreditanfragen getätigt.

Wie hängen Kreditwürdigkeit und Umschuldung zusammen?

Die Bonität oder Kreditwürdigkeit gibt die Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall an. Je mehr Kredite ein Verbraucher aufgenommen hat, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt. Entsprechend hängen Umschuldung und Kreditwürdigkeit zusammen. Kunden, die aus einer ganzen Ansammlung von Zahlungsverpflichtungen einen Kredit machen, also alle Schulden in einem Kredit bündeln, haben die Möglichkeit, die monatlichen Raten anzupassen und sogar Zinsen zu sparen. Das wirkt sich generell auf die Finanzen aus und am Ende auch auf die Bonität.

Ist eine Umschuldung auch bei schlechter Bonität möglich?

Wer eine gute Bonität hat, muss sich um ein Umschuldungsdarlehen keine Sorgen machen. Kunden, die allerdings eine sehr hohe Kreditlast zu tragen haben oder die eine schlechte Bonität haben, weil sie beispielsweise zu lange den Dispo überzogen haben und ihn nun zurückzahlen müssen, haben es da schwerer.

Jeder Kreditgeber prüft vor der Vergabe eines Kredits die Kreditwürdigkeit. Ist die Bonität schlecht, gibt es bei vielen Banken keine Kreditbewilligung. Dann kommt ein Kredit eigentlich nur noch mit der Hausbank infrage.

Bei schlechter Bonität ist Kommunikation besonders wichtig. Die Bank muss genau über die finanzielle Situation informiert sein. Gut ist es, wenn der Kunde genau belegen kann, wie es zu der schlechten Bonität gekommen ist und wie er gedenkt, den Umschuldungskredit zu tilgen. Hier kann nur eine kulante Bank helfen.

Was ist der Schufa- oder KSV-Score?

Die Scorewerte sind Punktwerte, die sich aus dem Zahlungsverhalten von Personen und Unternehmen berechnen lassen. Sie stellen eine Prognose zum erwarteten Zahlungsverhalten dar. Zur Ermittlung gibt es statistisch-mathematische Berechnungsverfahren.

Jedem Scorewert ist ein allgemeiner Prozentwert zugeordnet, der die Ausfallwahrscheinlichkeit für Zahlungen eines bestimmten Kunden prognostiziert. Bei der Schufa ist ein hoher Prozentwert gleichbedeutend mit einer guten Bonität. Der Basisscore kann daher maximal 100 betragen. Der Wert von 100 schließt einen Zahlungsausfall nicht vollkommen aus.

Die Scorewerte beim KSV liegen zwischen 100 und 700. Die Werte geben ebenfalls Auskunft, wie wahrscheinlich ein Kreditausfall ist. Dabei ist 700 der schlechteste Wert und gleichbedeutend mit Privatinsolvenz. Bei einem Wert von 100 liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei 0,01 Prozent. Ab einem Wert von 400 ist das Ausfallrisiko erhöht.

Unabhängig von den Score-Berechnungen ermittelt die Schufa einen sogenannten Basisscore für jede Person. Alle drei Monate erfolgt eine Neuberechnung. Das Ergebnis isst ein Prozentwert, der zwischen 0 und 100 liegt. Er gibt Auskunft über das persönliche Risiko für einen Zahlungsausfall. Jeder, der sich eine Selbstauskunft bei der Schufa einholt, erhält Auskunft über seinen persönlichen Basisscore-Wert. Bei anderen Auskunfteien kommen ganz ähnliche Verfahren zum Einsatz.

Was fließt in die Berechnung des Schufascores ein?

Kreditkarte

Abbildung 3

 Das bekannteste Kreditsicherungsinstitut, die Schufa, macht ein großes Geheimnis aus den Kriterien und Faktoren, die es zur Berechnung der verschiedenen Scorewerte heranzieht. Es ist nicht immer eindeutig nachvollziehbar. Doch selbst Bemühungen per Gerichtsentscheid entsprechende Informationen zu erhalten sind gescheitert. Die Schufa darf auch weiterhin ihr Betriebsgeheimnis hüten. Händler und Dienstleister haben das Recht, die Scorewerte als Meinungsäußerung anzusehen und nicht als Tatsachenbehauptung.

