Die Inflationsraten im Euroraum bleiben moderat – und dennoch könnte sich die aktuelle EZB-Politik als Täuschung bei den Wohnbaukrediten in Österreich erweisen. Was bedeutet das für Häuslebauer 2026?
Obwohl sich die EZB in Sachen Leitzinsen aktuell eher bedeckt hält, wird an den Finanzmärkten im Euroraum bereits ab 2027 eine erste Leitzinsanhebung eingepreist. Die US-Notenbank FED im fernen New York mit ihrem – aktuell noch – weiter betriebenen Zinssenkungszyklus, dürfte hier mittelfristig zusätzlich Bewegung in die Zinsmärkte bringen.
So steigt bei langfristigen Wohnkreditzinsen die Volatilität bereits deutlich an. Banken heben ihre Konditionen für neue Fixzinsfinanzierungen aufgrund gestiegener Kapitalmarktzinsen bereits sukzessive an – hier ist weiteres Verteuerungspotenzial für Kreditnehmer bereits in Sicht.
Hinzu kommt: Der anhaltende Wohnraummangel in Österreich treibt Preise und Mieten weiter nach oben. Wohnen dürfte also hierzulande 2026 erneut teurer werden und die Zinsen für Eigenheimfinanzierungen von Privathaushalten weiter anheizen.
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EZB-Leitzinserhöhung: Was kommt nach der Zinspause?
Nach acht Zinssenkungen bis Mitte 2025 dürfte das Zinsniveau im Euroraum seinen vorläufigen Tiefststand erreicht haben. Damit erscheinen weitere Senkungen für das laufende Jahr 2026 als wenig wahrscheinlich.
Da die Kapitalmärkte ab 2027 bereits wieder mit steigenden Leitzinsen rechnen, zeigt auch der Geldmarkt erste Tendenzen für eine Trendwende. Dies bestätigt die Erwartung vieler Kreditexperten, dass nach der derzeitigen Ruhephase nächste Leitzinserhöhungen folgen werden – und damit die Zinsen für Konsumkredite und Baufinanzierungen künftig merklich ansteigen.
Infina Kredit-Index: Aktuelle Zinskurve verteuert Fixzinskredite
Bereits im ausgehenden Jahr 2025 zeigte sich bei Zinssätzen für variable und fix verzinste Wohnbaukredite in Österreich ein unterschiedliches Bild: Während variable Kredite günstiger wurden, verteuerten sich langfristige Fixzinsbindungen. Ursache dafür war insbesondere eine deutlich ansteigende Zinskurve. Diese dürfte – nach einer Phase der Normalisierung – im laufenden Jahr für einen deutlichen Aufwärtstrend speziell bei längeren Laufzeiten von Wohnkrediten führen.
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Private Wohnbaufinanzierung 2026: Deutliches Plus voraus
Private Immobilienfinanzierungen haben 2025 deutlich zugelegt. Steigende Einkommen, attraktive Förderungen und Nachholeffekte führten zu einer deutlichen Belebung der privaten Wohnbaufinanzierung. Und dies, obwohl die Kreditinstitute in Österreich bei der Kreditvergabe weiter restriktiv vorgehen.
Nachfrage und Volumen konnten spürbar zulegen, und so zu einem – zumindest moderaten – Wachstum bei den Baufinanzierungen in Österreich führen.
Video: Beste Finanzierung 2026 – darauf kommt es an!
Quelle: YouTube / immocation