In den Scorewert fließen die folgenden Werte ein:

  • allgemeine persönliche Daten, wie Name und Anschrift, Geburtsort und -datum
  • Angaben zu negativem Zahlungsverhalten aus Krediten und anderen Zahlungsverpflichtungen, wie Stromliefer- oder Handyverträge
  • Negativmerkmale, beispielsweise Lohnpfändungen, Privatinsolvenzen, Mahnverfahren oder Vollstreckunsbescheide
  • Kreditanfragen oder Kreditabschlüsse im letzten Jahr
  • Laufende Kredite in Anzahl, Art und Umfang
  • die gesamte Kredithistorie und die Länge von Kundenbeziehungen beispielsweise Kreditkartenverträge oder das Girokonto

Positive Daten finden bei den Berechnungen ebenfalls Berücksichtigung, wie pünktlich bezahlte Rechnungen zum Beispiel. Andere Daten der Personen, wie Wohnsituation, Familienstand oder Nationalität erfasst der Schufascore nicht.

Wann sinkt der Scorewert?

Es gibt persönliche Vorkommnisse oder finanzielles Verhalten, das die Kreditwürdigkeit eines Kunden negativ beeinflussen kann. Die Auskunfteien unterstellen dann einfach eine größere Ausfallwahrscheinlichkeit bei einer Kreditaufnahme. Dazu gehören:

  • Kunden, die viele verschiedene Kreditkarten haben
  • Kunden, die häufig ihre Bank oder das Konto gewechselt haben
  • Kunden, die häufig die Teilzahlungsfunktion bei ihren Kreditkarten nutzen
  • Kunden, die häufig den Wohnsitz gewechselt haben
  • Ratenzahlungen, die ins Leere laufen
  • Wareneinkäufe, die mithilfe von Kleinkrediten finanziert sind

Besonders negativ wirken sich vollstreckbare Titel, eidesstattliche Versicherungen oder sogar Haftandrohung aus.

Abbildung 1: Pixabay © alexanderstein (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: Pixabay © stevepb (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: Pixabay © rja1988 (CC0 Public Domain)

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Strukturierte Finanzierung Österreich

15. April 2022 by Wolfgang Walter

Um was geht es bei der strukturierten Finanzierung?

Strukturierte Finanzierung ist ein Oberbegriff für unterschiedlichste gewerbliche Finanzierungsinstrumente. Diese gehen über den klassischen Abschluss von Krediten und Darlehen hinaus, und sind unter anderem durch komplexe wirtschaftliche und (steuer-)rechtliche Vertragsgestaltungen gekennzeichnet. Dabei stehen immer die Vereinbarkeit mit der aktuellen Unternehmensfinanzierung und deren gleichzeitige Optimierung im Mittelpunkt.

Bei Interesse an einer Beratung kontaktieren Sie uns gerne über die info@kreditvergleichsportal.at

Inhaltsverzeichnis

Definition
Merkmale
Vorteile
Ablauf
Unterlagen
Die passende Bank
Fazit, Video & FAQ

Strukturierte Finanzierung – Definition

Als strukturierte Finanzierung wird allgemein die Finanzierung einer wirtschaftlich und juristisch selbständigen Einheit bezeichnet, bei der das eingesetzte Kapital aus dem künftig erwirtschafteten Cashflow des Projekts zurückfließt. Die Hauptunterschiede zur klassischen Finanzierung sind die Mitübernahme der Projektrisiken durch Kreditinstitute und eine Nachhaltigkeit des Kreditvorhabens.

Bei strukturierten Finanzierungen geht es um anlass- und transaktionsorientierte Fremdfinanzierungen, deren Instrumente über die klassische Kreditgewährung hinausgehen und durch komplexe wirtschaftliche, rechtliche und steuerrechtliche Verträge gekennzeichnet sind. Weiters erfolgt – im Gegensatz zu klassischen Finanzierungen – die Kreditvergabe durch mehrere Kreditinstitute gemeinschaftlich.

Strukturierte Immobilienfinanzierung: Vielfach wird diese Form der Finanzierung bei Immobilienvorhaben per Bankkredit verwendet. Gründe sind beispielsweise die Akquise einer oder mehrerer Immobilien, oft bedarf es auch einer Finanzierung in Sachen Instandsetzungen oder Instandhaltungen. Die meist großen Geldbeträge erfordern Sorgfalt und Fachkenntnis der Finanzierungspartner. Weiters ist die strukturierte Immobilienfinanzierung auf die Art des Projekts (Neubau oder Bestandsobjekt), Nutzung der Immobilie, Laufzeit, Renditeerwartungen, Marktentwicklungen sowie Rückzahlungsvereinbarungen abzustimmen. Auch hier steht der zukünftige zu erwartende Cashflow zusammen mit möglichen Risiken im Vordergrund.

Weitere typische Anlässe für diese Art der Finanzierung sind:

  • Projektfinanzierung im Rahmen einer Wachstumsstrategie, beispielsweise die Errichtung neuer Produktionsstandorte oder Filialen.
  • Betriebsmittelkredite zur langfristigen Sicherung der aktuellen Produktionsstandorte.
  • Neuordnung aller Bankverbindlichkeiten beispielsweise durch Ablösen und Zusammenfassen historisch gewachsener Kreditverbindlichkeiten.
  • Wachstumsinvestitionen zur Erschließung neuer überregionaler und internationaler Märkte.
  • Akquisitionsfinanzierung zur Übernahme von Unternehmen per Fremdfinanzierung des Kaufpreises.
  • Finanzierung einer Nachfolgelösung im Rahmen einer Betriebsübergabe.
  • Syndizierte Finanzierung durch mehrere Banken in einem Kreditvertrag zu einheitlichen Konditionen bei Laufzeit, Zinsen und Sicherheiten samt Risikoteilung.

Typische Merkmale der strukturierten Finanzierung

Die hohen Kreditvolumen strukturierter Finanzierungen können oft nur von mehreren Banken gemeinsam gestemmt werden. Diese syndizierten Finanzierungen – oft auch Konsortialkredite genannt –, vereinen abgestimmte Laufzeiten, Rückzahlungsbedingungen, Zinssätze und Sicherheiten unter einem Kreditvertrag:

Geplanter Cash-Flow: Kreditnehmer sind stark gefordert, den Banken eine genaue und fundierte Ertrags- und Liquiditätsplanung vorzulegen, an der sich die Finanzierung in Sachen Laufzeiten und Tilgung orientieren kann.

Sicherheiten, Verpflichtungen und Kündigungsgründe: Weiters stehen Sicherheiten nicht im vollen Umfang zur Verfügung und Banken müssen hohe Blankoanteile akzeptieren. Daher versuchen sich Kreditinstitute durch Sicherheitspakete, umfassende Verpflichtungen und besondere Kündigungsgründe innerhalb ihrer Kreditverträge zu schützen.

Risikoteilung: Auch sind verschiedene Geldgeber in unterschiedlichen Rängen an einer strukturierten Finanzierung beteiligt. Eigenkapital durch die Eigentümer bzw. Private-Equity-Beteiligungsgesellschaften, Mezzanin-Kapital von Fonds, Kredite von Banken, Zuschüsse oder Kredite von Förderstellen sowie ggf. Verkäuferdarlehen bei Unternehmenskäufen.

Vertragsklauseln und Financial Covenants: Zudem finden sich oftmals Sonderregelungen zu vorzeitigen Tilgungen oder Kündigungsrechten. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Spezialklauseln wie die Change-of-Control-Klauseln, Asset Disposal-Klauseln, Beschränkung der Aufnahme weiterer Finanzverbindlichkeiten, Informationspflichten sowie Zusicherungen und Gewährleistungen wirtschaftlicher und rechtlicher Art, die ein Kündigungsrecht der Banken auslösen.

Tipp: Vielfach wird auch die Kreditmarge bzw. der Aufschlag an bestimmte Kennzahlen und deren Fall der Verletzung in Kreditverträgen gekoppelt. Die beliebtesten Kennzahlen sind die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad. Je besser in der betroffenen Zinsperiode die Kennzahl ausfällt, desto niedriger der Zinsaufschlag und umgekehrt. 

Strukturierte Finanzierung – Vorteile im Vergleich zu klassischen Finanzierungen

Ausgefeilte Finanzierungskonzepte, welche die Haftungsrisiken, Kosten, Sicherheiten und Laufzeiten am Kapitalbedarf und der Kapitalfähigkeit der Kunden ausrichten, bieten zahlreiche Vorteile, beispielsweise:

  • Kundenorientierte Finanzierung: Cash-Flow-basierte, flexible Rückzahlungsmodalitäten – auf die Zahlungsströme und Bilanzen des Unternehmens abgestimmt.
  • Finanzierungs- durch Liquiditätssicherung: auf Basis einer fundierten Projektplanung unter Berücksichtigung von Worst-Case-Szenarien.
  • Fördermittel und Garantien: diese können beispielsweise per Förderkredite, Exportförderungen etc. individuell integriert werden.
  • Konsortialkredite: mehrere Banken schließen vergeben gemeinsam einen Kredit zu einheitlichen Konditionen, Bedingungen, Laufzeiten und Sicherheiten.

Vier Schritte zur optimalen Strukturfinanzierung

Jede strukturierte Finanzierung sollte gut konzipiert und mit möglichen Kreditgebern ausführlich besprochen werden. Dies gelingt Ihnen am besten mit den folgenden Schritten:

1: Vorerhebung mit Experten: Finanzierungswunsch und Finanzierungsmöglichkeiten gilt es vorab in mehreren Terminen mit einem Finanzierungsprofi auszuloten – in Sachen Baufinanzierung beispielsweise mit unserem Partner Optifin.

2: Finanzplanung, Businessplan und Quantifizierung: Herzstück der Banken- bzw. Finanzierungsstrategie ist ein detailliertes Exposee. In diesem sollte Ihr Investitions- oder Immobilienvorhaben möglichst genau beschrieben sein.

3: Verhandlung mit Banken: Auf Basis des Exposees handeln die Corporate Finance-Experten mit ihrem Know-how und Marktüberblick mit möglichen Kreditinstituten die geplante strukturierte Finanzierung aus.

4: Angebotsanalyse und Abschluss: Abschließend werden die verschiedenen Kredit-Offerten zusammen mit dem Experten-Team besprochen und der für Sie optimale Kreditvertrag abgeschlossen.

Diese Unterlagen brauchen Sie für eine erfolgreiche strukturierte Finanzierung

Für eine strukturierte Finanzierung sind vollständige, aktuelle Unterlagen für erfolgreiche Bankgespräche unverzichtbar. Je nach Finanzierungsgrund sind beispielsweise folgen wichtige Dokumente beizubringen:

  • Firmenbuch, Gewerbeberechtigung bzw.
  • Letzte Einkommenssteuerbescheide
  • Aufstellung von Vermögen und Schulden
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung der letzten 3 Jahre
  • Aktuelle Haushaltsrechnung, Verbindlichkeiten oder Kredite
  • Darstellung von Geschäftsmodell, Finanzierungszweck und Vorhaben
  • Erläuterung der Finanzierungsstruktur
  • Unterlagen über vorhandene Sicherheiten wie Eigenkapital, Grundbuchauszüge, Versicherungspolizzen

Tipp: Die erforderlichen Unterlagen sind von Ihrem konkreten Finanzierungswunsch und Ihrer aktuellen beruflichen Situation abhängig. Selbstverständlich erhalten Sie bei jeder Angebotsanfrage über unseren Partner Optifin tatkräftige Unterstützung.


Strukturierte Finanzierung – so finden Sie die passende Bank

Nicht selten gewähren bei strukturierten Finanzierungen mehrere Banken gemeinsam Ihre Finanzierung. Eine erfolgreiche Gesprächsführung mit mehreren Banken gleichzeitig erfordert neben Engagement detaillierte Kenntnisse zu Prozessen der Kreditentscheidung und dem aktuellen Finanzierungsmarkt.

Einige Tipps erhöhen Ihre Aussicht auf einen erfolgreichen Kreditabschluss deutlich:

  • Bei hohen Finanzierungsvolumen ist die Auswahl der Bank bzw. Kreditgeber oftmals eingeschränkt. Überlassen Sie hier einem Profi die Vorauswahl.
  • Achten Sie bei der Wahl der Finanzierung nicht nur auf den günstigsten Zinssatz. Faktoren wie Branchenkenntnisse, Förder-Know-how und Beratungsqualität sind ebenso entscheidend für Ihr Kreditvorhaben.
  • Bankberater und Risikomanager bekommen von unserem Partner Optifin alle wesentlichen Informationen für die Kreditentscheidung übersichtlich aufbereitet eingereicht. Dies beschleunigt Ihre Kreditentscheidung und erhöht die Chancen auf eine Zusage zu günstigen Konditionen.
  • Das große Bankennetz der Finance-Experten von Optifin verhilft Ihnen zum passenden Finanzierungspartner, da mehrere Kreditangebote verglichen werden und die beste Option für Sie aufbereitet wird. Weiters bietet deren langjährige Erfahrung raschen Zugang zu den spezialisierten Abteilungen der Banken.

Bei Interesse an einer Beratung kontaktieren Sie uns gerne über die info@kreditvergleichsportal.at

Kurzes Fazit zur strukturierten Finanzierung

Jede strukturierte Finanzierung muss, letztlich rentabel sein. Egal um welches Vorhaben es sich handelt: geht es darum, die Finanzierung an die geplanten Liquiditätsflüsse bzw. Cash-Flows und die Bilanzrelationen des Projekts / Unternehmens sowie die vorhandenen Sicherheiten mit ausreichend Puffer anzupassen. Hierbei sollten alle damit verbundenen Verpflichtungen, Klauseln und Bedingungen für den Kreditnehmer langfristig handelbar und umsetzbar sein.

Eine erfolgreiche Genehmigung strukturierter Finanzierungen durch die Risikogremien der Banken erfordert neben einer detaillierten Darstellung des Finanzierungswunsches fundierte Kenntnis und hohes Vertrauen in das Geschäfts- bzw. Finanzierungsmodell.

Die geeignete Finanzierung für Ihre konkreten Projekte und Investitionen ist eine wesentliche Voraussetzung für Ihren Erfolg. In Sachen Immobilienfinanzierung verhilft Ihnen unser langjähriger Partner Optifin zur besten und günstigsten strukturierten Finanzierung, und steht Ihnen auch über den Vertragsabschluss hinaus beratend zur Seite.

FAQ Strukturierte Finanzierung

Was sind strukturierte Kredite?

Der Begriff strukturierte Kredite (Structured Financing) beschreibt stark individualisierte Finanzierungen, die über die klassischen Standardfinanzierungen – wie beispielsweise Konsumkredite oder Anleihen – hinausgehen und durch komplexe wirtschaftliche, steuerrechtliche oder technische Vertragsgestaltungen gekennzeichnet sind.

Was sind recourse und non recourse Finanzierungen?

Recourse Finanzierung ist die Ausprägungsform der internationalen Projektfinanzierung, bei der die beteiligten Banken umfassende Rückgriffsrechte für alle Verbindlichkeiten gegenüber den Sponsoren haben. Unter dem Begriff Non-Recourse-Finanzierung (Projektfinanzierung) wird die strukturierte Finanzierung einer wirtschaftlich und zumeist rechtlich abgrenzbaren, sich selbst refinanzierenden Wirtschaftseinheit von begrenzter Lebensdauer verstanden.

Welche Finanzprodukte werden bei der strukturierten Finanzierung eingesetzt?

Die Möglichkeiten strukturierter Finanzierungen sind sehr groß und reicht von syndizierten Bankkrediten, Schuldscheindarlehen, Anleiheemissionen und Leasingfinanzierungen bis hin zu Fördermitteln und eigenkapitalähnlichen Instrumenten wie Mezzanin-Kapital sowie Beteiligungen durch Private-Equity-Investoren.

Ab welchen Summen sind strukturierte Finanzierungen sinnvoll?

In der Regel sind die Beträge strukturierte Finanzierungen sehr hoch und beginnen durchschnittlich ab fünf bis zehn Millionen Euro. Jedoch kann eine einfache Strukturierung bei Krediten – je nach Projekt – bereits ab zwei oder drei Millionen Euro Finanzierungssumme sinnvoll sein.

Welche Laufzeiten sind für strukturierte Finanzierungen typisch?

In Abhängigkeit von Geschäftsmodell und Finanzierungsanlass sind Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren für Betriebsmittellinien, Akquisitionsfinanzierungen oder Wachstumsfinanzierungen üblich. Immobilienfinanzierungen, Projektfinanzierungen oder die Neuordnung von Finanzverbindlichkeiten haben hingegen meist langfristige Kreditlinien mit Laufzeiten bis zu 20 Jahren.

Video: Strukturierte Finanzierung für Familienunternehmen

Quelle: Deutsche Bank / YouTube

 

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Unsere Empfehlung zur Baufinanzierung

Unser Partner Optifin ist unsere Empfehlung zum Vergleich der Baufinanzierungsanbieter. Mit 40 Standorten in Österreich und 80 Banken und Kreditinstituten im Portfolio kann Optifin in fast allen Fällen das günstigste Angebot bieten. Durch Kundennähe und günstige Angebote werden zudem herausragende Bewertungen erreicht.

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Tipps für Kunden

Einen günstigen Ratenkredit erhalten Sie derzeit bei der Santander. Auf ergänzende Versicherungen sollten Sie aus Kostengründen jedoch in der Regel verzichten. Eine separate Versicherung lohnt sich hier eher.

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Achten Sie bei Kreditkarten auf die Kosten und lassen Sie sich nicht von eventuellen Zusatzleistungen blenden.

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